Maria-eine Jungfrau?

Dieses Thema im Forum "Das Christentum" wurde erstellt von Wulfenkrieger, 19. Dezember 2006.

  1. Mercy

    Mercy unvergessen

    Wem, der über mehrere Zweitbücher verfügt, ist das fremd?
    So isses!
     
  2. Caecilia

    Caecilia Gast

    Mercy, das Buch ist also nicht so das ideale?

    Eine Frage habe ich auch noch, aber anderes Thema, einen neuen Strang dazu aufmachen braucht es aber irgendwie auch nicht.
    Es gibt ein Buch von einem Paul Riessler "Altjüdisches Schrifftum außerhalb der Bibel" - was ist davon zu halten? Zu dem Thema hätte ich Interesse, nur fehlt mir dazu der Hintergrund und ich hätte dazu gerne eine Meinung ob sich der Kauf lohnt.
     
  3. Mercy

    Mercy unvergessen

    Ich benutze es gern.
    Zu Paul Riessler:
    RIESSLER, Paul
     
  4. Caecilia

    Caecilia Gast

    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Dezember 2007
  5. OdysseeIII

    OdysseeIII Neues Mitglied

    Um das zu klären, muß man die Stellen, die sich in der Bibel mit dem Heiligen Geist beschäftigen, durcharbeiten. Zusammengefaßt: David sprach durch/von ihn/m, Johannes war erfüllt mit/von ihm, Maria war schwanger von/mit ihm, fuhr dann nieder auf/in Jesus und war noch gar nicht da, denn Jesus war noch nicht verklärt ... Quelle:

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    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Januar 2008
  6. Eumolp

    Eumolp Aktives Mitglied

    Nochmal ein bisschen Spekulatius.;)

    Über Maria als Jungfrau hat Ludwig Feuerbach in seinem Wesen des Christentums Bemerkenswertes geschrieben (genauer gesagt: spekuliert). Und zwar geht es ihm um die Bewertung gewisser Zustände von Frauen, die besonders in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung en vogue waren.

    Es wurden damals verehrt: Mütter und - vor allem - Jungfrauen, was z.B. in schönster Manier Das Gastmahl des Methodius beschreibt, ein Plagiat der gleichnamigen Platonischen Schrift, oder die Zeremonie der velatio (Verschleierung der Jungfrauen) feierte. Auch Ambrosius v. Mailand war in seinen Schriften über die Jungfräulichkeit einer der Mentoren dieser Verehrung.

    Jungfrau und Mutter standen also in höchstem Ansehen, aber aber... zwischen diesen beiden Zuständen liegt ein Ereignis, das ich gar nicht in Worten benennen mag in solchen Heiligen Threads: nämlich der G...v.... Dieses Ereignis hätte Maria nicht nur heruntergezogen in die übliche Erbsündenfolge (die eigentlich erst auf Augustinus zurückgeht), sondern überhaupt ent-heiligt. Die Lösung war also: aus dem absoluten Minus des G...v... ein absolutes Plus zu machen, nämlich die menschliche Zeugung durch eine göttliche Zeugung des Jesuskindes zu ersetzen. Damit hatte Maria als einzige der Frauen 3 moralisch hoch bewertete Zustände inne: Jungfrau, keine menschliche Zeugung, Mutter.
     
  7. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ebenfalls (mythologisch) spekulierend: Die "Jungfräulchkeit" Mariens ist unausweichlich! Nahezu jeder antike Halbgott oder Held (und wir befinden uns noch in der Antike!) ist von einem Gott gezeugt (seltener: einer Göttin). Unvorstellbar, dass nicht. Heidnisch naturwüchsig gab es da nie Vorstellungsprobleme; im Gegenteil, eher ungezügelte Fantasien...
    Aber nun mit dem Heiligen Geist! Du liebe Güte! Also wie denn nun? Nun, "platonisch" eben!

    (Nur fürs Protokoll: Ich weiß, was "platonisch" bedeutet :) )
     
  8. Kriegt man das auch auf eine metaphysische Ebene ([MOD]: Passage mit zweideutiger Wortwahl entfernt[/MOD])?

    (Nur fürs Protokoll: Ich weiß, was "platonisch" bedeutet :) )

    Was denn? Einfache Fragen sind immer die besten Fragen. Also was bedeutet platonisch?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. April 2008
  9. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Ich hatte das Wort "platonisch" ironisierend verwendet. Da es hier im Forum darüber manchmal Missverständnisse gibt, wollte ich nur der Bemerkung:" Aber das ist ja gar nicht platonisch." zuvorkommen.

    Ansonsten hier: Platonische Liebe – Wikipedia

    Umgangssprachlich wird "platonisch" eher ausgrenzend verwendet ("GV-frei")
     
  10. Danke für die Klarstellung, es dürfte wohl Einigkeit bestehen und meine Entschuldigung, dass ich die Ironie des Beitrags insoweit wohl übersehen habe. Man bräuchte wirklich ein Ironiezeichen. Aber ganz klar mein Fehler und meine Dummheit.
     
  11. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Das gibt es durchaus -> :ironie:
    Ungeachtet dieses Hinweises aber bitte in der Diskussion fortfahren...
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. April 2008
  12. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    (...)
    Was die Jungfrauengeburt anbelangt, so bin ich nach wie vor der Auffassung, dass der Evangelist ein Wunder benötigte, um herauszuheben, dass Jeus nicht durch Zufall, sondern durch Vorherbestimmung ein ganz besonderer Mensch bzw. der Gottessohn war.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. April 2008
  13. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

  14. martin12398

    martin12398 Neues Mitglied

    Nette Theorien, warum nicht?!
    All diese Dinge klingen jedenfalls realistischer als die vom Christentum propagierte "absolute Wahrheit".
     
    1 Person gefällt das.
  15. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Ein Thema was so und so extrem spekulativ ist.

    Naturwissenschaftlich ist eine jungfräuliche Geburt unmöglich.

    Religiös ist alles möglich.


    wie man daraus eine geschichtliche Diskussion machen kann ist mir schleierhaft.
     
    1 Person gefällt das.
  16. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Wie meinst Du das? Künstliche Befruchtung?
    Der Ausdruck allein ist schlicht unmöglich. Spätestens bei/nach der Geburt ist Frau keine Jungfrau mehr, sprich Hymen verletzt. :grübel:
     
  17. fingalo

    fingalo Aktives Mitglied

    Hinsichtlich des Sachverhalts sicherlich.
    Hinsichtlich der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Aussage ist eine geschichtliche Diskussion durchaus möglich.
     
  18. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Okay stimmt.

    Ich meine auch das Sie keine kleinen Helfer benötigt hat.:pfeif:
     
  19. BigBen

    BigBen Mitglied

    Vielleicht kann man diese Thematik einmal unter einem ganz anderen Gesichtspunkt betrachten?


    Das Christentum befand sich am Anfang seiner Entwicklung gewissermaßen in einer Konkurrenzsituation gegenüber anderen, teilweise schon wesentlich älteren, Religionen! Und ich bin mir ziemlich sicher, daß bereits damals jeder Gläubige der Meinung war, gerade seine Religion sei die einzig richtige und allein selig machende:)

    Nun gab es ja schon einen Gott, der von der Toten auferstanden war, nämlich Osiris
    Nun gab es ja schon einen Gott, der von einer Jungfrau geboren wurde, nämlich Baal
    Nun gab es ja schon einen Gott, der um die Wintersonnwende geboren wurde, nämlich Mithras

    Alle drei Religionen waren anfangs sicherlich große Konkurrenz! Also hat man deren 'Angebot' getoppt und Jesus erklärt als:

    1. von den Toten auferstanden
    2. zur Wintersonnwende geboren
    3. von einer Jungfrau geboren

    und bot dadurch den 'besseren, stärkeren' Gott an. :scheinheilig:

    Schon damals gab es Marketing, nur nannte man es seinerzeit ein wenig anders.

    Bin mal gespannt, was ihr von dieser These haltet!
     
  20. Mercy

    Mercy unvergessen

    Nix. :winke:
     

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