RIR232 - August 1918

Dieses Thema im Forum "Der Erste Weltkrieg" wurde erstellt von TRaeger, 31. Dezember 2019.

  1. TRaeger

    TRaeger Neues Mitglied

    Hallo,
    Ich versuche, die letzten Tage eines Großonkels (Heinrich Räger, *1898 in Hannover) von mir zu rekonstruieren, der seit dem 23.August 1918 vermisst wird.
    Er war Mitglied der 2.MG-Kompanie des oben genannten Regimens, der Dienstgrad war Vizefeldwebel oder Leutnant, da gehen die Aussagen in den verschiedenen Quellen ein wenig durcheinander. In der Regimentsgeschichte taucht er weder im Text noch in der angehängten Verlustliste auf. Den in der Meldung des Regiments und in den Daten des Volksbundes genannte Ort "Homancourt" konnte ich bisher nicht lokalisieren, der Einsatzort des Regiments war nach der Regimentsgeschichte die Römerstrasse westlich von Peronne südlich der Somme im Bereich der Orte Foucoucourt und Rainecourt.
    Gibt es Quellen, die genauere Auskunft über die Vorgänge vor und an diesem für das Regiment wohl ziemlich fatalen Tages, evtl. auch von der Gegenseite? War es möglich, das Heinrich an diesem Tag nicht bei der Stammeinheit eingesetzt war sondern das die MGKompanie bei einer anderen Einheit eingesetzt war (was den nicht auffindbaren Ort Homancourt erklären könnte)?
    Mir liegen neben einem Schreiben des Regiments an seinen Vater (meinen Urgroßvater) sowie diverse Schreiben von Kameraden von ihm bei denen seine Brüder noch während und nach dem Ktieg versuchten, etwas über seinen Verbleib zu erfahren. Als Kuriosität (?) liegen mir auch Fahndungsunterlagen nach einem angeblichen "Wachtmeister Uschwa" der unter dieser Falschen Identität versuchte, die Angehörigen von Vermissten auszunehmen.

    Für Informationen bedanke ich mich schon im Voraus

    Tilman Chaim Räger
     
  2. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Ein echter cold Case. Ich selber habe vor einigen Jahren auch auf der Suche nach einem Anverwandten mehr Glück gehabt. Anhand der Homepage des Volksbundes konnte ich sein Grab in Nordfrankreich finden und auch besuchen.

    Die Endung -court, die man in Nordostfrankreich relativ häufig als Bestandteil von Ortsnamen findet, bedeutet eigentlich Hof im landwirtschaftlichen Sinne. Das kann durchaus auch ein kleiner Weiler sein. Insbesondere im Bereich der Front im ersten Weltkrieg ist es durchaus möglich, dass ein solcher Weiler im Verlaufe der Kriegshandlung vollkommen zerstört worden ist und deshalb nicht mehr auf heutigen Karten auftaucht. Ist denn aus den Unterlagen des Volksbundes ersichtlich, wo dieser Ort gewesen sein soll? Gegebenenfalls kann man auch beim Volksbund anrufen, denn nicht alle Unterlagen sind auch online einsehbar.

    Da habe ich keinerlei Ahnung, ist aber durchaus möglich und wahrscheinlich. Vielleicht könnte man bei historischen Vereinen in der Region nachfragen oder bei dem französischsprachigen Geschichtsforum: Forum Histoire - Passion Histoire • Page d’index
     
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  3. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Genau zwischen den beiden Orten (bei Herleville) ist mir eine Rue du 41e RI aufgefallen. Das 41. frz. Infanterieregiment war 1918 in der Gegend im Einsatz, ua im April (Hangard-en-Santerre) und während der 2. Marne-Schlacht.

    Leider kann ich kein französisch, was das weitere Rumgesuche schwierig macht, aber hilft vielleicht, Informationen von der Seite zu finden.
     
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  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Dann sollte er aber auf historischen Karten auffindbar sein. Hier finde ich ihn aber auch nicht:
    Europe in the XIX. century | Mapire - The Historical Map Portal
     
    hatl, Carolus und thanepower gefällt das.

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