Prinzenmord

Dieses Thema im Forum "Das Osmanische Reich" wurde erstellt von Lesezeichen, 12. Mai 2012.

  1. Lesezeichen

    Lesezeichen Neues Mitglied

    Wenn ich nicht total falsch liege waren im Osmanischen Reich alle Söhne eines Sultans zur Tronfolge berechtigt - also die Söhne aller Ehefrauen, aber auch die Söhne aller Konkubinen.
    Ein Erstgeborenenrecht scheint es nicht gegeben zu haben.
    Darus entschand die Notwendigkeit sich aller potentiellen Konkurenten zu entledigen.
    Daher ließ jeder neue Sultan alle seine Brüder töten.
    Wie aber wurde dieses Vorgehen gerechtfertigt, ist Brudermord im Islam nicht ein schweres Verbrechen?
     
  2. Daglargibi

    Daglargibi Neues Mitglied

    Brudermord in Osmanischen Reich begann mit Yildirim Beyazit der seinen Bruder yakup während der kosovo krieg erdrosseln ließ als sein Vater Sultan Murat von Obilic erdolcht wurde.In islam gibts ein regel wenn en ein Unheil gibt ist es besser den geringsten unheil zu wählen um schlimmeres zu verhindern , die konservativen geschichtsschreiber behaupten ( das ist ihre und nicht meine behauptung ) das die Osmanischen Herscher ihrer Bruder ermordeten damit ein bürgerkrieg zu vermieden damit starb ein mensch aber in einen bürgerkrieg würden tausende soldaten sterben ohne unschuld damit war 1 tote für tausende gestorben. Das kling für manchen absurd aber als der Yildirim Beyazit den Timur unterlag gab 10 jahr 1403-1413 bürgerkrieg zwischen den Brüdern da starben viele menschen , wenn der Thronfolger seine Bruder nicht erledigt hätte könnte diese fall sich widerholen ,Fatih Sultan Mehmet der eroberer von Istanbul hat per gesetz diese regel befolgen lasen. Sultan 3.Mehmet ließ 19 seine Bruder die Säuglinge waren ohne erbarmen erdrosseln. als Sultan Ahmet 1601 den Thron aufstieg wollte diese Tradition eine endemachen demnach die thronfolger nicht mehr ermordet sondern unter bewachung zu stellen . Aber Sultan 4.Murat der Sohn von Ahmet er ließ 3 seine Brüder erdrosseln. Danach hat niemenad mehr seinen Bruder getötet Brudermord war in Osmanische geschichte zwischen 1389-1640. Nach dem tot von 4.Murat fand diese tradition eine ende.
     
  3. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Wenn die Version überhaupt stimmt, durchhaus können Sultan und Sohn auch bei der Schlacht am Amselfeld (Kosovo Krieg falsches Jahrhundert) umgekommen sein.
     
  4. TRhal

    TRhal Neues Mitglied

    Es ist immer dasselbe.
    Anstatt sich mit den reinen Fakten zu befassen, kommen die Versuche, den Prinzenmord zu rechtfertigen.

    Die Behauptung, der Brudermord bzw. Prinzenmord würde einen Bürgerkireig verhindern wird schon allein durch andere Beispiele aus europäischen Königshäusern widerlegt. Sicher, in Europa gb es Thronkriege aber die gab es auch im osmanischen Reich, trotz des Prinzenmordes.

    Fakt ist, dass die Osmanen keine Regelung für die Thronfolge hatten. Das Recht eines Erstgeborenen gab es nicht und jeder Prinz war der potentielle Sultan, sofern er überlebte.

    Es mag für den Staat Vorteile gehabt haben, die Thronfolge mittels Morde zu regeln. Diese sind für meine Begriffe aber nur Kollateralvorteile. In der Hauptsache ging es um handfeste Ambitionen, Sultan zu werden.
    Und als die Sache zur Regel wurde, ab da an war es für die Prinzen ein reiner Überlebenskampf. Wer nicht tötete, wurde getötet. Ein prinz wurde entweder Sultan oder er durfte früh sterben. Es konnte nur einen geben.

    Der Prinzenmord war auch danals in der Bevölkerung sehr unstritten, die menschliche Natur ist schon dagegen.
    Für mich ist Thronfolgeregelung mittels Mord eine zutiefst unethische und verwerfliche Regelung und ich betrachte dies als einen Schandfleck der osmanischen Dynastie.

    Gerade Fatih Sultan Mehmet, von dem man sagt, dass er in der Philosophie sehr bewandert war, sollte gewusst haben, dass Mord und insbesondere Mord an der eigenen Familie schon in den Schriften der alten griechischen Philosophen als verwerflich empfunden wurde. Es war also auch damals schon höchst unethisch und unmoralisch.
    Dieser Fatih Sultan Mehmet war es auch, der den Brudermord per Gesetz legitimiert hat. Damit hat er eine Tradition, die auch vor ihm schon da war, zu einer staatlichen Institution gemacht.

    Gruß
     

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