Kunst und Kultur im Kaiserreich

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von Gast, 3. April 2004.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo ihr Lieben,
    Ich für suche für Geschichte möglichst viele Informationen zur bürgerlichen Kunst(Architektur, Malerei...)von 1871-1918.
    Vielen Dank im Vorraus.
    Tina
     
  2. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Epochal gesehen ist das im Großen und Ganzen Gründerzeit und Jugendstil, ein gutes Kunstlexikon hilft da auf jeden Fall weiter ;-)
     
  3. askan

    askan Neues Mitglied

    Bis auf den Judendstil ist diese Zeit für mich der Inbegriff des Spiessbürgertums. Biedermeier.
    der neue Geo-special, Deutschland um 1900, ist sehr aufschlussreich über das Thema.
     
  4. askan

    askan Neues Mitglied

    ein Roman der den Niedergang dieser Epoche beschreibt wurde von Jaroslav Hasek geschrieben mit dem Namen "die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk". Geschichtswissen, sozialkritisch und zum schmunzeln.
     
  5. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Ok, ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht, ich bin ja Schülerfreundlich vernanlagt:

    Musik (vor 1900): Oper mit Verdi (in der Kaiserzeit entstanden Aida, Othello und Falstaff), wobei Verdi aufgrund der Thematiken seiner Opern eher in den auslaufenden Historismus fällt
    Musik und Kunst(um 1900): Impressionismus (Malerei, Monet, Manet, etc., Musik Debussy, Skrajabin, Ravel)
    Wesentliche Merkmale des I. in der Kunst:
    unmittelbarer Eindruck, das "echte Leben" es werden bspw. Prostituierte, Bardamen, Bettler, Süchtige etc. so gemalt wie sie wirklich aussehen und nicht mehr romantisch verklärt, wie bspw. noch von Waldmüller in der "Klostersuppe", das nur 50 Jahre früher entstand. Auch Akte werden in natürlicher Umgebung (z.B. auf einem Bett liegend, in der Badewanne, o.ä.) dargestellt und nicht mehr ganz ohne hintergrund wie "Das Pelzchen" von Rubens, oder in einer verklärten Himmelswelt. Ich spreche hier nur von Malerei, da Bildhauerei als Kunst in dieser Zeit nicht so "in" war.
    Merkmale des I. in der Musik:
    differenzierte Klangfarben, freie formale Gestaltung, verwischte Melodische und rhythmische Konturen, frei schwebende Akkorde (keine feste Tanoalität mehr), verwendung der Pentatonik (Tonleiter ohne Halbtöne). Der musikalische Impressionismus entstand als Gegenbewegung zu den Wagnerianern.
    Architektur: Zur Jugendstil-Architektur, schast dir am besten Mal Bilder von Wien an: Secession, Majolikahaus, sind die Paradebeispiele von Jugendstilarchitektur.

    Mehr kann ich dir leider nicht helfen, zur Gründerzeit weiß ich so gut wie nichts (max. hätte ich noch Infos zur Kostümgeschichte). Ich hoffe, das hilft erstmal.
     
  6. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Naja , das Biedermeier hat doch nicht mehr ganz bis 1871 gedauert...

    aber das LEMO hilft wie gewohnt weiter: http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/kunst/
    => Historienmaler, Die Berliner Secession, Der blaue Reiter, Die Brücke, Gerhard Hauptmann, Thomas Mann - Musik, Literatur, Kunst und Archietektur. Da findest du sicher eine Menge Stichworte zum Googlen....;)

    Zum Lesen ist denke ich "Bürgerliche Kultur und künstlerische Avantgarde" von Wolfgang Mommsen als Einführung nicht schlecht, oder Thomas Nipperdey: Wie das Bürgertum die Moderne fand, Berlin 1988...

    Man vergißt sehr leicht, dass die Moderne in Kunst und Literatur noch vor dem ersten Weltkrieg begann, so unglaublich es auch ist. Aber Franz Marc ist im ersten Weltkrieg gestorben, Trakl auch, Schiele und Klimt 1918, (ich werde gerade wehmütig ;) ) ...
     
  7. askan

    askan Neues Mitglied

  8. Rovere

    Rovere Premiummitglied

    Das verkürzt den Blick auf die Epoche ein bisserl. Ich würde meinen daß die Zeit die die Kunst des Historismus in Bauch und Bogen verdammt hat endgültig vorbei ist. Es entstanden damals (wie in jeder Epoche davor, danach und bis in die heutige Zeit) einige Meisterwerke und sehr viel Schund. Nehmen wir als Beispiel die Architektur die versuchte Tradition und Innovation zu vereinen. In den 1870 und 80er Jahren las die Architekten noch ihren Vitruv und Palladio, studierten die Ruinen der Antike und die Kathedralen des Mittelalters. Sie experimentierten aber genauso mit den neuesten und modernsten Materialien ihrer Zeit - Eisen und Glas. Es entstanden damals wunderbare Bauwerke die einerseits in hoher kunsthandwerklicher Tradition standen, andereseits bautechnisch uptodate waren. Es wurden ja die alten Stile nicht einfach kopiert sondern interpretiert bzw. neu gedeutet. Eine neugotische Kirche sieht ja nicht wie eine gotische aus - sondern hat ihre eigen kunsthistorische Bedeutung und Berechtigung als neugotische!
    Dieser Rückgriff auf ältere Stile wurde ja schon immer gemacht, sei es jetzt die Renaissance oder klassizisitsche Architektur. Sehr originell übrigens (und zu Unrecht kaum bekannt) ist auch die sog. "Barockgotik" in Böhmen
    http://www.zamky-hrady.cz/5/zelena_hora-d.htm

    Als dann aber ab 1890 ein neuer Stil aufkommt - der Jugendstil - bzw. ab 1905 die Vorläufer des Bauhaus (Otto Wagner Postparkasse Wien oder Adolf Loos) zu bauen beginnen, ist die Zeit des Historismus eigentlich schon vorbei und dann entsteht wirklich nur mehr pompöser, spießiger Mist.

    Punkto Musik fehtl natürlich DER zentrale Name dieser Zeit - der reife Richard Wagner! Der Ring wird damals vollendet, die Festspiele gegründet, Wahnfried errichtet und Parsifal entsteht.
     
  9. Mercy

    Mercy unvergessen

    Was natürlich auch fehlt, ist die Literatur. Der Realismus des späten Fontane, der Naturalismus des frühen Gerhard Hauptmann - die Programatiker der jeweiligen Richtungen, Holz z.B. müssen mit einbezogen werden - der Symbolismus usw. Es lohnt sich, mal eine Literaturgeschichte (wieder) zur Hand zu nehmen.
     
  10. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Das ist ja eine tolle Kirche, ich bin total fasziniert!!! Gibt es mehr davon? Ansichten der Grundrisse? Ein Buch? Na, da werd ich mal auf der Uni nachschaun...
     
  11. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    bürgerliche Kunst

    Ist die Frage nach der bürgerl.Kunst auf das deutsche Kaiserreich beschränkt, oder soll hier das letzte Drittel der mitteleurop. Epoche kunstgeschichlich unter die Lupe genommen werden. :rolleyes:
    Eine Impressionistenaustellung 1874 in Paris entfaltete erst im Lauf der Zeit ihre Wirkung auf das Bürgertum . Die Künstler selbst lebten meißt außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft, während z.B. R.Wagners Ring-Trilogie gesellschaftspolitisch brisant war ,er selbst aber in den 1870`er Jahren schon einigermaßen verbürgerlicht war, jedenfalls im Vergleich zu seinen Revoluzzerjahren. :eek:
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. April 2004
  12. Tänze im Kaisertum

    Hallo, ich haber versucht infos zu den beliebtesten tänze im kaiserreich/zu den tänzen, die vorallen bei dem bürgertum in mode waren zu bekommen-habe leider pech gehabt.bitte helft mir.vielen dank.
     
  13. Hamilkar

    Hamilkar Neues Mitglied

    Wenn du so um 1900 meinst, würde ich auf Foxtrott tippen, aber ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung.
     
  14. Mercy

    Mercy unvergessen

  15. Gast

    Gast Gast

    Kunst im Kaiserreich

    hi ihr lieben bitte helft mir schnell...ich benötige viele infos zur kunst im kaiserreich(architektur,literatur) nach den kriegen.ich muss einen vortrag in der schule über dieses thema halten.Viele bücher sind schwer verständlich!Was soll ich tun ??Helft mir bitte
    danke...
     
  16. Hamilkar

    Hamilkar Neues Mitglied

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