Kryptographie und Steganographie im Altertum

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von schwedenmann, 13. Juli 2013.

  1. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Hallo

    Welche Beispiele für obige Verschlüsselungen im Altertum kennt ihr neben den folgenden:

    1. Ein Bote wird als Jäger verkleidet und ihm wird ein erlegter Hase beigegeben, die eigentliche Botschaft liegt im Bauch des Hasen.

    2. Man scheert den Kopf eine Sklaven, schreibt (tätowiert) die Botschaft auf die Kopfhaut, läßt das Haar wieder wachsen und schickt ihn dann zum Empfänger, der ihm den Kopf scheert und die Botschaft lesen kann.

    3. Skytale

    4. nach Herodot warnte Damaratos Sparta per Steganographie (hier wurde einem Wachtäfelchen der Wachs entfernt, die Botschaft auf das Holz graviert und dann wieder Wachs daraufgegossen).

    5. Polybios Chiffre

    6. Aineias Taktikos
    Chiffrierung bei der Vokale duch Punkte ersetzt werden
    Botschaft zwischen Sohle und Fütterung des Schuhs
    Buchtexte sollen unauffällig markiert werden

    7. Caesar-Code = Vignier-Chiffre (ist hoffentlich korrekt geschrieben, hab das jetzt nachgeprüft) = Verschiebeschlüssel

    gibt es noch mehr Beispiele ?

    mfg
    schwedenmann

    P.S.
    Kryptographie, Steganographie ist auch was die hist. Entwicklung angeht, ein sehr interessantes Thema, nicht nur aktuell.
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Passt zwar nicht hundertprozentig, aber auch eine verschlüsselte Übermittlung einer Botschaft:
    Eine nette Geschichte findet man bei Livius über die Einnahme der Stadt Gabii: Sextus Tarquinius, ein Sohn des römischen Königs Lucius Tarquinius Superbus, zerstritt sich zum Schein mit seinem Vater und ging nach Gabii ins Exil. Der Plan war, die Stadt irgendwie den Römern in die Hände zu spielen. Nachdem er in Gabii zu Einfluss und Ansehen gelangt war, schickte er einen Boten an seinen Vater, um ihn nach der weiteren Vorgangsweise zu fragen. Da der König dem Boten nicht traute, ging er mit ihm nur schweigsam spazieren und schlug dabei mit einem Stock die Köpfe der Blumen ab. Der Bote konnte sich darauf keinen Reim machen und erzählte dem Sextus vom seltsamen Verhalten des Königs, aber Sextus verstand die Botschaft: Er solle die führenden Köpfe Gabiis ausschalten.
     

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