Propaganda der Nazis

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von Mimi77, 10. September 2021.

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  1. Mimi77

    Mimi77 Neues Mitglied

    Hallo,

    ich habe eine Verständnisfrage zu folgender Frage: Die Propaganda der Nazis - lässt sich Macht kaufen?

    Worauf bezieht sich der Begriff Macht? Die Propaganda zielte ja mit verschiedenen Medienarten darauf den Krieg zu beschönigen/ Informationen zu verfälschen und den zu Hause gebliebenen Familien ein gutes Gefühl zu geben, dass ihre Männer an der Front kämpfen.
    Bezieht sich die Macht jetzt auf die Unterstützung der Soldaten oder wie ist es gemeint?

    Wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte.

    Herzlichen Dank
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2021
  2. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Ich denke, es geht dabei nicht um den Krieg, sondern um die Machtergreifung der Nazis bis 1933. Welche Propagandamittel verwendete die NSDAP in der Weimarer Republik, was kosteten diese Mittel und woher kam das Geld.
     
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  3. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Also mir ist das Ganze, ich meine die Fragestellung, schon etwas unklar.
    Weil, man kann informieren, man kann aber auch desinformieren; man kann Macht gebrauchen, aber auch Macht missbrauchen.

    Marcus Tullius Cicero (106 v.Chr. – 43 v. Chr.), ein römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph, der berühmteste Redner Roms und Konsul im Jahr 63 v. Chr. Er verwendete wohl erstmal einen Begriff der dann als geflügeltes Wort in die Historie einging.

    Es ist die Frage nach dem Nutznießer bestimmter Ereignisse oder Handlungen. Beispielsweise von Verbrechen oder auch politischen Entscheidungen.

    Er prägte da den Begriff -> „Cui bono“ (übersetzt: „Wem zum Vorteil?“).

    Also ich kann mir nun beim besten Willen nicht vorstellen welchen Nutzen z.B. der Beginn des II. Weltkrieges für einen Soldaten und/oder dessen Familie gehabt haben soll???

    Einer der geahnt hat was uns erwartet, war zum Anfang der Machtergreifung Georgi Dimitroff. Er war einer der Hauptangeklagten im Reichtagsbrandprozess.
    Er verteidigte sich selbst ohne Anwalt. In seinem Schlussplädoyer stellte er die Frage „Cui bono“.
     
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  4. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Ich vermute, dass es sich dabei um eine Hausaufgabe für die Schule handelt. Wie ist denn der weitere Kontext? Der Lehrer wird doch wahrscheinlich nicht ohne Zusammenhang eine solche Frage gestellt haben.
     
  5. Mimi77

    Mimi77 Neues Mitglied


    Haben Sie da vielleicht konkrete Beispiele die ich aufführen könnte? Ich habe gelesen, dass viele der Propagandamaßnahmen durch Spenden finanziert wurden.
    Wurden die Bürger auch irgendwie „gelockt“ um die NSDAP zu unterstützen?
     
  6. corto

    corto Aktives Mitglied

    Geht es denn um die Zeit vor der Machtergreifung 1933 oder ab dann oder sogar erst um die Kriegszeit ab 39?

    Grundsätzlich könntest du aber mal auf youtube die alte Filmreihe:
    "warum sie Hitler wählten - Bekenntnisse von NSDAP Jungwählern" anschauen um eine Idee zu erhalten.
     
  7. Mimi77

    Mimi77 Neues Mitglied

    Da die Frage ist, ob sich Macht kaufen lässt, bezieht sich die Frage sicher allgemein auf die Zeit bis sie an die Macht kamen und ob sie in dem Zusammenhang die Menschen bestochen/gekauft haben.
    Manipuliert wurden sie ja durch die Propaganda aber kann man da von Macht kaufen sprechen?
     
  8. corto

    corto Aktives Mitglied

    Wenn man davon ausgeht das die Propaganda wirkt kann man folgern:

    Geld für Propaganda -> Einfluss auf Wähler -> Stimmenzuwachs -> Macht durch Wahlergebnis

    verkürzt: mit Geld Macht gekauft

    Aber auch die Unterdrückung und Bekämpfung der Opposition muss ja organisiert und bezahlt werden.
     
  9. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Eine ganz grobe Übersicht von Sponsoren aus der Großindustrie bietet wiki. Es wird dort auch Sekündarliteratur angesprochen, die die Motivation der Geldgeber diskutiert. Der Mittelstand wird als Sponsor nur angeschnitten. Mit den dort erworbenen Mitteln konnte die NSDAP bspw. Zeitschriften wie "Der Stürmer" finanzieren oder die Kosten für Hitlers Reisen decken, um Propagandareden in vielen unterschiedlichen Orten zu halten.
    Für die Zeit nach der Machtergreifung konnte die NSDAP auf öffentliche Mittel (Steuern) zurückgreifen, um ihre Propaganda zu finanzieren. Das Radio (Volksempfänger) als staatlich subventioniertes Propagandamedium spielte nach 1933 eine immer größere Rolle.
     

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