Russland

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von Stas, 23. April 2004.

  1. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied


    Schön fürs Bilderbuch, aber für Rußland ?

    Die schwedische Königsdynastie ist seit 1818 ein Import aus napoleonischer Zeit,
    da hat sich geschichtlich viel verändern können, aber der Zar war seit Iwan IV.
    Zeiten auch Oberhaupt der orthodoxen Kirche und hatte somit als Repräsentant des 3. Rom noch mehr Machtfülle als der Byzantinische Kaiser gehabt , er war absolut autokratisch.
    Nikolaus II. hatte immer wenn die Frage nach Aufgabenverteilung in Kriesenzeiten aufkam mißtrauisch diesen Autokratismus verteidigt. Er und seine Vorgänger haben es versäumt
    sich den Herausforderungen des 19. Jahrh. ehrlich zu stellen und die Monarchie neu zu tapezieren. ( Die Bauernbefreiung Alexander III. blieb auf halbem Weg stecken )

    Es ist also nicht das russische Volk, welches extrem ist, wie hier Ph. August schreibt, sondern
    der Abstand des Zaren zu seinem Volk .
     
  2. Leona

    Leona Mitglied

    In Nordkalifornien im Sonoma-County gibt es einen Fluß mit dem Namen "Russian River" und eine Stadt namens "Sebastopol". Ich dachte, russische Siedler, Pelztierjäger, Fallensteller, die über den Pazifik gekommen waren, hätten diese Namen hinterlassen.
     
  3. Hurvinek

    Hurvinek Gast

    Sitka (heute auf einer südlichen Insel Alaskas), damals Nowo-Archangelsk war die Hauptstadt von Russisch-Amerika. 1867 wurde in Sitka dann Alaska an die Amerikaner feierlich übergeben.
    Die Russen kamen bis zur Bucht von San Francisco.
     
  4. Tekker

    Tekker Gast

    Nicht ganz. Fort Ross lag etwas nördlich, eben im heutigen o.g. Sonoma County. Dieses war m.W. als Versorgungspunkt für russisch Amerika angelegt worden. Rußland beanspruchte auch eine Weile das Oregongebiet, was der Vollständigkeit halber erwähnt sei.
     
  5. kwschaefer

    kwschaefer Aktives Mitglied

    Ihr habt beide recht.

    Nikolai Rezanov lag mit seiner "Juno" vom 5. April bis zum 31. Mai 1806 in San Francisco, um von den Spaniern Lebensmittel für das hungernde Sitka einzukaufen. Erfolg hatte er erst, als er um die Hand der Tochter des spanischen Kommandanten, Concepcion Arguello, anhielt.

    Eine russische Expedition unter Ivan Kuzkov war mit der "Kodiak" von Januar bis August 1804 in Bodega Bay, Sonoma County, um die Gegend zu erkunden und einen Siedlungsplatz zu suchen.

    Anfang 1812 war Kuzkov mit der "Chirikov" zurück in Bodega Bay, um nun eine Siedlung zu gründen, entschied aber, dass ein Platz rd, 30 km nördlich besser geeignet sei, wo er dann Fort Ross gründete.
    Russian Settlement at Fort Ross, California, in the 19th Century
     
  6. Leona

    Leona Mitglied

    Das war die bekannteste, die dann Zarin Katharina die Große wurde. Die russischen Zarensöhne haben mit Vorliebe deutsche Prinzessinen geheiratet aus einem einfachen Grund: Die Frau eines Zarewitsch mußte eine geborene Prinzessin sein und mußte zum orthodoxen Glauben konvertieren. Wegen der Kleinstaaterei in Deutschland gab es da reichlich Prinzessinnen und wenn die dann noch protestantisch waren, stand einem Übertritt zum orthodoxen Glauben nichts im Wege, Katholiken haben so etwas nicht gemacht. So hat eine sehr nette und kompetente Reiseleiterin in St. Petersburg erklärt, weshalb so oft deutsche Prinzessinnen bei Zarens eingeheiratet haben.
     
  7. Liljana

    Liljana Neues Mitglied

    Es floß eine Menge deutsches Blut in den Zaren:

    Zarin Alexandra geborene Alice von Hessen 25.04.1872 - 16.07.1918
    Frau des letzten Zaren und Mutter von Olga, Tatjana, Maria, Anastasia, Alexej

    Zarin Maria Fjodorowna geb. Dagmar von Dänemark 26.11.1847 - 23.10.1928, Frau von Zar Alexander III und Tochter von König Chistian IX. und Louise von Hessen - Kassel

    Zarin Alexandra Fjodorowna geb. Charlotte von Preußen 13.07.1798 - 01.11.1860, Frau von Zar Alexander II und Tochter von König Wilhelm III von Preußen und Luise von Mecklenburg - Strelitz

    Zarin Maria Fjodorowna geb. Sophia von Württemberg 25.10.1759 - 05.11.1828, Frau von Zar Paul I. und Tochter von Herzog Friedrich von Württemberg und Friederike von Brandenburg-Schwedt

    Zarin Katharina II. geb.Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst 02.05.1729 - 17.11.1796, Frau von Zar Peter III. von Tochter von Fürst Christian von Anhalt-Zerbst

    Zar Peter III. geb. Herzog Peter von Schleswig-Holstein-Gottrup 21.02.1728 - 17.07.1762 und Sohn von Herzog Karl-Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottrup und Anna Petrowna, einer Tochter Peter des Großen.

    Zar Iwan VI. 12.08.1740 - 04.07.1764, Sohn von Anton Ulrich und Anna Leopoldowna geb. Elisabeth von Mecklenburg

    Zar Peter II. 12.10.1715 - 18.01.1730, Sohn von Zarewitsch Alexei und Charlotte von Braunschweig - Wolfenbüttel


    :winke:
     
  8. Der Großvater mütterlicherseits von Lenin war übrigens auch ein deutscher Einwanderer.
     
  9. Musiker53

    Musiker53 Neues Mitglied

    Zitat aus der Mitteilung von Titus_Livius
    Es gibt auch etwas in anderen Bereichen. Als Musiker kann ich bestätigen, dass jeder Musikschüler meiner Zeit bei der Weltmusikgeschichte zuerst mit dem Johann Sebastian Bach angefangen hat. Danach folgten Georg Friedrich Händel, Christoph Willibald Gluck, Franz Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven. Die russische Musik wurde üblicherweise erst im Dritten Jahr gelernt und die Sowjetische im Vierten.
    Geht man in die berufsbildende Schule, wird das alles in gleichen Reihenfolge vertieft wiederholt, also, beginnend mit I.S. Bach und so weiter. Und bei Hochschule für Kultur war es auch nicht anders.

    Als Akkordeonist sollte ich nach dem Lehrplan vier Stücke von polyphonischer Musik pro Lehrjahr spielen, meistens war es irgendetwas von Bach. Und mein russischer Akkordeonlehrer sagte immer:"Anfang von Allem heißt I.S.Bach!"
    Allgegenwärtig waren auch Mozart, Beethoven, Schubert und andere deutsche Komponisten.
    (Als es noch kein Deutschland gab, waren sie alle Deutsche, oder?!? ist auch unwichtig!!)
     
  10. Hipokampus

    Hipokampus Neues Mitglied

    ja, Zar Nikolaj hat Alyaska für 2 Millionen den Amerikanern verkauft
     

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