Goya

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Lukrezia Borgia, 10. November 2004.

  1. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Entschuldigt bitte, dass der Überblick etwas länger geworden ist. Ich hoffe, es ermüdet nicht zu sehr bei lesen. :)

    Nach Velazquez hat Spanien lange Zeit keinen herausragenden Künstler mehr hervorgebracht. Erst als die Ideen der Aufklärung von Frankreich aus das Land am Rande Europas erreichten, gebar die Zeit einen Maler, dessen Ausdrucksstärke heute noch begeistert.

    Am 30. März 1746 wird Francisco de Goya y Lucientes in einem kleinen Provinznest in Aragon als Sohn des Vergolders José Goya geboren. Francisco besucht eine Klosterschule in Zaragosa und kommt erstmals bei dem Bildhauer Juan Ramirez und dem Maler José Luzan mit der bildenden Kunst in Berührung. Das junge Talent will jedoch das ländliche Idyll verlassen und die Freiheit der Großstadtluft schnuppern. So geht er 1764 nach Madrid.

    Dort trifft er auf den Künstler Francisco Bayeu, der sich Goyas annimmt, ihn in der Kunst ausbildet und seinem Schüler zugleich beibringt, wie er sich auf dem gesellschaftlichen Parkett bewegt. Als Goya für ein Werk, welches er für die Akademie geschaffen hat, nur negative Kritik einstecken muss, kehrt er Spanien den Rücken und geht für 2 Monate nach Rom. Zurück auf der Iberischen Halbinsel bekommt er in Zaragosa seinen ersten bedeutenden Auftrag. Er soll elf große Wandbilder in Öl fertigen.

    Es zieht ihn aber wieder in die Hauptstadt. Dort heiratet er im Sommer 1773 die Schwester seines ehemaligen Meisters, Josefa Bayeu. Sein frischgebackener Schwager ist es dann, der Goya zum ersten Mal mit dem Hof in Kontakt bringt. Er soll die Bildteppiche für die Residenz des Prinzen von Asturien entwerfen. Zufrieden mit den Arbeiten Goyas beauftragt ihn Karl III. weiter, Radierungen einiger Gemälde von Velazquez anzufertigen.

    Die Einführung in höchste Kreise ist bestens gelungen, so dass er bereits 1779 zum „Maler des Königs“ ernannt wird. 1786 wird er zum Direktor der Maufaktur Santa Barbara ernannt und verkehrt mit den bedeutendsten Persönlichkeiten Spaniens. Die Mitglieder der nobelsten Schichten reißen sich darum, bei ihm ein Portrait in Auftrag geben zu dürfen. Das besondere an seinen Bildern ist, dass er nicht nur darstellt, was er vor sich sieht, sondern auch die Ausstrahlung der Personen auf die Leinwand zaubert.

    Goya gerät in den Dunstkreis von Jovellanos, einem von aufklärerischem Gedankengut geprägtem Humanisten, der später Minister Karls IV. werden sollte. Auch die Herzogin von Osuna, die nach Rousseaus Vorlagen erzogen wurde, wird eine enge Vertraute von ihm.

    In dieser bewegten Zeit, in der auch die Ideale der französische Revolution in Spanien mehr und mehr populär wurden, wird der nunmehr 47jährige Maler von einer schweren Krankheit, die einen tödlichen Verlauf zu nehmen droht, mehrere Monate ans Bett gefesselt. Infolgedessen verliert er seinen Gehörsinn. Seine Bilder strahlen ab diesem Zeitpunkt eine düstere, grimmige und tragische Aura aus. Auch Geister und Hexen spuken durch seine Werke. Nur der König selbst schützt ihn vor der strafenden Hand der Inquisition. Durch seinen Malstil ließen sich Personen der Gegenwart dazu hinreißen, ihn als ersten Impressionisten zu bezeichnen. Robert L. Delevoy bezeichnet ihn jedoch als letzten „großen alten Maler“.

    Eine der wichtigsten Personen im Leben Goyas war die Herzogin von Alba, mit der er höchstwahrscheinlich eine Liebesaffäre unterhielt, wie man aufgrund eines Portraits, das er von ihr malte, erahnen kann. Nach dem Tod ihres Mannes verbringt sie mit dem Künstler viel Zeit in ihrem Besitzungen in Andalusien.

    Die Ablösung des spanischen Königs Karl IV. durch Joseph Bonaparte stürzt Spanien in tiefes Elend. Das Land auf der Iberischen Halbinsel teil sich in ein „Rotspanien“ und ein „Schwarzspanien“. Goya veranschaulicht diese Wirrnisse mit seinem gigantischen Meisterwerk „Erschiessungen des 3. Mai“. Er bezieht Stellung gegen die Franzosen und bricht in seiner Kunst mit dem Gebot der Schönheit. Er stellt die Dinge realistisch dar und man erkennt bei der Betrachtung seiner Bilder die Grausamkeiten, die die Geburt einer neuen Welt mit sich bringt.

    Nachdem die Franzosen das Land verlassen haben, besteigt Ferdinand VII. den Thron. Seine absolutistische Politik ist von der Verfolgung der Liberalen geprägt. Goya muss sich vor einem Tribunal verantworten, wird jedoch freigesprochen und erhält erneut öffentliche Ämter.

    Nach dem Tod seiner Frau 1812 vereinsamt der Maler nach und nach und zieht sich 1819 in ein Landhaus im Umland von Madrid zurück. Dieses Haus macht er zu einem einzigartigem Kunstwerk, indem er beginnt, die Wände als Malgrund zu verwenden. Das berühmteste „Wandbild“ ist wohl „Saturn seine Kinder verschlingend“. Nachdem im Januar 1820 erneut eine Revolte der Demokraten ausbricht, die Ferdinand VII. mit Hilfe von Ludwig XVIII. niederschlägt, wird sein Landsitz zu einer Zufluchtsstätte der Liberalen. Das lenkt erneuten Verdacht auf Goya, so dass er sich nach Frankreich ins Exil flüchtet.

    Dort arbeitet er unermüdlich bis zu seinem Tod weiter. In der Nacht zum 16. April 1826 verstirbt er. An den Rand eines begonnenes Bild, das sich auf seiner Staffelei befand, hatte er am Abend zuvor noch geschrieben: „Ich lerne immer noch...“


    Quelle:
    Robert L. Delevoy, Goya
     

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    Zuletzt bearbeitet: 10. November 2004
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  2. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Kein Stück zu lang! Goya ist einer meiner Lieblingsmaler, von daher könnts gerne noch länger sein :)
    Wenn einer digitalisierte Bilder der "Schrecken des Krieges" oder der Caprichios hat wärs schön wenn er sie hier anhängt.
     

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  3. Mercy

    Mercy unvergessen

    Da ich einer bin, kriegste, was de suchst:
    http://www.kommunicare.de/01_themen/014_kunst/014_1_goya.htm
     
  4. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Ich find sein ärgstes Bild ist der Saturn - eines der schrecklichsten Visionen der Kunstgeschichte!
    Großartig in seiner Entlarvung der Dargestellten ist auch das Bild "Karl IV und seine Familie". Der Stumpfsinn dieses Monarchen und die geile Machtgier der Königin sieht man auf diesem offiziellen Staatsporträt.
    Unglaublich auch die Chuzpe die dieser Künstler hatte! Die Königin hatte ja eine Verhältnis mit dem Marchese Godoy, der vom Lakaien zum eigentlichen Herrscher Spaniens aufstieg. Godoy ist auch auf dem Bild dargestellt - ganz links mit blau-weißer Schärpe. Und er sieht dem Kind an der Hand der Königin sehr, sehr ähnlich, kein Wunder, war ja auch von ihm!
    Und das muss man sich vorstellen - der Hofmaler des spanischen Königs malt den König nicht nur als Dodel, auf dem offiziellen Familienportait ist dokumentiert dass der Premierminister dem König Hörner aufgesetzt hat. Und das alles im absolutistischen Spanien des zu Ende gehenden 18. Jhdt.!
     
  5. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Hallo Goya- Fans !

    Der Marchese Godoy ist der Aufraggeber für dieses Bild :

    http://www.kommunicare.de/01_themen/014_kunst/nackte_maya.htm

    Die spanische Kirche verbot die Darstellung des unbekleideten menschlichen Körpers.
    Nach dem Tod des Auftraggebers,Godoy,wurde das gewagte Bild beschlagnamt.
    1814 mußte sich Goya dafür vor der Inquisition verantworten.
    Er erlebte die letzten Tage der Inquisition, die Ende des 18 Jahrhunderts mit den letzten Hexenverbrennungen und Ketzerprozessen in Europa zur Ruhe kam. Die Spanier litten am längsten und am schlimmsten unter den Gräueltaten der Kirche, die Goya in seinen Werken verarbeitete.

    Die Fratzen, die Lukrezia Borgia oben erwähnt und die gnadenlosen Portraits ,die Rovere hier anspricht, gehen teilweise auf die damals viel diskutierte Veröffentlichung von Johann Kaspar Lavater (1741-1801): "Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe" zurück. Sowohl das spanische Volk, als auch Adel und Hof konnten die zynisch-spitzen Aussagen der Bilder gegen Ende des 18. Jahrhunderts zweifelsfrei "lesen". Goya milderte seine beißende Kritik zunächst durch beigefügte Kommentare ab, übergab dann aber doch aus Angst vor der Inquisition 1803 dem König von Spanien die gesamten Druckplatten.
     
  6. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

  7. kobalt

    kobalt Neues Mitglied

    g

    Der Film "Goya in Bordeou" von C.Saura ist auch empfehlenswert.
    Die Grausamkeit des Krieges zeigen seine Grafiken. Kein Künstler hat vorher die Brutalität so dokumentarisch dargestellt.
     
  8. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Und jetzt stellt sich heraus dass dieses berühmte Bild, eine Ikone der Kunstgeschichte, wohl nicht von Goya selbst ist, sondern wahrscheinlich von einem seiner Schüler!

    Faszinierend dass ein derart berühmtes Gemälde wie der "Koloss" eine derartige Überraschung bereithält!!!

    Der "Koloss" ist wohl nicht von Goya
     
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  9. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Habt ihr sicher schon gehört, war es nicht auch hier im Forum ne Meldung?

    Es wurden Gemälde des Prado digitalisiert, wo man Details erkennt, die man nicht mal im Museum erkennen würde.
    Diese sind nun in der kostenlosen Software Google Earth anschaubar, man gelangt dort zu den Bilder, indem man nach der Eingabe von "Madrid, Prado" in die Suchleiste und auf das daraufhin erscheinende Prado-Symbol auf der Landkarte klickt.

    Wie das aussieht, seht ihr eindrucksvoll hier:

    YouTube - Masterpieces of the Prado Museum in Google Earth

    genauerer Blick auf die hohe Auflösung ab Minute 2:00.
     
  10. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    SUPERTIPP! Danke :yes::yes:
     
  11. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Faszinierend ist für mich noch viel mehr, dass nicht früher schon jemand die Urheberschaft am Gemälde in Zweifel gezogen hat. Oder ist das wieder was Aufgewärmtes, das schonmal zur Debatte stand? Die Argumente der Fachleute sind ja ziemlich stichhaltig und einleuchten.
     
  12. Mercy

    Mercy unvergessen

    Die Museen sitzen mittlerweile auf all diesen Fälschungen wie die Banken auf ihren toxischen Papieren. Leihen sie einander auch schon nichts mehr aus, weil sie ahnen, das eh die Hälfte Fake ist? Vielleicht sollten sie von den Bankern lernen und, parallel zur Bad Bank, von ihren Regierungen die Errichtung eines Bad Museums fordern, in das all die toxic paintings ausgelagert werden.
    Da gäbe es ein Stockwerk voller Warhol, einen Seitenflügel für all die Zahnarztpraxenfälschungen von Dalì und Miró und einen für das Gesamtwerk von Rembrandt, diesem angeblichen niederländischen Maler, von dem man mittlerweile annehmen darf, dass es ihn überhaupt nie gegeben hat: Rembrandts Gesamtwerk schmilzt seit Jahren wie der Schnee in der Sonne. Wurden ihm 1920 noch 750 Bilder zugeschrieben, so ging man 2000 davon aus, dass es 280 echte Rembrandts gibt. 470 Enthüllungen in 80 Jahren, geht das in dem Tempo weiter, wird 2047 der letzte falsche Rembrandt aus der Welt enthüllt.


    Goya-Fälschung im Prado - Ist ja kolossal - Kultur - sueddeutsche.de
     
  13. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Auf der Prado-eigenen Seite findet sich ein Text in der Art einer Seminararbeit zum Thema, leider nur auf Spanisch. Da außer der spanischen Website nur die englische mehr Inhalt zu bieten hat als "15 Meisterwerke" und Besucherinformationen, könnte es sein, dass der Text in einigen Tagen auch in englischer Sprache online ist. Aber das ist lediglich Spekulatius meinerseits.
    Museo Nacional del Prado: El Coloso y su atribución a Goya
    Interessant ist jedenfalls, das in einem Inventar von 1812 ein Bild mit der Zuordnungsnummer 18, welches im Inventar als El Gigante beschrieben wird, auftaucht. Man hat dies mit dem Coloso gleichgesetzt, aber der hat diese Zuordnung nicht (bei anderen Bildern ist sie aufgemalt). Der Gigant scheint dann jedenfalls ein unbekanntes Werk Goyas zu sein, wenn er nicht mit dem Koloss gleichzusetzen ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2009
  14. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    @ Mercy

    Ich war selbst vor ein paar Jahren in Dresden im Kupferstichkabinett in einer Ausstellung zu Zeichnungen Rembrandts, wobei daraufhin gewiesen wurde, dass in den letzten Jahrzehnten die ihm früher zugewiesenen Zeichnungen zusehends als Schöpfungen seiner Schüler erkannt wurden. Zeichnungen von Schülern oder Nachahmern wurden im Zuge der Ausstellung neben den, nun wirklich sehr wenigen, noch immer klar Rembrandt selbst zugeordneten Werken ausgestellt, auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit dem "Meister" hingewiesen. Das hat für mich natürlich nichts mit einem "Bad Museum" zu tun, da die Zeichnungen der Schüler mal mehr mal weniger genauso einzigartige Kunstwerke von hohem Wert sind. Für mich wäre es ein sinnvoller Schluss aus der Kunsthistorikerdiskussion, dass man einfach die Werke der Schüler, Nachfolger etc. nicht mehr so sehr in den Schatten der Meister selbst stellt. Dann ist das scheinbar "böse" Erwachen, wenn etwas als ein eben nicht originär einem Meister zuzuordnende Stück sich als solches herrausstellt, weniger drastisch. Und vielleicht wachen manche auf, die ehedem ja die Werke, die man einem Rembrandt, Goya oder Mengs zuschrieb, immer gelobt haben - sollten diese Kunstkritiker nicht anhand des früher ausgesprochenen Lobes erkennen, dass dieses für das Werk des Schülers genauso gerechtfertigt ist?

    Das Schöne an dieser Detektivarbeit ist natürlich, dass das wahre Wesen des Künstlers herraus gearbeitet wird. Viele Werke, die sozusagen als Ausrutscher galten, deren Betrachten zu der Annahme führten, dass auch ein Mengs sich mal bei aller Genialität in der Anatomie vertun kann, werden nun verworfen. Manch einem Meister wird diese Nachlese zu noch höherem Ruhm verhelfen, wenn die "Patzer" als eben nicht ihre Werke entlarvt werden.
    (Das betrifft ja nicht nur die erste Riege der Maler sondern auch die zweite und dritte.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2009
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  15. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Es wird gefälscht wie verrückt.
    Angesichts der Preise die die "Meisterwerke" erzielen kein Wunder.

    Aus einem ganz anderen Bereich: Es stehen heute mehr 300 SL Flügeltürer in Museen herum, als jemals gebaut wurden.
    Dasselbe gilt für etliche andere Typen, die schweres Geld bringen.

    Die Dinger wurden irgendwann gefahren, geht schon mal ein Motor kaputt, usw. Blech rostet, Restaurieren ist angesagt....

    Kann man lässig aus einem 15 neue Originale machen.
    Sind Millionen zu verdienen
     
  16. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Stimmt, man muss die Werke der Schüler eigenständig betrachten und darf ihnen ruhig gebührende Aufmerksamkeit zollen.

    Zumal man als Künstler (Maler oder Bildhauer) ja tatsächlich in die Lehre ging und am Beispiel des berühmten Meisters sich das Handwerk erarbeiten und eigene Sporen verdienen sollte.
    Ich denke, viele der heute als Kopien betrachtete Werke waren zu ihrer Zeit vielmehr Lehrstücke. Je näher ein Schüler an die Qualität des meisters kam, umso besser also für ihn.

    Das hat wenig damit zu tun, dass heute Bilder/Kunstwerke gefälscht werden, um damit Höchstpreise zu erzielen.
     
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  17. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    "Los desastros de la guerra" ist eine der ausdruckstärksten Anklagen gegen den Krieg, und kaum ein anderer Maler kann dabei mithalten.

    Mir fällt jedenfalls nur einer ein, der auch nur annährnd mit Goya mithalten kann, und das ist Jaques Callot mit seinem Zyklus aus dem Dreißigjährigen Krieg.
     
  18. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Einerseits ja, andererseits nein.
    Wie ist denn das?
    Wenn 1/4 eines Barock-Puttos alt ist, 3/4 neu, ist es eine Restauration, die "Fälschung" beginnt erst darüber. Oder, täusche ich mich?

    Bei dem "Goya", wette ich, werden jetzt lange Erklärungen zu lesen sein, dass das Werk in der Werkstatt des Meisters entstanden ist, Konzeption und Teile der Ausführung natürlich von ihm, nur nicht eben "ganz alles".:yes: Was aber "damals durchaus üblich" war.=)

    Setze schon mal meinen Hut:cool:
     
  19. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Gab in unserer Städt. Galerie letztes Jahr eine Ausstellung zum Thema:

    Ich habe einen signierten Hundertwasser-Druck und einen signierten Christo-Druck an der Wand hängen. Sollten die Signaturen gefälscht sein, ist zumindest nicht soviel kaputt.
    Ansonsten Gemälde regionaler lebender Künstler, wobei mir manches mal die Schamröte ins Gesicht steigt, im Prinzip können die bei den Preisen nicht viel mehr als Farbe und Leinwand kaufen. Keine Kunst die ihren Mann nährt.

    Hier wäre ein Ansatzfeld für die öffentliche Hand, da wäre des Geld sinnvoller angelegt, als in gefälschten Schinken längst vermoderter Meister.
     
  20. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Also ich dachte "unser" Land ist auch da recht umtriebig.:still:

    Ansonsten haben die Museen (z.B. was Rückkauf ehem. Gwemälde betrifft) auch bei älteren Meisterwerken klare Grenzen. Heute spielt doch ohnehin eher der Kultur- und Kunstaustausch eine Rolle, wenn es um große gemeinsame Ausstellungen geht, als der Ankauf ganzer Neuerwerbungen. Den Eindruck habe ich zumindest in Deutschland. (War ja jüngst z.B. in "Sturz in die Welt" in Hamburg. :yes: )
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Januar 2009

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