Kurland - welche Rolle spielte die russische Ostseeprovinz im Reich und in Preußen.

Dieses Thema im Forum "Das Deutsche Kaiserreich" wurde erstellt von Arnaud28, 13. Mai 2022.

  1. Arnaud28

    Arnaud28 Aktives Mitglied

    Kurland war früher selbstständig, geriet dann aber nach der polnischen Teilung an das russische Reich.
    A ber es war ein wichtige Region der Baltendeutschen.
    Um 1867 waren 42% der Bewohner Rigas muttersprachliche Deutsche.

    Gab es eine besondere Verknüpfung mit Kurland? Wurde die Provinz besonders beachtet?
    Was wisst Ihr? Herzlichen Dank für Eure Hilfe.
     
  2. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Riga gehört, was die historischen Landschaften betrifft, eigentlich überhaupt nicht zu Kurland, sondern zu Livland.

    Es war eben diejenige der historischen Landschaften aus der Deutschordenszeit, die den preußischen Provinzen noch am nächsten lag.

    Die bedeutenden städtischen Zentren, was die deutsch-baltische Kultur angeht, dürften eigentlich eher in den anderen historischen Landschaften vor allem Livland und Estland liegen.
     
  3. Arnaud28

    Arnaud28 Aktives Mitglied

    Man findet ja immer diesen Spruch, dass die Universität Dorpat eine gewisse Rolle gespielt hat.

    Ich habe bei der obigen Zahl vergessen zu erwähnen, dass zu den muttersprachlichen Deutschen auch noch die jiddische Gemeinde zu addieren ist.
     
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  4. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Für die Pflege der Deutsch-Baltischen Kultur sicherlich. Aber analog zu Riga hat auch Dorpat (heute Tartu, Estl.) nicht viel mit Kurland zu tun.
    Das ist im Bezug auf die historischen Landschaften des Baltikums dann auch wieder Livland.

    Die städtischen Zentren, wenn man so will, Kurlands, waren eigentlich Mitau (Jelgava), Windau (Ventspils) und Libau (Liepaja).

    Mit Abstrichen vielleicht noch Pilten (Piltene) und Goldingen (Kuldiga).

    Das sind aber bis auf Mitau (Jelgava) auch unter den Bedingungen der damaligen Zeit alles kleinere Ortschaften gewesen.
    Libau (Liepaja) und Windau (Ventspils) mag man als Hafenstädten noch eine gewisse überregionale Bedeutung beimessen können und Windau (Ventspils) und Goldingen (Kuldiga) als ehemaligen Hansestädten noch eine gewisse stärkere Verbindung in den deutschsprachigen Raum.

    Ansonsten lagen die größeren deutsch-baltischen Zentren aber wie gesagt, eigentlich außerhalb des historischen Kurlands.

    Riga, Wenden, Pärnau und Dorpat liegen im historischen Livland, Reval (Tallin) im historischen Estland, Dünaburg im historischen Lettgallen.
     
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