Porträts im 18. Jahrhundert?

Dieses Thema im Forum "Kunstgeschichte" wurde erstellt von Hannibal, 2. Februar 2006.

  1. Hannibal

    Hannibal Neues Mitglied

    Villa Sagredo, da gibts Geschichte:

    Seicentesca villa di campagna nella Riviera del Brenta, già proprietà della nobile famiglia veneziana Sagredo, che nella seconda metà del 1500 l'edificarono trasformando il preesistente antico castello romano dei Dalesmanini, e la dotarono poi di meravigliosi giardini all'italiana oggi riscopribili solo dalle stampe dell'ingegnere Giorgio Tramarini (1713). Rientra nell'impianto edilizio anche l'oratorio, nel quale trova sepoltura Agostino Sagredo, ultima della gloriosa progenie: una lapide con lo stemma della famiglia, lo commemora.
    Qui soggiornò, fra gli altri personaggi celebri: Papa Clemente VIII, San Gregorio Barbarigo e il poeta Giacomo Zanella, Galileo Galilei amico fraterno di Giovan Francesco Sagredo, personaggio celeberrimo del "Dialogo sopra i due massimi sistemi del mondo". Dalla fine dei Sagredo (1871) la Villa cadde in decadenza e divenne un enorme rustico posto a servizio dei terreni, che divennero semplici vivai, seminativi e vigneti. Negli anni '70 iniziarono i lavori di ripristino del complesso monumentale.

    sorry aba ich versteh kein Wort...
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Das ist nur ganz grob streifend meinem Spezialgebiet, aber ich melde mich einmal trotzdem darauf. Die beiden Gemälde stellen für mich keine Gegensätze dar, tut mir leid. Beide Male werden Kinder auch als Kinder abgebildet. Nur einmal spielen sie unter gleichaltrigen Kindern, was Hogarth mit seiner humorvollen Art wunderbar einfängt, zum anderen verhalten sie sich entsprechend der Ausbildung, welche sie genossen.
    Was zu bemerken ist, ist dass auf dem Bild Longhis die Kinder Erwachsenenkleidung (Robe à la Francaise) tragen, was anfangs im nicht englisch sprachigen Raum noch recht üblich in der Oberschicht war, während die Kinder auf dem Gemälde von Hogarth typische Kinderkleidung tragen. Der Junge hat schon sein Breeching hinter sich. (Ich hoffe ihr könnt mir folgen.)
    Zu empfehlen wäre entsprechend "What Clothes Reveal" von Linda Baumgarten wo ganz detailiert auch um das Verständnis von Kindheit eingegangen wird, das im 18.Jh. eine enorme Wandlung erfahren hat.

    Auch im nicht anglophilen Europa wurde zusehends die spezifische Kinderkleidung umgesetzt, was parallel zu einer neuen Auffassung zum Thema Erziehung verlief. Zu beachten ist das Bildwerk von Greuze in dem Zusammenhang. Auf einem sehr bekannten Gemälde von Drouais sieht man bereits eine neue Auffassung von Familie. In wie weit diese Auffassung dann umgesetzt wurde, wäre an der Stelle zu weit führend. http://www.marquise.de/en/1700/pics/1756_3.shtml

    Eine besondere Bedeutung verdient bei der Betrachtung des Kinderbildes neben Greuze auch Chardin, der unnachahmlich das Bild spielender Kinder der Mittel- und Unterschicht eingefangen hat. http://www.marquise.de/en/1700/pics/174x_5.shtml

    Eher im 16./17. Jh. wurde bemüht, den Kinderporträts die Würde eines Erwachsenen zu geben, indem man die Gesichter veralterte, was dann manchmal ganz grausig ausschauen kann. Das geht bis zu Greisengesichtern auf Kinderkleidung. Zu sehen auf etlichen Gemälden im Schloss Fasanerie bei Fulda/Eichenzell.

    Dieses Bild finde ich irgendwie interessant, auch wenn wohl eher der Wende vom 17. zum 18.Jh. angehörend (oberes Bildchen): http://www.preussen.de/de/geschicht...lm_i./friedrich_wilhelm_i._-_fortsetzung.html
    Hier auch aus dem preußischen Umfeld ein Bild, was durch seine Naivität tatsächlich die Kinder als Miniaturerwachsene abbildet: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Tabakskollegium-1.jpeg
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Das ist leicht zu beantworten.
    Es gibt zwei Möglichkeiten:
    1. Es handelt sich um ein pures Genregemälde, dann ist der Vater nicht von nöten.
    2.
    Im 18.Jh. wurden traditionel die Frauen in ihrem Umfeld (hier mit Freundinnen und Diener), was auch die Familie ist, die in ihrer Obhut sich befand, dargestellt. Als Pendant gibt es dann bisweilen ein Porträt des Familienvaters mit dem Erben, der dann nämlich bereits in dieser Funktion aus dem Zusammenhang der Restfamilie herausgenommen ist und dann auch schon wie ein Erwachsener gekleidet.
     

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