Leben in der Zeit von Edward 1.

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Dan26, 23. August 2009.

Schlagworte:
  1. Dan26

    Dan26 Neues Mitglied

    Hallo,

    ich hoffe ich bin hier richtig und ihr könnt mir helfen.
    Ich brauche ein paar Informationen über das Leben in der Zeit von Edward 1. um ca. 1265.
    Wie war die Bildung früher? Gingen die Menschen in die Schule?
    Welche art von Kunst,Musik und Literatur gab es? Welche Gewohnheiten hatten die Menschen damals?
    Gab es mehr reiche oder arme Menschen? Und wie war die aufteilung der arbeit? Hat nur der Mann gearbeitet?

    ich hoffe ihr könnte mir helfen.
    Danke im Vorraus.
    P.S: habe die Suchfunktion schon benutzt, habe aber nichts gefunden.
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Schulen in dem Sinne, wie wir sie verstehen, gab es nicht. Es gab Klosterschulen, die aber waren für die Novizen der Orden gedacht, nicht für eine im MA sowieso nicht exitente "Öffentlichkeit".
    Im islamischen Raum dienten die Moscheen als Schulen, wo man sich einem Lehrer anschließen konnte. Wenige Zeugnisse berichten auch davon, dass Adelige unterrichtet wurden. Wobei das im 13. Jahrhundertschon sehr vile mehr gewesen sein dürften, als in früheren Epochen des MA

    Kunst (lat. ars/artis) war nach mittelalterlichem Verständnis 'Handwerk'. Es gab die septem artes liberales, das waren Vorläufer der Wissenschaften, aufgeteilt in Trivium und Quadrivium, wobei im Trivium sprachliche (Grammatik, Rethorik, Dialektik) im Quadrivium mathematische Fächer (mit Musik und Astronomie) vorherrschten. Das ist dann aber auch eher das, was in Klosterschulen gelehrt wurde. Kunst nach unserem Verständnis waren z.B. Buchmalerei, Architektur und Bildhauerei. Letztere beiden Formen gehören im Mittelalter unbedingt zusammen (Kirchen, Paläste).
    Was das musikalische angeht, gab es zunächst einmal die geistliche Musik, Choräle z.B., aber eben auch weltlich augerichtete Musik.
    Die galizischen Cantigas de Santa María verbinden Buchmalerei, Dichtung und Musik: http://uy.kalipedia.com/kalipediame...8/22/musica/20070822klpartmsc_252.Ies.SCO.jpg
    In der Literatur herrschte als kleine Form die Liebeslyrik vor, Minnesang und Troubadoures, und es gab die epische Literatur, die zumeist in Versromanen abgefasst war. Der bekannteste deutschsprachige Text dürfte das Nibelungenlied (1190) sein, für England Texte wie der Beowulf (um 750) oder oder Le Morte d'Arthur (um 1450) von Thgomas Malory. Der Text ist im Übrigen trotz des frz. Namens in englischer Sprache verfasst.

    Es gab natürlich mehr arme als reiche Menschen. Die meisten Menschen waren Bauern, die meisten Leibeigene, also Unfreie. Diese hatten von ihren eigenen Erträgen dem Lehnsherren abzuliefern und mussten zusätzlich Frondiesnt leisten, d.h. die Wirtschaft des Lehnsherren führen. Da die Besitzungen des Lehnsherren vorgingen, konnte es z.B. passieren, dass man bei bestem Erntewetter die Felder des Lehnsherren aberntete, die eigene Ernte aber in der Sonne verbrannte oder im Regen ersoff.
    Arbeiten mussten alle, sobald sie von ihrer Physiognomie her in der Lage waren zu arbeiten. Das gilt sowohl in der Landwirrtschaft, als auch im Handwerksbetrieb. Möglichkeiten des Auf- oder Ausstiegs gab es eigentlich keine. Wobei unter Edward I. eine Art nichtadeliges Berufsheer geschaffen wurde, was natürlich schon eine Form des Ausstiegs darstellen konnte.
     
  3. Dan26

    Dan26 Neues Mitglied

    Soo, da ich keinen Button gefunden habe wo ich meine anderen Fragen zu meinem schon bestehendem Thema hizufügen kann eröffne ich ein neues Thema.
    Weitere Fragen zum Leben in der Zeit von Edward 1. um ca. 1265:
    Welche Technologien hatten sie bereits entwickelt?
    Wie war die Kultur?
    Welche Religionen gab es in dieser Zeit?
    Wie sah das Familienleben damals aus?
    Welche Traditionen pflegten sie?
    Und zu guter letzt, welche sprache/n gab es früher?

    Ich hoffe mir wird auch diesesmal wieder so schnell geholfen wie beim letzen mal. Danke im Vorraus.
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die britischen Inseln waren damals römisch-katholisch. Dass es damals in England häretische Richtungen gegeben habe, ist mir nicht bekannt. Juden wurden unter Edward aus England vertrieben.

    Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Techniken werden entwickelt und werden wieder vergessen. Man kannte in England schon die Dreifelderwirtschaft, aber noch nicht das Papier (naja, veilleicht kannte man es als Handelsware aus dem Mittelmeerraum, man konnte es aber noch nicht herstellen).

    Auf den britischen Inseln gab es das Normannische lange als Sprache des Adels, während das Angelsächsische (Altenglische) als Sprache der Bauern galt. Das Englische ist aus dem Angelsächsischen unter massiver Einflussnahme des Normannischen entstanden.
     

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