Kohle, Koks und Öl in Antike und Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Gegenkaiser, 17. November 2008.

  1. Gegenkaiser

    Gegenkaiser Gesperrt

    Wurden Kohle, Koks und Öl bereits in der Antike und im Mittelalter als Brennstoff verwendet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2008
  2. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Ich denke mal Du meinst Steinkohle nicht holzkohle

    Antike SteinKohle + Koks Nein.
    Erdöl als Schmier+Dichtmittel ja, ob verbrannt weiß ich jetzt nicht. Denke aber vermutlich nur in sehr geringem Ausmaß. Wenn überhaupt.

    Mittelalter SteinKohle ja.
    Koks erst Ende 18. Jahrhundert.
     
  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich habe vorhin mal die Naturalis Historia überflogen. In den letzten Büchern kommt der Begriff "Kohle" relativ häufig vor. Häufig auch in Kombination mit anderen Begriffen, dass ich annehme, dass es sich hierbei um Spezifikation von Kohle handelt. Wenn Du Dir also die Mühe machen willst, zu übersetzen:
    LacusCurtius ? Pliny the Elder's Natural History
     
  4. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Die Feuertempel im alten Persien wurden wohl öfter über natürliche Naphta-Quellen gebaut.
    Feuertempel ? Wikipedia
    Kohle kannte man sicher auch, aber da Steinkohle schwer entflammbar ist, verwendete man üblicherweise in der Verhüttung und beim Schmieden Holzkohle,
     
  5. Guntbot

    Guntbot Gast

    Steinkohle befindet sich ziemlich tief im Boden,wenn sie kohle kannten kann es sich eigentlich nur um die jüngere Braunkohle gehandelt haben,die findet manmit Glück schon in 3m Tiefe
     
  6. Tekker

    Tekker Gast

    Aber doch nur, weil das weiter oben schon alles weg ist, oder nicht? :confused:
     
  7. Guntbot

    Guntbot Gast

    eher oder nicht
    Steinkohle ist wesentlich älter als Braunkohle,tausende von Jahren,deshalb liegt sie ja wesentlich tiefer,aus Braunkohle wird wenn genügend Zeit ins Land
    zieht und dem entsprechend Erde abgelagert wurde Steinkohle
    man könnte auch scherzhaft sagen die Braunkohle ist der jüngere Bruder der Steinohle
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Auch Steinkohle kommt in oberflächenahen Schichten vor. Ein Grund warum Kohleförderung in Deutschland immer teurer wird ist, dass die erdoberflächennahen Flöze schon abgebaut sind.
     
  9. Guntbot

    Guntbot Gast

    was ist für dich erdoberflächennah,10m oder erst 80m ?
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Na, bis an die Erdoberfläche.
     

    Anhänge:

  11. Guntbot

    Guntbot Gast

    soviel ich weiß wird und wurde Steinkohle in Deutschland nur untertage abgebaut Braukohle jedoch fast ausschließlich imTagebau
     
  12. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Ich dachte immer in Verbindung von Kohle und Koks wird Braunkohle verwendet zum verkoken. Aber dazu ist auch Technologie notwendig, die es in der Antike nicht gab.
    Oder irre ich mich?
     
  13. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Beides wäre problematisch, wenn ich mich an einige Gespräche mit Hydrogeologen erinnere (vom Abbau habe ich ansonsten keine Ahnung :pfeif:).
    Bereits bei 10 m dürfte man kaum annehmen, dass solche Vorkommen entdeckt werden können, wenn nicht die Schichten zufällig bis an die Oberfläche reichen. Steinkohle nun an der Oberfläche?

    Bei 80 m wird ein Abbau theoretisch nur im Gebirge möglich sein; selbst da ist die Wasserhaltung ein Problem der Tiefe, weil alle Stollen früher oder später absaufen. Aushöhlungen kann ich mir deswegen eigentlich nur an der "Oberfläche" bis einige Meter unter GOK vorstellen, eben wegen der Grundwasserprobleme.

    Zum Beispiel hier:
    Bergbau und Metallgewinnung auf der Insel Thasos ? Wikipedia

    Sehe ich auch so.
     
  14. Guntbot

    Guntbot Gast

    Braukohle findest du bei mir zuhause,Borken/Hessen,in wenigen metern Tiefe wurde bis 1988 in großen Tagebauen gefördert,sie ist nicht so hart und trocen wie die Steinkohle man kann sie aber auch ohne sie zu Kokszu verarbeiten in Stücken verbrennen
     
  15. Tekker

    Tekker Gast

    Meine Frage war eigentlich rhetorisch. :p

    Du hast insofern Recht, als daß die Entstehung der Steinkohle weit unter der Erde stattfindet. Und auch, daß Braunkohle der "kleine Bruder" ist, also mal Steinkohle werden will. (Der "große Bruder" ist dann der Diamant.)
    Allerdings gelangt Steinkohle durch Erdfaltung dann wieder bis an die Oberfläche, s. dazu auch die bei El angehängten Grafiken. ;)

    Edit: Das Nesthäkchen der Famiele wäre der Torf. :D
     
  16. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Das ist die Rohbraunkohle. Haben wir in der DDR auch verheizt. Sie hat aber weniger Brennwert wie normales Holz. Um richtig Energie rauszuholen, musste sie verkokt werden.
     
  17. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Nebenbei, bei Bibel-online findet sich Folgendes:
    "Jesaja 6,6: Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm,..."

    Dabei dürfte es sich mangels damals bekannter Vorkommen im Nahen Osten um Holzkohle gehandelt haben.

    Zu den Römern im Geschichtsforum ein Hinweis auf einen Beitrag von Bartels:
    http://www.geschichtsforum.de/65895-post1.html
    Dort im Anhang, Seite 9, wird Steinkohleabbau der Römer vage vermutet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. November 2008
  18. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Wieso nicht Holzkohle?
     
  19. Guntbot

    Guntbot Gast

    bei uns gabs kein Holz rund uns Dorf waren Tagebaue,die Kohle wurde kleingeschlagen und getrocknet und dann mittels Schippe in den Brennofen
    im Keller befördert
     
  20. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Sorry, natürlich + genau das war gemeint. Ist schon verbessert.
     

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