Grabsteinornament und Schriftqualität

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Hans forscht, 4. Juli 2013.

  1. Hans forscht

    Hans forscht Aktives Mitglied

    Hallo Forumskollegen,

    heute habe ich mal eine Bitte, bestehend aus zwei Fragen zu der angehangenen Grafik:

    1) Was bedeutet das Ornament am Kopf des Steins? Das gleiche Ornament findet sich auf mehreren Steinen aus dem 17. Jahrhundert von miteinander eng verwandten Personen in Dortmund.

    2) Angesichts des Alters der Grabsteine: Meint ihr, dass die Schriften nachgemeißelt sind? Ist es denkbar, das Sandstein nach so langer Zeit bei Wind und Wetter noch so gut lesbar ist? Hat hier jemand Erfahrung damit?
     

    Anhänge:

  2. Isleifson

    Isleifson Gesperrt

    Je nach der chemischen Zusammensetzung des Sandstein,ist das schon möglich das die Schrift überdauert hat.

    Zum Ornament-schau mal hier

    Sühnekreuze & Mordsteine
     
  3. buschhons

    buschhons Aktives Mitglied

    Hallo Hans, ich fände es naheliegend, dass dies eine Darstellung der aufgehenden Sonne ist, als Symbol für die Auferstehung der Toten/Verstorbenen.

    Gute Frage. Ich halte es durchaus für möglich, dass sich die Inschrift erhalten hat (ohne Nachmeiseln), wenn sie ursprünglich schon einigermaßen tief eingemeiselt worden ist. Es wird ja außerdem Sandgesteine von unterschiedlicher Qualität/ Härte geben. Aber ist nur meine Vermutung.
     
  4. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Ich kenne einen Grabstein aus rotem Sandstein, der noch ein halbes Jahrhundert älter ist. Schrift und Figuren sind noch gut erkennbar, aber lange nicht so gut wie auf "deinem". Mir scheint auch, dass die Schrift nachbearbeitet wurde. Dafür spricht aus meiner Sicht auch die Fehlstelle oben rechts Der Stein könnte aber auch irgendwo verbaut gewesen sein, wo er, mit Ausnahme der Fehlstelle, gut geschützt war.
     
  5. Hans forscht

    Hans forscht Aktives Mitglied

    Irgendwie komme ich mit dieser Frage bisher gar nicht weiter. Ich finde auch im Internet nichts so recht erhellendes.

    Kennt jemand möglichst alte Verwendungen für dieses Symbol? Vielleicht lässt sich so eingrenzen, was das sein kann.
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Man muss nicht immer hinter allem ein Symbol sehen und dann zwanghaft nach der Bedeutung suchen. Dennoch würde ich mich dem anschließen, was Buschhons geschrieben hat:

    Im christl. Selbstverständnis ist Christus a) das Licht der Welt und b) die Auferstehung und das Leben. Das Osterfest (Osten, Aufgang der Sonne) ist das Auferstehungsfest.
     

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