Päpstin Johanna

Dieses Thema im Forum "Das Papsttum" wurde erstellt von Widukind, 22. März 2004.

  1. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Na, eine Frau auf dem Papstthron, die noch dazu als Mann verkleidet über Jahre hinweg durch alle kirchlichen Gremien und Männerbünde geschlüpft ist? Und wer weiß, was da sonst noch alles getrieben wurde?

    Aber ganz so weit ist es ja nicht gekommen. Der Legende nach gebar sie auf dem Festzug zur Inthronisation auf der Straße ein Kind und starb unmittelbar danach aus Scham. Das könnte einer starken Frau heute allerdings nicht mehr passieren! :scheinheilig:
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Was sollte daran so sensationell sein? Es gab z. B. auch immer wieder Frauen, die als Männer verkleidet beim Militär Karriere machten. Und dass es bei Papstwahlen etliche Fehlgriffe gab, wird auch von der Kirche nicht geleugnet.

    Deren Liebhaber würde seine Story an die Boulevardmedien verkaufen und in Talkshows auftreten.
     
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  3. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Do solltest Pressesprecher im Vatikan werden, Ravenik! :yes:
     
  4. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Frauen, als Männer verkleidet, -und unentdeckt?-, Karriere machen?

    Ich habe das Buch" die Päbstin" auch gelesen. Nette Geschichte, hübsche Fantasie.
    Mama ist sächsiche Sklavin bei fränkischem Kleriker und hängt heimlich der alten Religion an, irgendwann zu Zeiten Ludwig des Frommen, der Bruder soll in der Klosterschule lernen, verstirbt und die Schwester nimmt seine Stelle ein, sie hat lesen und schreiben heimlich gelernt?

    Es soll eine Lücke in der Reihe der Päbste geben, in der Zeit sei sie Pabst gewesen

    Es gab die Sitte , zu prüfen, ob der gewählte ein Mann ist.

    Nun, die Prüfung beweist, das die Kirche geglaubt hat, eine Frau könnte es schaffen, gewählt zu werden, nicht aber, das sie glaubte, eine Frau hats geschafft.

    Wäre die Geschichte WAHR,oder nur glaubhaft, gäbe es das Ansehen des Pabsttums bei den Franken nicht ! Dann hätten alle zukünftigen deutschen Kaiser einem glattrasierten Pabst unter die Soutane geguckt, und zwar höchstpersönlich, zumindest die Sächsischen, oder ich kenne meine Landsleute nicht!

    Beim Investiturstreit hätte Heinrich versucht, aus dem Pabst ein Weib zu machen oder den Pabst als Mann auf einem Weiberthron darzustellen statt nach Canossa zu gehen.

    Haben sie aber nicht, also wussten sie nichts von der Legende. Wäre es wahr, hätte Otto I sich garantiert nicht von einem Mann auf dem "Weiberthron" krönen lassen, und der hätte DAS gewußt
     
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  5. Hulda

    Hulda Aktives Mitglied

    Gäbe es nicht... Es gäbe bestimmt irgendwelche spitzfindigen Erklärungen, die diese Dokumente entkräftigten... :fs: :still::still::still::still::still::still:
     
  6. Narhara

    Narhara Neues Mitglied

    Unter Garantie. Da wette ich mit dir.


    Ich habe interessiert mitgelesen und teilweise herzlich gelacht :D
    Dabei bin ich auf eine eigene Therorie zum Thema Johanna gekommen:

    Es könnte ja gut möglich sein, dass sie existiert hat (ich weiß, das Argument kennt ihr schon und langweilt euch vielleicht, aber bitte steinigt mich nicht!). Die islamischen Länder haben Wind davon bekommen, es natürlich aufgezeichnet und in das Archiv gegeben. Durch Botschafter oder Hofklatsch oder Gerüchte (oder wie auch immer) ist es dann der Kirche zu Ohren gekommen und sie hat daraufhin eine rasche Gegenmaßnahme ergriffen: sie rief die Ritter zusammen um sie unter dem Vorwand "die heilige Stätte zu beschützen" nach Jerusalem zu schicken und zu zerstören, in der Hoffnung die Dokumente zu vernichten. Denn soweit ich weiß (kann sein, dass es gefährliches Halbwissen ist, und wenn es so sei, dann korrigiert mich bitte) ist den Rittern jeder Auftrag recht gewesen um zu kämpfen. Warum sollte die Kirche diesen Umstand nicht für sich genutzt haben und die Dokumente so vernichten lassen?
    Meines Wissens nach wurde Jerusalem während den Kreuzzügen mehr als einmal angeflemmt und z.T. sogar zerstört...


    Ich weiß es ist sehr weit hergeholt =)
     
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  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Nö, eine nette Satire.:yes:

    Wenn ich so Wilfrieds Beitrag mit der Inhaltsangabe von "Die Päpstin" lese, dann liest sich das ja auch so als ob der Roman eher eine Satire auf die Historienromane wäre.
    Es erinnerte mich ein bisschen an Tiecks "Peter Lebrecht, eine Geschichte ohne Abenteuerlichkeiten" (1795). Nur fürchte ich, war das der Autorin nicht so klar.=)
     
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  8. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Was heißt hier "Satire"?

    Ungezählte Frauentränen (vorwiegend wohl die) sind bei der Lektüre dieses Romans geflossen! :weinen:
     
  9. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Das Buch an sich ist unterhaltsame Fantasy ohne Magie und so.
    Ganz nett, wer den "Medicus " gelesen hat und den nett fand, kommt auch bei der "Päpstin" auf seine Kosten
     
  10. FoxP2gen

    FoxP2gen Neues Mitglied

    ... Lachtränen? :devil:
     
  11. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Ich hab es nicht gelesen :red:

    Muss ich jetzt :D
     
  12. Narhara

    Narhara Neues Mitglied

    Ich glaub diesen Roman sollt ich auch noch irgendwann mal zwischenschieben...
    Mal sehen, vielleicht bringt er mich ja wieder auf eine neue Idee^^°

    Aber wenn wir ehrlich sind, Päpstin Johanna ist ein (zugegeben geniales) Wunschdenken. Ich würde gerne sehen, dass es handfeste Beweise für ihre Existens gibt und vor allem, wie sich die Kirche da wieder versuchen wird sich rauszureden...
     
  13. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Ganz im Ernst: Das Buch ist gut und intelligent geschrieben, dazu auch spannend und trifft ganz ordentlich die Aura des frühen Mittelalters. Natürlich ist's kein Werk für Fachhistoriker, aber das ist ja auch gar nicht sein Standort. Es will historisch unterhalten und das macht es recht gut! :winke:
     
  14. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Dann könnt ich es ja doch einmal lesen, so als Ferienlektüre. :winke:
     
  15. FoxP2gen

    FoxP2gen Neues Mitglied

    Joa, so als Schmankerl zwischendurch ist es wirklich brauchbar, das muss ich zugeben.

    Aber zum Tränen vergießen langts nicht. Fürs solche Zwecke ließe sich z.B. eine Diana Gabaldon empfehlen.
     
  16. Hexenblut66

    Hexenblut66 Neues Mitglied

    Dieser Stuhl ist doch etxtra erbaut worden um zu prüfen ,ob der neue Papst ein Mann ist -Warum haben sie wohl diesen Stuhl erbaut?.

    Für micht hat es die Jaohanna geben,es gab früher viele Starke Frauen ,da soll es Johanna nicht gegeben haben.Ich glaube daran.egal was der Klerus erzählt.Sie sind bekannt für Lügen und Bwetrug.

    :scheinheilig:
     
  17. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Eine Päpstin Johanna ist historisch nicht zu erweisen - aber bekanntlich versetzt der Gllaube ja Berge! :winke:
     
  18. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Ursi, das Buch ist empfehlenswert, da in sich schlüssig. Manchmal vielleicht unfreiwillig komisch, aber liebenswert zum Schmunzeln. Nicht wie andere Schinken, in denen so richtig derbe historische Fehler auftreten
     
  19. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

     
  20. Mirtos

    Mirtos Mitglied

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