Inszenierung "Der Räuber" von 1926 durch E. Piscator

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von schmetterling, 9. März 2008.

  1. schmetterling

    schmetterling Neues Mitglied

    Wer kann mir helfen bei der Beantwortung der Frage:
    Warum war die Inszenierung "Der Räuber" 1926 auch eine politische Frage ? :confused:
     
  2. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Kannst du uns noch in paar Hintergrundinfos geben? In welchem Land und in welcher Stadt wurden die Räuber damals inszeniert? Wer ist die Piscor? Was ist seine politische Einstellung?

    An sonsten schlage ich vor, dass du die politischen und gesellschaftlichen Aussagen des Theaterstücks mal aufschreibst. Meines Wissens wurde das Stück zur Zeit der Restauration bereits von der Zensur arg zusammengestrichen. Es hat also auf jeden Fall eine politische Aussage, die den Fürsten jener Zeit unangenehm war.
     
  3. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Wahrscheinlich wegen des Zusammenhangs mit dem sog. "Schmutz und Schundgesetzes"

    Schmutz- und Schundgesetz - Wikipedia

    Aus einer Rezension von Heike Adamskis "Diener, Schulmeister und Visionäre. Studien zur Berliner Theaterkritik der Weimarer Republik": "Jessner schrieb im Oktober 1926 an Alfred Kerr, er habe bewusst die aktivistischen „Räuber“ wie auch die „Lulu“ gegen die sich immer breiter machende Kunst-Reaktion auf den Spielplan gesetzt, als einen Beitrag zum Kapitel „Schmutz und Schund“.
    Diener, Schulmeister und Visionäre. Studien zur Berliner Theaterkritik der Weimarer Republik - www.theaterforschung.de
     
  4. schmetterling

    schmetterling Neues Mitglied

    Hallo, hier ein paar Zusatsinfo, "Die Raüber" von Friedrich Schiller wurde 1926 von Ernst Piscator 1926 im Deutschen Staatstheater Berlin aufgeführt.
    Aber erstmal danke, dass du dich gemeldet hast.
     
  5. schmetterling

    schmetterling Neues Mitglied

    Hallo floxx78, hab Dank für deine Hilfestellung. Es hat mich insofern etwas weiter gebracht mit der Beantwortung , der mir gestellten Frage.
     
  6. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    bitte schön nicht Ernst, sondern Erwin! Zu den Räubern gibt es ein Kapitel in Günter Rühles Buch "Theater in Deutschland 1887 - 1945" die wichtigen Kritiken sind in seiner Anthologie "Theater für die Republik" gesammelt, teils auch in Kletts Erläuterungen:
    Amazon.de: Die Räuber: Friedrich von Schiller,Ralf Sudau: Bücher
    . Piscator strich das Stück drastisch zusammen und stellte als zentrale Figur Spiegelberg in den Mittelpunkt, dem er die Maske Trotzkis gab und der die "Rote Fahne" in der Tasche stecken hatte.
     
  7. schmetterling

    schmetterling Neues Mitglied

    Hallo Tannenhäuser, Du hattest Recht mit Erwin und nicht Ernst. Sorry
    Werde mich als schlau machen und mir das Buch aus der Bibliothek aussleihen. Danke
     

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