(Hanse-)Städte und der Adel?

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Bienenkönigin, 24. April 2011.

  1. Welches Verhältnis bestand zwischen der Mittelaterlichen Stadt und den Adelsleuten? Waren die Adligen mehr ein Phänomen des Landes?
     
  2. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Es gab auch in Hansestädten Adelige, als ein "Sonderfall der deutschen Geschichte" wie der Historiker percy Ernst Schramm schrieb, durften sie z. B. in Hamburg keine Ämter bekleiden oder sich als Senatoren wählen zu lassen. Die Hanseaten waren der Ansicht, dass sie Belobigungen, titel etc nicht nötig haben, weshalb es auch erst im 1. weltkrieg mit dem Hanseatenkreuz eine eigene Kriegsauszeichnung gab und Hanseaten wie helmut schmidt eher zurückhaltend Ehrungen entgegen nehmen, bzw entgegen nehmen dürfen.
     
  3. jschmidt

    jschmidt Neues Mitglied

    "Der adel dem purger tregt haß" - Klaus Graf hat 1998 unter dieser Überschrift ein schönes Referat gehalten über "Feindbilder und Konflikte zwischen städtischem Rittertum und landsässigem Adel im späten Mittelalter". [1]

    Er beschreibt den Konflikt als einen zwischen "drinnen" und "draußen". Der stadtansässige Adel hat in der Regel - unbeschadet der von Scorpio erwähnten, vom Lübecker Stadtrecht ausgehenden Schranken hinsichtlich der politischen Repräsentation - mit dem Bürgertum kooperiert.


    [1] Feindbilder zwischen Stadt und Adel
     

Diese Seite empfehlen