Nationalstolz & Nationalbewusstsein in Deutschland/Fussball-WM 1954

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von Leif Bonke, 21. Oktober 2012.

  1. Leif Bonke

    Leif Bonke Gast

    Ich soll für die Schule eine Aufgabe schreiben. Als Thema habe ich mir ausgesucht: Fußball in Deutschland und wie der Sport, speziell Fußball den Nationalstolz beeinflusst hat. Ich wollte auf die WM 1954(Das Wunder von Bern) und die WM 2006 in Deutschland eingehen. Ich wollte gerne darlegen wieso die Deutschen seit 2006 wieder Flaggen hissen und in Deutschland-Trikots herumlaufen.

    Ich habe bis jetzt die Geschichte des Fußballs in Deutschland und ein oberflächlich definiert was Nationalbewusstsein ist und wieso dieses Thema so ein Problem in Deutschland ist.

    Ich finde aber leider nichts, wie Fußball den Nationalstolz beeinflusst hat.
     
  2. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

  3. Leif Bonke

    Leif Bonke Gast

    Danke

    Vorallem die Seite auf der das Nationalgefühl der Deutschen mit dem der Dänen hat mir sehr viel weiter geholfen. Da ich selbst zu der dänischen Minderheit in Deutschland gehöre und auf eine dänische Schule gehe, passt es sehr gut!
    Danke für die Hilfe.
     
  4. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Nichts ist nicht viel, aber mir fallen auch nur zwei werke ein, die ich dir empfehlen würde.

    Jürgen Leinemann, "Das Wunder von Bern"

    Leinemanns Buch beschäftigt sich ausschließlich mit der WM. Der ehemalige Spiegel Redakteur Leinemann spielte übrigens in Söhnke Wortmanns gleichnamigen Film einen Journalisten,der in einer Pressekonferenz- Szene Herberger nach seiner Strategie befragt ist, worauf der mit dem berühmten Zitat "Der Ball ist rund, und das Spiel dauert 90 min" antwortet.

    In Friedrich Delius, "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister" wurde,

    ist die Fußball WM der Hintergrund, und vor diesem Hintergrund berichtet Delius über das den autoritären, patriarchalischen Erziehungsstil in der Adenauerzeit und die miefige Enge seines Elternhauses.

    Als Sohn eines sehr autoritären und strengen Vaters, der evangelischer Geistlicher ist, wächst der Erzähler in einem erzkonservativen Dorf bei Hersfeld auf. Der Verfasser empfindet die Erziehung als Diktat, leidet unter der miefigen Enge und entwickelt sich zu einem Außenseiter mit wenig Selbstbewusstsein, der stottert, kein Blut sehen kann und dazu noch an einer Schuppenflechte leidet.

    Die Übertragung des Endspiels Deutschland- Ungarn und den legendären Kommentar Herbert Zimmermanns erlebt der Erzähler als "unerhörten Gottesdienst". Als Zimmermann aufschreit: "Toni, du bist ein Fußballgott!", ist der Junge noch entsetzt über die Blasphemie-Zimmermann musste sich später übrigens dafür entschuldigen. Das Spiel gegen Ungarn, der Triumph des Außenseiters wird zur Iniatialzündung des Sohnes, dem es geling, sich vom Vater zu emanzipieren und aus "dem Vaterkäfig" auszubrechen. Er hört auf zu stottern, und das Buch endet damit, dass der Junge nach der Reportage auf den Kirchplatz hinaus geht, um sich mit Freunden zu treffen, "glücklicher, als Werner Liebrich und Fritz Walter".
    Die Geschichte einer Jugend wird vor dem Hintergrund der Fußball- WM auch zu einer Geschichte der noch jungen Bundesrepublik.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Oktober 2012

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