Haltbarkeit von Stabkirchen

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Mundschuk, 3. April 2014.

  1. Mundschuk

    Mundschuk Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    wir diskutieren schon seit Längerem über die Frage, wie im alten Russland/Skandinavien Stabkirchen haltbar gemacht wurden; teilweise bis zu 900 Jahre (bspw. Stabkirche Borgund)

    Lt. diversen Einzelquellen in Wikipedia wurde das Kiefernholz gegen Fäulniss geteert. War das generell so? Gibt es hierzu verlässliche Quellen außerhalb von Wikipedia?

    Danke und beste Grüße
    Mundschuk
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. April 2014
  2. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Hallo,

    Holz ist eigentlich fast unendlich haltbar, wenn es vor Feuchte und Insektenfraß geschützt wird. Wenn das Holz genügend trocken ist, wird es auch kaum noch von Insekten angefallen. Bei den Stabkirchen sind die meisten Hölzer durch Dachüberstände gegen Niederschlag geschützt. Exponierte Flächen sind mit Schindeln oder Verbretterungen bedeckt, die von Zeit zu Zeit erneuert werden müssen. Die Haltbarkeit der Bedeckungen hängt von der Holzart ab. Lärchenholz ist z.B. extrem haltbar und fault auch bei Feuchteeinwirkung nicht. Eiche ebenso.

    Traditionelle Arten Holz zu schützen wenn es im Kontakt mit dem Boden steht, sind ankohlen (nur bedingt wirksam) oder teeren. Das hält aber auch nicht ewig. Aus diesem Grund wurden bei Holzgebäuden die länger halten sollten, die Pfosten nicht eingegraben oder direkt auf den Boden gestellt, sondern auf Steinsockel gestellt. Pfosten aus Kernholz von Lärche oder Eiche halten aber auch im Boden sehr lange.
     
    1 Person gefällt das.

Diese Seite empfehlen