Reichswehr

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von Gast, 8. Mai 2007.

  1. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    zurück zur Reichswehr und noch ein Nachtrag zu den Verletzungen des Versailler Vertrages:

    IMT, XXXIV, Dok. 032-C: Übersichtsliste der Marineleitung vom 9.9.1933 über teilweise zugestandene, teilweise geheim gehaltene Verstösse Deutschlands: Übersichtsliste gemäß Besprechung A.

    Überschreiten der zugestandenen Minenzahl,
    Dauernde Einlagerung von Geschützen aus dem Nordseebereich für Ostsee-A-Batterien
    Nicht-Verschrottung von Geschützen, die durch neue Armierungen frei wurden
    Abweichungen von den von der Entente vorgeschriebenen Aufstellungsorten für Küstenbatterien
    Strecken von Bettungen für A-Batterien und Lagerung von Flak-Munition
    Stecken von Bettungen im Kieler Bereich
    Überschreiten des zugelassenen Kalibers bei Küstenbatterien
    Bewaffnung von Minensuchbooten
    Bewaffnung von 6 SChnellbooten und 8 Räumbooten
    Aufstellung von Übungs-Flak-Batterien
    Salutbatterie Friedrichsort
    Überschreiten der Munitionsbestände
    Überschreiten der MG-Bestände

    beabsichtigt:
    Bewaffnung U-Boot-Mutterschiff
    Bewaffnung S-Boot-Mutterschiff
    Bau der REservezerstörer mit 1850 to.
    Bau von U-Boot-Einzelteilen
    Bau eines größeren Panzerschiffes
    Bewaffnung der Fischereifahrzeuge
    Einrichtung der Gebr. Thiel GmbH Ruhla für Fertigung mechanischer Zünder
    Einrichten der WASAG für Fertigung von Sprengstoffen
    Einrichten der Julius Pintsch AG für Fertigung von Minengefäße
    Einrichten Fa. Kuhlmann für Mundlochbüchsen
    Einrichten der Krupp AG für Flak-Geschosse und Flak-Rohre von 2 bis 10,5cm
    Einrichten der Mitteldeutsche Stahlwerke AG für Flak-Geschoss-Fertigung
    Einrichten der AG Lignose Schönebeck für Sprengstoffe
    Einrichten der M.A.N. AG für kriegswichtige Motorentypen-Fertigung

    Nr. 30: voraussichtlich in nächster Zukunft (bis 1934) notwendig werdende weitere Verstöße:
    ... u.a. Ausdehnung der Arbeiten zu Nr. 24-28 auf weitere Rüstungsbetriebe.


    Deutsche Gründlichkeit in der Erfassung. Ich war etwas sprachlos beim Lesen.
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ein nachträglicher Hinweis passt hier insweit, als er die deutsch-chinesische Fortsetzung der Zusammenarbeit in militärischer Ausbildung nach dem Zweiten Weltkrieg betrifft, ab 1964:

    Chern Chen: Deutsche militärische Ausbildungshilfe im Kalten Krieg:
    Nationalchinas Offiziere in der Bundeswehr 1964–1973,
    MGZ 2013, S. 51-68

    Die Bundeswehr trat hier in die Fußstapfen der Reichswehr. Beendet wurde das Ganze durch die Anerkennung der Volksrepublik China (1972).
     

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