Luthers Tischreden 1. Auflage

Dieses Thema im Forum "Geschichtsmedien und Literatur" wurde erstellt von Aufhausner, 17. Juni 2013.

Schlagworte:
  1. Aufhausner

    Aufhausner Gast

    Hallo zusammen :)

    Ich habe vor ein paar Tagen ein altes Familienerbstück gefunden.

    Es handelt sich um das Buch Luthers Tischreden in der ersten Auflage von 1566.

    Das Buch ist für sein Alter in einem guten Zustand und alle Seiten sind im Buch noch vorhanden

    Nun meine Frage: Was hat dieses Buch Wert?

    Da ich mit diesem Buch persönlich nicht viel anfangen kann möchte ich es verkaufen.

    Wo wäre es eine geeignete Plattform dafür?


    Ich bin gespannt auf eure Antworten :)
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Bist du sicher, dass du wirklich ein Original der Erstauflage hast und nicht einen faksimilierten Reprint? Wenn es sich wirklich um ein Original handelt, würde ich an deiner Stelle mal an diverse Museen herantreten. Entweder Museen die sich mit Drucktechnik befassen oder eben Regional- oder Konfessionsgeschichte.
    Der Wert hängt von Auflage, Zustand und Menge der noch vorhandenen Exemplare ab. Außerdem ist natürlich zu fragen, ob du der rechtmäßige Erbe bist. Sollte das Exemplar von einem deiner Vorfahren z.B. aus einer Bibliithek entfremdet worden sein, ist diese die rechtmäßige Besitzerin, dann solltest du die €-Zeichen aus deinen Augen wischen und es zurückgeben. Schau doch mal, ob du ein ex libris findest.
     
  3. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Hallo!
    Hier ist der Lnk zum Eintrag im VD16
    http://gateway-bayern.de/VD16+L+6748
    Und wie der ingenioso hidalgo schon richtig angenommen hat, gibt es davon ein Reprint von 1968
    https://opacplus.bsb-muenchen.de/me...curPos=3&identifier=100_SOLR_SERVER_509349271

    Also vor der Begeisterung über den Fund erst auf Nummer sicher gehen, wobei sich ein alter Druck aber schon ganz anders anfühlt als ein Buch des 20. Jahrhunderts, wenn man so etwas einmal in der Hand hatte fällt man da nicht herein. Das Buch ist zwar, wenn es original ist, keine ganz große Seltenheit, aber den einen oder anderen Tausender kann es schon bringen, wenn es gut beieinander ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. Juni 2013
  4. Aufhausner

    Aufhausner Gast

    Das Buch ist zu 100% die 1. Auflage. Ich habe mich erkundigt und die Besitzer des Buches sind mind. seit 1800 nachvollziehbar in Familienbesitz.(soll ja aber nicht das Thema sein)

    Luthers Tischreden von 1566 an die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen

    Der Eintrag des Reiß Engelhorn Museum besagt, das es nur noch wenige Exemplare von dem Buch existieren
     
  5. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Die Frage bei so etwas ist immer, wieviel ein Sammler oder antiquar bereit dafür ist, auszugeben. Ich habe selbst einmal eine antiquarisches Schriftstück günstig erworben. Mein professor taxierte es auf ca. 1000 DM, eine Bibliothek hat es schließlich für 600 DM in bar angekauft.

    Will man so etwas schnell zu Geld machen kann es passieren, dass der Wert recht hoch taxiert wird, dass aber die Nachfrage eher gering ist, dass staatliche oder private Archive einen begrenzten Etat haben und antiquariate natürlich auch noch etwas verdienen wollen. Die Frage ist aber, kann man es sicher lagern, dass der Erhaltungszustand nicht leidet.

    Wenn Besitzrechte gesichert sind, würde ich das Werk verschiedenen Antiquariaten anbieten und Gebote abwarten oder mich mit Auktionshäusern in Verbindung setzen, ob Interesse besteht. Erkundigungen bei Staats- und Landesarchiven einzuholen, sollte hilfreich sein.
     
  6. hardy73

    hardy73 Neues Mitglied

    Wenn du nicht gerade auf Geld aus bist....an ein Museum als Leihgabe geben, es bleibt in deinem Besitz und wird zumindest sachgerecht gelagert oder ausgestellt...ist ja auch was wert (kann man ja auch mit angeben ;), und Andere haben auch was davon)
     
  7. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Bei gedruckten Werken sind Bibliotheken einschlägiger. Generell würde ich Adressen empfehlen, die sich auf die entsprechende Epoche spezialisiert haben und das Werk nicht besitzen. Beispielsweise sind zwei Exemplare der Berliner Staatsbibliothek im Krieg verlorengegangen, und die sind oft interessiert, diese Lücken zu schließen. Und die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel oder die Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar besitzen die Ausgabe gar nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Juni 2013

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