Mein Theater-Chef verwirrt mich bezüglich meines Promotionsvorhabens

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Krusk, 19. Dezember 2007.

  1. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Die im Umlauf befindliche Geldmenge war kleiner und eröffnete nicht die Möglichkeit des Entstehens größerer Banken. Während entwicklung und Handel dadurch gehemmt wurden, fördert der geringe Umfang die Preisstabilität (technische Grenzen der Umlaufgeschwindigkeit).

    Bereits bei den Griechen gab es kleine Privatbankiers neben den Tempelbanken.
    Pekary, Die Wirtschaft der griechisch-römischen Antike.
     
  2. Krusk

    Krusk Neues Mitglied

    @ashi

    So? Wie weit verbreitet unter der Bevölkerung war denn das Geld? Soweit ich weiss ziemlich wenig.

    @silesia

    Aber auch hier nur als Randerscheinung. Die Banken spielten keine gesellschaftlich tragende Rolle in der Antike - sofern man überhaupt von Banken sprechen kann.
     
  3. Tekker

    Tekker Gast

    Geld? Banken? Was hat das denn nun noch mit deinem Thema zu tun? Ich wäre dir überaus verbunden, wenn du nochmal kurz skizzierst, was du hier nun konkret von uns wissen willst. So wie die Diskussion läuft, bin ich mir ehrlich gesagt unschlüssig, wer da wen verwirrt... :confused:

    Ach so, noch zu diesem:
    Reine Vermutung. Willst du nun diese Ansicht mit deiner Dissertation auf biegen und brechen bestätigen? Es scheint mir fast so und ich halte es für unseriös. Hier kann ich mir aber wieder die Reaktion deines "Chefs" erklären.

    Deine abstrusen Thesen wiederholst du doch auch in jedem 2. Posting. :fs:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24. Dezember 2007
  4. Krusk

    Krusk Neues Mitglied

    @tekker

    Was machst du mich so an? Ich habe nicht mit der Geldwirtschaft begonnen, das war 'Ashigaru'. Und von den Banken hat 'silesia' zuerst gesprochen. Was kann ich dafür, wenn die beiden plötzlich meinen, von Banken und Geldkreisläufen sprechen zu müssen. Ich regiere lediglich auf ihre Texte.

    Eigentlich nicht. In der historischen Sekundärliteratur wird eindeutig gesagt, dass erst mit der Aufklärung Arbeit mit jeglicher Tätigkeit gleichgesetzt wurde.

    Nicht auf Biegen und Brechen, aber ich will sie bestätigen, ja.

    Da es nicht so ist, ist es auch nicht unseriös.

    Eigentlich habe ich sie bislang nur in zwei Postings genannt.
     
  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Rhetorische Frage: Was hat Arbeit mit Geld zu tun?

    #40
    #49
    Das ist falsch, siehe: #60
    Bestätigung mit Zitat #61
    Nun wird es bunt: #64
    Kleine Verdrehung: Dein Ausgangspunkt war: warum wird der moderne Mensch zum Arbeiten gezwungen: um zu überleben (also wegen Geld, um zu tauschen)

    Du bestreitet dieses und die Geldwirtschaft für die Antike. Nachweis auch hier: Fehlanzeige,

    keine Literatur, keine Quellen. Stattdessen: #62
    Erstmal ist das eine Worthülse. Weiter ist das unbewiesen. Dann ist das überhaupt nicht das Thema.
    Es ging nicht um die Bedeutung der Banken, sondern um die Existenz von Geldkreisläufen bzw. Geldwirtschaft. Banken sind als Indiz für einen Geldkreislauf angeführt worden, wir könnten uns über weitere Aspekte unterhalten. Die Verdrehung läßt aber auf eine ganz beachtliche negative Rückkopplung schließen.

    Von "gesellschaftlich tragender Rolle" hast übrigens bislang nur Du gesprochen und Dich dann selbst verneint. Aschigaru hatte von hoher gesellschaftlicher Bedeutung gesprochen und diese als Reflex der wirtschaftlichen Bedeutung angeführt.

    Dafür kommt aber nach der Banken-Scheindiskussion gleich die nächste These: "Randerscheinung" des Geldes; Belege dafür? Wieder Fehlanzeige.
    Btw: Wie definiert man "Rand"?
     
  6. Krusk

    Krusk Neues Mitglied

    @silesia

    Richtig, und du und Ashigaru fingen dann plötzlich von Geldwirtschaft an, obwohl davon gar nicht die Rede war.

    Ich bestreite, dass Banken eine tragende und gesellschaftlich grundlegende Rolle in der Antike spielten. Ich hatte auf deine 'Banken' geantwortet, nur darum ging es.

    Du doch ebensowenig. Ich weise hier hin auf z.B. Kocka: Mehr Last als Lust, in: JWG 2 (2005); S.185-206

    Oder kannst du mir nachweisen, dass Banken und Geldwirtschaft ein zentrales Fundament der Antike darstellten?

    Erstmal ist das keine Worthülse. Weiter ist das durchaus bewiesen. Und den Themenwechsel Richtung Banken hast du eingeleitet.

    Nein, es ging um die Arbeit - und nicht um Geldwirtschaft und auch nicht um Banken.

    :confused:

    Ja, Ashigaru hat gesprochen... Soll das als Beweis für Geldwirtschaft als gesellschaftlicher Grundbaustein der Antike gelten?

    Ich gebe zu, dass ich auch nur aus der Populärliteratur aus der Antike informiert bin. Allerdings habe ich noch nie gehört, dass Geld eine wesentliche Rolle in der Antike gespielt hätte. Ich habe in mehreren Sekundärwerken gelesen, dass Geld in vormodernen Gesellschaften nur eine sekundäre Rolle spielten. Das soll bedeuten, dass die Antike vorwiegend auf Subsistenz basierte. Sofern die meisten Bürger Geld nutzten, so nur, um ihre Überproduktionen zu verkaufen und das so erworbene Geld für seltene Dinge zu kaufen, die sie selbst nicht herstellten.
     
  7. florian17160

    florian17160 unvergessen

    Also Leute, langsam
    ärgert es sogar mich, wie ihr ihr um die Frage streitet, wer zuerst da war. Das Huhn oder das Ei.
    Kommt mal wieder zur Besinnung.
     
  8. Penseo

    Penseo Neues Mitglied

    Einstiegsliteratur in die Wirtschaftswissenschaften ist ja auch nicht gemeint. Eher "alte" Werke der Wirtschaftswissenschaft. Zum Beispiel Adam Smith, David Ricardo, Friedrich List... Darin wird sich auch mit dem "Faktor" Arbeit beschäftigt.
    Aber das ist ja wohl auch OT........=)
     
  9. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Oder noch ältere Literatur: :scheinheilig:

    Quellen zur Lohnarbeit in der Antike: Arten, Umfang und Bezahlung. Oder zu den Kleinstbetrieben, die den Händlern zuarbeiteten und ablieferten (heute würde man die wohl als Scheinselbständige bezeichnen :devil:). Kleine landwirtschaftliche Pächterbetriebe, die Überschüsse abliefern mußten. Lohnarbeit neben Sklavenarbeit (Bergwerke, Steinbrüche, Bauten etc.)
     
  10. Penseo

    Penseo Neues Mitglied

    Ja doch, freilich.. Mir fiel aus dem Stegreif nur nichts Anderes ein...
    Ich denke mal, über die Problematik der Entfremdung von der Arbeit und deren mögliche Arbeitsmotivationsauswirkungen hat man sich auch schon vorher mal Gedanken gemacht, wenn auch nicht unbedingt mit dem heute benutzten Vokabular...:devil:
     
  11. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    ZB:
    Istvan Hahn, Freie Arbeit und Sklavenarbeit in der spätantiken Stadt, beschreibt den Abstieg der Sklavenhaltergesellschaft, den Zerfall der sklavenhaltenden Mittelbetriebe und die Entstehung des städtischen Plebiszit durch Arbeiter, kleingewerbetreibende und abhängige Handwerker (in: Schneider, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Römischen Kaiserzeit)

    oder umfassend: Francesco De Martino, Wirtschaftsgeschichte des Alten Rom.
     

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