Hoffentlich mache ich mich jetzt nicht unbeliebt.

Dieses Thema im Forum "Kultur- und Philosophiegeschichte" wurde erstellt von Ralf.M, 7. Februar 2021.

  1. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Weil ich vor ein paar Tagen auch in den dann geschlossenen Thread mit den „Lügen“ geschrieben habe und jetzt einen Hinweis gebe.

    Mit großen Interesse sah ich mir gestern Abend bei „ZDFinfo“ an: „Die großen Lügen – Wie mächtige die Welt täuschen...“

    Wem es interessiert, dass Video (42 min) ist noch verfügbar.

    https://www.zdf.de/dokumentation/zd...n--wie-maechtige-die-welt-taeuschten-100.html

    Da ist von 7 großen Lügen in der Geschichte die Rede.

    Die 42 min sind m.E. gut investierte Zeit:

    1. Lüge: Hitler und Beginn II. WK,

    2. Lüge: Konstantinische Schenkung (Jahr 317),

    3. Lüge: Irak und Saddam Hussein,

    4. Lüge: Die Dolchstoßlegende,

    5. Lüge: Donald Trump,

    6. Lüge: W.U. und die Mauer in Berlin und

    7. Lüge: C. Kolumbus und seine Entdeckung runde Erde ein alter Hut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2021
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Du meinst Ingwios grobschlächtigen Werbeversuch? Da mach dir man kein'n Kopp!
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Februar 2021
  3. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Ich glaube eher, es geht um diesen Thread: Lügen, die die Welt veränderten
     
  4. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Richtig, diesen Thread meine ich.
     
  5. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Ist damit das berühmte "Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen" gemeint?

    Ich habe die ZDF-Sendung jetzt nicht gesehen, aber es würde mich interessieren, ob man denn zum gleichen Schluss wie meine Oma kam, als ich sie diesbezüglich fragte.
    Sie meinte nur kurz und knapp: "Ach, das hat schon damals keiner geglaubt".

    Gruss, muheijo
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich lernte Ende des letzten Jahrhunderts einen älteren Mann kennen, der aus der katholischen Jugendbewegung stammte. Der erzählte im Rahmen eines Vortrags, wie sie sich heimlich getroffen haben und dabei bloß nicht von der HJ erwischt werden durften. Die illegalen Treffen wurden dann als Hilfe junger Pfarrangehöriger beim Pfarrer oder so etwas getarnt. Derselbe Mann zeigte sich im Rahmen des Vortrags, der so um 1999 lief, noch immer davon überzeugt, dass Polen den WKII angefangen hätte. Der war gebildet, sicher kein Nazi, dazu viel zu sehr im Katholizismus verwurzelt und dennoch noch weit über 50 Jahre nach Kriegsende von Hitlers eigentlich doch so fadenscheiniger Lüge überzeugt. Vielleicht war das nötig um sein Selbstbild und sein Gewissen überein zu bekommen.
     
    muheijo gefällt das.
  7. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Ich bin mir auch nicht sicher.

    Wie historisch nachprüfbar (Wahrheit!?) ist eigentlich die Behauptung von A.H. die er am 01.09.1933 vor dem Reichstag von sich gab („... wird zurückgeschossen!...)?

    Ich glaube der Krieg gegen Polen war mit dem Hitler – Stalinpakt zwangsläufig und passte Beiden ins Konzept.
    Und Beide waren wohl sicher keine Friedensengel.
     
  8. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied


    Hitlers Rede vor dem deutschen Reichstag am 1. September 1939 – Wikipedia

    Der Krieg war in jedem Fall zwangsläufig. Auch weil Hitler gehofft hatte, dass er den Krieg zunächst "lokalisieren" könne.

    Problematisch an diesen Ausführungen ist, dass Hitler und Stalin in Bezug auf den Ausbruch des WW2 auf eine Stufe gestellt werden. Für Hitler war es der Beginn eines rassistisch motivierten Vernichtungs- und Eroberungskrieges. Für Stalin gab es die Option mit dem Westen gegen Hitler oder mit Hitler in der "Hinterhand" gegen wen auch immer, als "lachender Dritter". Bei einem wahrscheinlichen Krieg von Hitler gegen die Westmächte.

    Das hat absolut nicht mit "Friedensengeln" oder anderen irreführenden Beschreibungen zu tun

    Ansonsten ist die Politik von Hitler und die der anderen Mächte gut dokumentiert und ausführlich auch im Forum diskutiert worden

    wie beispielsweise hier:
    Die Rolle Polens auf dem Weg zum II. Weltkrieg

    NS-Außenpolitik

    Appeaser und Anti-Appeaser: Zum aktuellen Stand der wissenschaftlichen Diskussion


    Benz, Wolfgang; Graml, Hermann (1979): Sommer 1939. Die Grossmächte und der Europäische Krieg. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt (Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Sondernummer).
    Hildebrand, Klaus; Schmädeke, Jürgen; Zernack, Klaus (Hg.) (1990): 1939. An der Schwelle zum Weltkrieg. Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges und das internationale System. Reprint 2017. Berlin, Boston: De Gruyter
    Hofer, Walther (1960): Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges. Eine Studie über die internationalen Beziehungen im Sommer 1939. Mit Dokumenten. Frankfurt a. Main: Fischer
    Kordt, Erich (1948): Wahn und Wirklichkeit. Die Aussenpolitik des Dritten Reiches. Stuttgart: Union Deutsche Verlagsges.
    Overy, R. J. (2009): Die letzten zehn Tage. Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs 24. August bis 3. September 1939. 1. Auflage. München: Pantheon.
    Taylor, Frederick (2019): Der Krieg, den keiner wollte. Briten und Deutsche: Eine andere Geschichte des Jahres 1939. München: Siedler.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Februar 2021

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