Fluchttunnel in Berlin

Dieses Thema im Forum "Blockbildung und Kalter Krieg" wurde erstellt von laura_antoinett, 19. Oktober 2013.

  1. laura_antoinett

    laura_antoinett Neues Mitglied

    Hallo Zusammen!

    Ich schreibe gerade ein Referat über die Fluchttunnel in Berlin. Es mag jetzt wohl sehr dumm klingen, aber kann mir vielleicht jemand sagen, warum die genau in Berlin so häufig gebaut wurden? Ich wäre sehr sehr dankbar für eine Antwort!:S

    Freundliche Grüsse
    Laura
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    - Berlin ist eine Millionenstadt, kein Grenzdorf. Mehr Fluchtwillige aber auch mehr Anonymität.
    - die Entfernung ist ausschlaggebend. Ein paar hundert Meter ist etwas anderes, als mehrere Kilometer
     
  3. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Zumal Innerstädtisch noch viele Kanäle vorhanden waren. Von denen konnte man wohl eher Abzweigungen graben. Die Stadt war ja nicht für eine Teilung vorbereitet worden. Von daher waren noch etliche Tunnel mit Versorgungsleitungen vorhanden. Die wurden wohl mit der Zeit zugemauert.

    Apvar
     
  4. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Sieh Dir mal den Verlauf der 1.400 km an der innerdeutschen Grenze an.
    Und dann beachte noch, die 5 km Sperrzone; ab 1972 die 2 km Sperrzone.
     
  5. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Ergänzend zu den in Eigenbau entstandenen Fluchttunneln und den erwähnten Versorgungsleitungen sind noch die U-Bahn-Tunnel zu erwähnen.

    Es gab einige (West-)Berliner-U-Bahn-Linien, die unterhalb von Ostberlin verkehrten. Die entsprechenden U-Bahn-Stationen waren natürlich in Ost-Berlin nicht zugänglich und die Bahnen hielten natürlich nicht da. Von einer TV-Dokumentation ist mir ein Fall bekannt, in dem Flüchtlinge Zugang zu den U-Bahn-Röhren gewannen, dort auf der Strecke in eine Westberliner U-Bahn gestiegen sind und dann in den Westen weiterfuhren.
     
  6. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Nachtrag:
    Es gab natürlich auch Fluchterfolge über die innerdeutsche Grenze.

    Mir fällt da immer als erstes die geglückte Flucht der Familien Strelzyk und Wetzel am 16. September 1979 mit einem Heißluftballon ein.

    Start zwischen Oberlemnitz und Heinersdorf/Thüringen – Landung Naila/Bayern.

    Siehe auch Film 1981/USA -> „Mit dem Wind nach Westen.“
     
  7. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied


    Hier ist ein Artikel zu der Flucht per U-Bahn: Vor 24 Jahren floh ein Stellwerksmechaniker durch einen Transit-Tunnel aus der DDR / Jetzt spricht er erstmals darüber: Per Anhalter mit der U-Bahn in den Westen | Archiv- Berliner Zeitung
     

Diese Seite empfehlen