Hülfe

Dieses Thema im Forum "Geschichtsmedien und Literatur" wurde erstellt von letztergisone, 26. Dezember 2013.

  1. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Ich hatte das gekürzte Wort am Ende als Kürzung einer Form von Dominus verstanden. Wie gesagt, kann ich es kaum lesen. Wenn es nicht der zornige Herr der Elisabeth ist, stimme ich Dir zu. Bei den Endungen hatte ich geraten.

    Könnte das nidritus heißen? (Hab' mich gerade der Bildschirmlupe entsonnen.)

    Edit: Zu spät. Ich denke, Du hast recht.
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ein einfacher waagerechter Strich ist das gängige Kürzungszeichen für <n> oder <m>. Kringel am Ende eine Wortes sind etwas komplizierter, sie können für -us oder -ur stehen, manchmal, dann sehen sie meist aus, wie ein um 90° gedrehtes m oder eine 3 für das angehängte -que.
     
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  3. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Normal schon, aber wenn ich raten muss...
     
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  4. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Danke, Danke, Danke!

    sowas wie hier,an Experten, trifft man nicht alle Tage.
    Kann ich nur meinen Hüt ziehen.

    en hesse
     
  5. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hintergrund der der ganzen Sache ist eigentlich die Zeitspanne 1231 bis 1263, hier in Hessen. Bin an der Ausarbeitung eines Vortrages dieser Zeitspanne im Bezug mit den Hohenfelser.
    Die Einschnitte der Jahre unter Konrad Rasphe 1231 - 1234, sein Eintritt in den Deutschen Orden, 1238 - 1241 Hermann als Landgraf von Hessen, Heinrich Rasphe und der Übernahme Sofies, bis hin zu den Langsdorfer Verträgen.

    ne hesse
     
  6. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Scheinbar ist nun alles klar.
    Frage trotzdem mal nach... :)

    Wer sind denn nun die 3 hübschen Reiter von links nach rechts?
     
  7. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo Ralf,

    der erste ist Ludwig, der Rest kein Ahnung. Offen und Ehrlich.

    en hesse
     
  8. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Stop,

    ist es nicht das Mainzer Rad am Ende der Stange.
    Und warum hält Person 3 einen Teil der Bekleidung von Person 2??

    keine Ahnung, en hess
     
  9. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Das Mainzer - oder das Erfurter Rad?
    Ich dachte, es müsste das Erfurter Rad sein.

    Jedenfalls, auf Deinem Bild hat dieses Rad 6 Speichen und das haben beide.
    Im Jahre 755 wird ja das Bistum von Erfurt mit Mainz vereinigt.

    Vielleicht hilft uns die Wartburg Stiftung weiter.
    Kann ich mal dieses Bild dahin schicken?
     
  10. buschhons

    buschhons Aktives Mitglied

    Ich schätze, Person 3 (unterm Rad) hält nur seine Zügel i. d. Hand.
     
  11. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo Ralf,

    klar kannst du das Bild weitergeben.
     
  12. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Da ging aber schnell.
    Hier mal die Antwort von der wissenschaftlichen Abteilung der Wartburg, in Person Herr Schwarz (Text anklicken):

    Wartburg 2.jpg
     
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  13. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Es scheint also unklar zu sein, ob die mittlere Person ein Knappe oder eine Frau, vielleicht Elisabeth, ist. Ich halte ersteres für wahrscheinlicher: Wieso sollte Elisabeth den abgenommenen Landgrafenhelm schultern? Das wäre doch eher eine Aufgabe für den (anderen) Knappen links.
     
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  14. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Herzlichen Dank!
     
  15. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Mal kurz zusammen gefasst:

    Die Kinder der Heiligen hießen nach den Großeltern. Landgraf Hermann I. war ein bedeutender Fürst, aber skrupellos auf die Förderung der thüringischen Territorialinteressen bedacht; seine Schaukelpolitik im deutschen Thronstreit zwischen Welfen und Staufern hatte nicht ihresgleichen. Er gehörte zu den Gründern des Deutschritterordens, förderte die höfische Kultur und baute die Wartburg aus. Im Alter verfiel er in Wahnsinn. Erst sechs Jahre nach seinem Tod wurde der einzige Enkel im Mannesstamm geboren und nach ihm benannt. Gertrud, die Jüngste, erhielt den Namen von Elisabeths Mutter, der deutschblütigen Gemahlin des Königs Andreas von Ungarn. Diese Fürstin stammte aus dem Hause der Herzöge von Andechs-Meranien; sie erregte bei den Magyaren durch Verschwendungssucht, die Neigung zu Intrigen und die völkische Überheblichkeit solchen Hass, dass man sie 1213 ermordete. Ihr Töchterlein Elisabeth war damals gerade fünf Jahre alt, befand sich aber gar nicht mehr im Umkreis der Mutter, sondern wurde schon seit zwei Jahren in Thüringen für eine spätere Ehe mit dem Erben der Landgrafschaft erzogen; das Hochzeits-Projekt war zu einer Zeit ausgehandelt worden, als Elisabeth noch kaum geboren war.

    So haben die Kinder der Heiligen von den vier Großeltern nur die Großmutter von väterlicher Seite leibhaftig kennengelernt: Sophia d. Ä., die Tochter des bayerischen Herzogs Otto I. Sie hatte schon Elisabeths Jugend überwacht; das kleine Mädchen, das ihre Schwiegertochter werden sollte, dankte es ihr mit Vertrauen und Zuneigung. Als sich Elisabeth ausschließlich ihrer karitativen und religiösen Tätigkeit widmete, wusste sie, dass die drei Kinder, welche sie geboren hatte, nicht ins Leere fallen mussten; die Schwiegermutter, die schon an ihr Mutterstelle vertreten hatte, würde für Hermann, Sophia d. J. und - aus der Entfernung - für Gertrud, die kleine Nonne, in aller Liebe sorgen. So geschah es auch - vielleicht nach einer ganz kurzen Zwischenzeit, in welcher sie die Verlassenheit Elisabeths teilten; doch spricht eigentlich alles dafür, dass es sich bei der Tradition, die solches berichtet, eher um eine zwar rührende, aber falsche Ausschmückung der frühzeitig wuchernden Legende handelt. Die „Nestwärme" empfingen die zwei älteren Geschwister jedenfalls von der treusorgenden Großmutter, die jüngere Schwester in ihrem Konvent. Zwei Jahre nach der Heiligsprechung Elisabeths starb Sophia d. Ä. mit sechsundsechzig Jahren. Ihr Tod bedeutete für die Kinder einen schmerzlicheren Verlust als derjenige ihrer leiblichen Mutter. Man muss diese problembeladenen Verwandtschaftsbeziehungen mitbedenken, wenn man die mütterliche Unbedingtheit, welche Sophia d. J. in späterer Zeit bewies, richtig einschätzen will.

    gibt es noch andere Quellen zur Kindheit?

    en hesse
     
  16. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo,

    kann nur jeden das Buch, in Bezug auf die Bildung der Landgrafschaft Hessen, "750 Jahre Langsdorfer Verträge" empfehlen.
    Manch mal nicht ganz einfach zu lesen, aber super an Infos und Aussagen.

    en hesse
     
  17. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Ähem,halten zu Gnaden,aber wenn man das Rad als Teil des Helms (Helmzier) sieht,dann war das auf dem Bild nicht der Helm des Landgrafen
     
  18. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Wiedermal ich der Hülfe braucht:

    1226. Gunzelinus, abbas S. Albani, interfuit compositioni factae inter Reinherum, decanum, S. Stephani ex una, et Gumpertum militom de Bidencap et Wolpertum ex altera parte, super jure patronatus curia et quatuor mansis in Amenouwe et bonis in Steinreshusen super decirmis in Amenouwe.
    Joannes, Rer. Mogunt II, p. 759.

    Danke

    en hesse
     
  19. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Gunzelinus der Abt von Sankt Alban nahm an einer Zusammenkunft(? die ÜS erschließe ich aus dem Sinn, compositio ist eigentlich was anderes) teil zwischen dem Dekan Rainer von Sankt Stephan aus dem einen und Gumpert, einem Ritter (militem?) aus Bidencap und Wolpertingen aus dem anderen Gebiet über das Herrenrecht über den Hof und die vier Mansen in Amenau und die Güter in Stein()hausen über ??? in Amenau.

    Ist das aus einen Textscan? Bitte noch mal im Original nachlesen...
     
  20. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Danke, Danke, Danke

    bin auf der Suche nach dieser Urkunde.
    Sollten deine Wege mal Oberhessen streifen, Brot, Wurst und Bier stehen bereit.

    en dankbarer hesse
     

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