physikalische Datierungsmethoden

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von hatl, 19. März 2014.

  1. hatl

    hatl Premiummitglied

    Sozusagen ein bisserl Physik zum Feierabend...

    Also C14-Methode ist ja ein Begriff...
    Wie alt ist der Ötzi, wie alt ist das „Grabtuch Jesu“ von Turin?
    ..ist aber garnicht einfach die C14-Methode..
    Vielleich auch bekannt: die Kalium-Argon-Methode mit der Donald Johannson das Alter von Lucy abschätzte.

    Mir relativ neu: die Thermoluminiszenz-Methode zur Abschätzung des Alters von gebrannten Tonwaren (Amphoren und so Zeug..).
    Wie geht das?
    Grob gesagt so:
    Man hat einen kristallinen Werkstoff den man anständig stark erhitzt und dergestalt einen „atomaren Reset“ bezüglich der Elektronenhülle bewirkt, und anschließend den Zustand bei Umgebungstemperatur einfriert.
    Sodann liegt das keramische (kristalline) Ergebnis eine recht lange Zeit in der Gegend herum und ist der, hier vorhandenen, natürlichen Radioaktivität ausgesetzt.
    Diese hebt Elektronen, zeitlich stücklesweise, in höhere Energieniveaus (Schalen).

    Erhitzt man dann, viel später, erneut eine Probe dieses Werkstoffs, ergibt sich ein messbares und zeitabhängiges Lichtspektrum, welches daraus resultiert, dass die Elektronen auf das energetische Ursprungslevel zurück fallen.
    (Man kennt den Effekt, im Zeitraffer, bei LEDs und Lasern.
    Das Grundprinzip ist das gleiche. )

    Hierzu interessant: http://www.eva.mpg.de/evolution/staff/richter/pdf/07-RichterGeoarchaeology.pdf

    Ist nur als Anregung gedacht.
    Wie ticken die Uhren mit denen längst Vergangenes gemessen wird?
     

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