Slawische Wehranlagen

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von Ronny25NB, 7. Juli 2004.

  1. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Das sagte man gerne über irgend eine Festung. Tatsache ist, dass sowohl die Jaromarsburg, Köpenick, Spandau und wohl auch andere eingenommen wurden und nicht nur durch Belagerung sondern auch im Sturmangriff.
     
  2. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Eine weit verwendete Belagerungstechnik bestand darinn, Reisig und Holz vor der zu knackenden Anlage zu stapeln und dieses Material anzuzünden.

    Das Feuer hat nicht nur Holzanlagen zerstört. Auch steinerne Wälle konnte man damit mürbe machen, die Hitze und der Rauch machten Löschversuche von Oben i.d.R. unmöglich, der Belagerer konnte diesen Umstand nutzen um noch andere Tätigkeiten unter diesem Schutz zu betreiben. Am Ende blieb von der Palisade nur Holzkohle, vom Erdwall ein ausgeglühter Haufen Erde ohne Zusammenhalt.

    Bezüglich den Schäden an Hölzernen Bauten: Massives Holz hält dem Feuer relativ lange stand. Wenn es jedoch erst einmal richtig brennt (und dazu braucht es eine Weile) ist es ohne moderne Mittel kaum noch zu löschen. Bei den Fällen die du erwähnst, ist vermutlich durch die Feuerwehr irgendwann mit viel Wasser gelöscht worden. Früher war so etwas nicht möglich, wie es dadurch bewiesen wird, dass nicht nur zahlreiche Mittelalterliche Städte abgebrannt sind, sondern auch viele steinerne Burgen, hauptsächlich durch Unfälle oder Blitzschlag.

    Etwas OT aber ein gutes Beispiel: Die Jesuitenkirche von San Ignacio, in Norden Argentiniens, wurde 1817 von Portugiesischen Truppen aus Brasilien angezündet. Sie hatte zwar eine steinerne Hülle (die noch steht) aber eine Tragkonstruktion aus sehr widerstandsfähigen Harthölzern. Sie brannte ganze acht Tage lang bevor sie zusammenstürzte.
    Datei:Ruinas-san-ignacio.jpg – Wikipedia
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Dezember 2009
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  3. Silli

    Silli Neues Mitglied

    Ich will ja auch nicht verallgemeinern. Ich muß aber wiederholt darauf hinweisen, daß die slawischen Burgen gegen andere slawische Stämme schützen sollten und nicht gegen schwere deutsche Belagerungstechnik.
    Und zuerst reichte die Truppenstärke und Ausrüstung eben nicht aus, um solche Wehranlagen zu bezwingen. Ausnahmen gab es sicher. Erst mit größerem Aufwand ab 1100 ging das Slawenvolk und auch seine Wehranlagen unter.
     

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