Frankreichs Export im 17. und 18. Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Wirtschaftsgeschichte" wurde erstellt von goldvampir, 17. November 2010.

  1. goldvampir

    goldvampir Neues Mitglied

    Ich würde gerne wissen was man in Frankreich so im 17. und 18. Jahrhundert so exportiert hat?
    (Import wäre auch gut:))
     
  2. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    Auf die Schnelle:
    Importiert wurden u.a. Kolonialwaren wie z.B. Pelze aus Nordamerika. Es gab eine Französische Ostindienkompanie (Compagnie des Indes orientales) die Kaffee, Gewürze, Tee und Porzellan nach Frankreich einführte. Außerdem existierten Besitzungen in Übersee mit Plantagen, wie Saint Domingue, die Sklaven importierten. Außerdem wurde vor Neufundland Kabeljau gefischt. Dafür sind normannische Fischer regelmäßig bis nach Amerika gesegelt. Ein nicht ganz ungefährliches Unternehmen. Diese Fahrten waren sehr wichtig für die französische Marine, da man so ein Reservoir von ausgebildeten Seeleuten im Falle eines Krieges hatte.

    Im Ausland waren Gouvernanten zum Erlernen der französischen Sprache in den vermögenden Gesellschaftsschichten gefragt. Mode aus Paris war ebenfalls sehr beliebt. Kurz: Frankreich war kulturell prägend.
     
  3. steffen04

    steffen04 Gesperrt

    wir sind da ja in der Zeit des Merkantilismus mit Ziel der Autarkie der eigenen Wirtschaft, deswegen sind die Außenhandelsaktivitäten eher gering.

    Wenn dich die französische Wirtschaft und Lebensweise generell interessiert kann ich dir den Dreibänder "Frankreich" von Fernand Braudel, Klett-Cotta 2009 (Sonderausgabe, Original ist aus den 80ern) empfehlen.

    Braudel geizt nicht mit Zahlen, ist aber vorsichtig damit, diese gesamtwirtschaftlich zu kumulieren wg der Vielfalt der Währungen, Maße, Gewichte etc.

    Ich versuche am Wochenende ein bischen konkreter auf deine Frage einzugehen

    Steffen
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Exportgüter waren mit Sicherheit Luxuswaren* und Textilien, allem voran Seide, welche schon damals aus Lyon und Umgebung stammte. (Ein extremes Beispiel vielleicht: der Hochzeitsanzug von König Gustav III. von Schweden, der aus französischem Material gefertigt ist, aber auch aus Rechnungen zu anderen Hofkleidern ausländischer Staaten lassen sich solche Beziehungen sehr gut nachvollziehen.)
    * Es gab z.B. viele Porzellanmanufakturen. Wobei Sèvres (seit 1760 Manufaktur des Königs) das Vorrecht eines Monopols auf Buntmalerei durch den König genoss.
    Berühmt waren auch französische Möbel.
     
  5. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

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