Schiffstypen im Altertum

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von Backup, 9. April 2004.

  1. Backup

    Backup Gast

    Frage von Thorstein :

    Ich versuche es hier noch einmal, was ich bereits mit den Etruskern fruchtlos versucht habe, z.B. den Seevölkern mit handfesten Erkenntnissen auf die Spur zu kommen. Frage: Welche Schiffstypen sind uns im Altertum überhaupt bekannt? Welchen Völkern können wir sie zuordnen?

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    Antwort von Larissa :

    Hallo Thorstein,

    versuche es doch mal hier:
    Museum für antike Schifffahrt (http://www.mainz.de/kultur/museen/kul004.htm)
    da gibt es auch eine Datenbank Bilddatenbanken zur europäischen Schiffsarchäologie, in der die Mainzer Schiffsfunde und das Museum für Antike Schiffahrt detailliert vorgestellt werden. (http://www1.rgzm.de/)

    Viel Spaß, Larissa



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    Antwort von Roland :

    Ja, der link ist gut...

    und noch etwas literatur:
    -Pekáry, Irene: Repertorium der hellenistischen und römischen Schiffsdarstellungen, Münster 1999
    -Casson, Lionel: Die Seefahrer der Antike, München, 1979

    und noch etwas allgemienes: man sollte den begriff "völker" in der antike doch mit vorsicht benutzen...

    viele gruesse,
    r

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    Frage von Heinz :

    Warum?

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    Antwort von Roland :

    Darum!

    an alle: es wäre von vorteil, wenn man deutlich machte, worauf man sich bezieht - das erleichtert die diskussion ungemein!

    viele gruesse,
    r

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    Antwort von crispy :

    Was bitte ist Altertum? Das Museum fuer antike Schiffahrt in Mainz(Naehe Fort Malakoff Park) besitzt eine grossartige Darstellung der Schiffe aus der Roemerzeit. Die Roemer waren aber keine Seefahrer, dies waren die Karthager, Phoiniker und die Minoer. Selbst Khem (Aegypten) hat die Phoiniker beauftragt(www.phoenicia.org), weiterhin s.a. Herodotos von Halikarnossos. Das British Museum hat einige recht gute Reliefs von phoinikischen Schiffen aus der Zeit
    -500; auch im Louvre gibts etliches zu finden. Ansonsten: Shire Books, "Ancient Warfare and Weapons" etc. ETC folgt, sobald ich wieder daheim in meiner Bibliothek bin.

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    Frage von Imperator :

    Hallo Crispy,
    sind Karthager nicht auch Phönizier?

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    Antwort von wthurner :

    Hallo Imperator, ich darf mal kurz antworten:
    Die Phönizier gründeten Karthago. Die Karthager wurden später von den Römern auch als Punier bezeichnet.
    Zu den Schiffstypen im Altertum ein link anbei (ohne Gewähr):
    http://www.trendset.de/schiffe/kuestenschiffahrt.htm
     
  2. Original von LORDanonymus, dem mein Dank für den Text und die Links gilt:

    Hallo Forum

    Auf Grund eines berichtes im N24 kanal den Ich ueber Satteliten empfange,sah Ich einen bericht ueber die Triereme "Olympias" der Griechischen Marine...
    Das Schiff wurde erneuert um fuer die Olympischen Spiele und die eroeffnungs feier das Feuer nach Athen zu bringen.

    ..."The ancient Greek navy was one of the most powerful at the time. While the ancient Greek trireme would be no match for today's cruisers, frigates and destroyers, at the time they represented the best that naval technology had to offer. The trireme was built for speed and mobility. The triremes were 120 feet long, small by today's standerds, and were powered by 170 rowers arranged in three rows. They were built low to the ground, the bottom row of rowers were just 18 inches above the waterline, and very narrow which meant that the triremes were not built to handle open ocean. The rough seas would make short work of a trireme because of its very low weight. The triremes were built for short, close in, battles. They were not made to handle long, open ocean campaigns. However, the triremes were very fast and maneuverable which gave them a critical advantage in the close-in battles that were typical of ancient naval engagements.."

    http://www.richeast.org/htwm/Greeks/kapost/ship.html

    The Trireme (Greek trieres) was the "state of the art" fighting ship designed to be able to cover long distances quickly under oar and sail, and in battle to ram enemy ships with devastating effect. Money from the new vein of silver in Laurion enabled Athens to buy timber from Italy to increase her fleet from 40 in 489 BC to 200 in 480. The polis paid for the ship and its crew: equipment and repairs were paid for by a rich citizen as one of the liturgies (trierarchia - a brilliant Athenian notion which shamed the richest citizens into spending their wealth on the city, without the need for taxation). A full-scale replica of a trireme was launched in 1987, painstakingly reconstructed, using all available ancient evidence (especially the Lenormant relief). Full information about Olympias, the Greek navy's least up-to-date- ship can be found on the official trireme project web site.

    *Overall length: 37 metres (121 feet)
    *Overall beam: 5.5 metres (18 feet)
    *170 oarsmen in 3 files on each side: top file 31, middle and bottom 27 each
    *Oarsmen spaced at 2 cubits (0.888 metres/2 feet 9 inches)
    *One man per oar
    *Oar length 4.2m (13 feet 8”) and 4.0m (13 feet) - short oars at ends of ship
    *Speed: able to cover 184 sea miles at about 7.5 knots without stopping

    http://www.users.globalnet.co.uk/~loxias/trireme.htm

    Einige wunderschoene Bilder ueber die Olympias,unter dem folgendem Link...

    http://www.angelfire.com/art/archictecture/trireme1.htm

    Und wie eine Trireme gebaut wurde...

    http://home-3.tiscali.nl/~meester7/engtrireme.html

    So entspricht etwa der Bremsweg einer Trireme ihrer Schiffslänge. Über einen so kurzen Bremsweg verfügt kein anderes Fahrzeug.
    Übrigens trugen Triremen grundsätzlich weibliche Namen. Wenn ihr mal wissen wollt, was für Namen für Triremen üblich waren, schaut euch mal diesen Link an:
    http://www.users.globalnet.co.uk/~loxias/triremenames.htm
    Hier noch ein Link, der Infos über Triremen und die Schlacht von Salamis enthält:
    http://www.richeast.org/htwm/Greeks/kapost/ship.html

    The crew of a trireme usually consisted of 203 men, about two-thirds that of a modern destroyer. Obviously, most of the crew were rowers, 170 in all. Most of them were poor Greek citizens of the city-state or hired rowers from elsewhere in Greece. Besides the rowers, a trireme's crew consisted of the following:

    14 Spearmen
    4 Archers
    25 Officers and Sailors

    The captain of a trireme was usually a political appointee who knew very little about naval warfare. This meant that the actual command of the ship usually fell to the "kybernetes", or helmsmen. Next came the "proreus", the lookout who was in charge of the foredeck. The lowest ranked officer on a trireme was the pentecontarchos who was in charge of wages and the administrative duties of running a ship of war. In addition, the trireme had a crew of 25 highly trained sailors, including a carpenter, a necessity on a wooden ship. (Thubron 44)

    Das heist das sie auch eine art "Marines" an bord hatten....
    plus bei der see schlacht in Salamis...waren mehr Hopliten an bord ..die gleich nach der rammung das feindliche schiff unter beschuss nahmen...und es enterten....
    Ich habe einen artikel darueber....der aber leider auf griechisch ist...

    Die Decksbesatzung haben aber in solchen Aktionen auch ganz schönen schaden einstecken müssen. Ich meine mann muss sich mal vorstellen wie nen auto aussieht, wenn es einen auffahrunfall mit einem LKW bei sagen wir 3km/h hatte.

    Ich glaube das der winkel in so einem fall eine enorme rolle spielt ...und somit der aufprall eher leichter fuer den attacker war....
    Salamis ist ein glaenzendes beispiel dafuer...
    Es wurde immer in die "mitte" der gegenrischen schiffe gerammt...
    Der rammkopf war unter wasser und war durch Bronze bedeckt...das heist beim rammen...war sofort der kiel getroffen und nicht das deck...nach dem rammen beim rueckwaerts rudern ...konnten sie sich schliesslich "immer" vom sinkenden schiff entfernen....Das heisst also das der aufprall an sich nicht das groesste problem war...

    The Persian King Xerxes had invaded Hellas in 480 BCE and had taken most of the land. The Persians had destroyed most of the villages and had even taken Athens. All that was left of the Greek military was its navy whcih was anchored in the Bay of Salamis. The Persians attacked the Greeks and suffered a horrible defeat:

    200+ Persian ships lost
    40 Greek ships lost

    http://www.richeast.org/htwm/Greeks/kapost/ship.html

    Eine Buchempfehlung dazu:

    Die athenische Triere
    Geschichte und Rekonstruktion eines Kriegsschiffes der griechischen Antike

    von John S. Morrison, John F. Coates

    Ein interessanter Punkt zu den Triremen ist es, daß man sie nicht richtig versenken konnte, wenn sie durchs Rammen leckschlugen und volliefen, schwammen sie noch, vorausgesetzt die Besatzung verließ das Schiff, zwar sackte das Schiff 2-3meter ab und das Deck war dann plan mit der Wasseroberfläche oder auch knapp darunter, aber die Triremen versanken nicht ganz auf den Grund sondern schwammen an der Wasseroberfläche weiter.

    Das beste Kriegsschiff der Antike ist im übrigen sehr relativ, die Schiffe erfüllten, wie heute auch, schon spezialisierte Aufträge und kämpften unterschiedliche, daher kann man kaum einen Typ als den Besten, allen anderen überlegenen Typen hinstellen. Die letzten großen Triremen Flotten wurden von römischen Liburnen, das sind leichtere und schnellere Biremen versenkt, die Römer setzten aber anfangs zur See auf größere, schwerere Schiffe und den Enterkampf, auch mit dem Corvus, da war die Quinquereme das Standard Kriegsschiff. Zwar konnte man mit einer Trireme einem solchen, schweren Schiff davonfahren und ausweichen, aber schon die Ruder abzufahren, d.h. wegzurammen war gefährlich weil man dann geentert werden konnte.

    Das waren halt arg unterschiedliche Konzepte der Seekriegsführung.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 29. Juni 2004
  3. florian17160

    florian17160 unvergessen

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