Sollten Nazi-Verbrecher heute noch verurteilt werden??

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Rikaya, 19. Juni 2013.

  1. flavius-sterius

    flavius-sterius Aktives Mitglied

    Der Großvater meiner Frau war schon in den 1930er Jahren SS-Mitglied. Nach Info meiner Schwiegermutter hätte er seine Tätigkeit im Hinterland nicht mehr ertragen und um Versetzung an die Front gebeten. Er ist dann nachweislich in der Sowjetunion an der Front gefallen.

    Ob die erwünschte Versetzung so stimmt, kann ich nicht beurteilen. Ich habe dazu nichts schriftliches gesehen, nur die Familiensaga dazu gehört. Wie hier im Faden in Bezug auf Gröning schon ausgeführt, konnte so eine Versetzung auch unfreiwillig freiwillig passieren.
     
  2. flavius-sterius

    flavius-sterius Aktives Mitglied

    Das halte ich für billige Polemik. So etwas ist in Deinen Beiträgen sonst nicht üblich. Da bin ich negativ überrascht.

    Wo kommen wir her?
    Die Taliban verjagten unter tatkräftiger Unterstützung der pakistanischen Sicherheitskräften die Mudschahedin von der Macht und besetzten weite Teile des Landes. Sie führten dann einen rigiden Islam ein. Kinos, Musik wurden verboten. Das Auftreten von Frauen in der Öffentlichkeit ohne Burka sowie ohne Begleitung eines männlichen Verwandten bzw. des Ehemannes verboten.

    Heute:
    Die aktuelle Situation der Frauen ist deutlich besser als unter den Taliban. Ebenso haben die Menschen im Alltag deutlich mehr Freiheiten als unter den vorherigen Machthabern.
    Delbar Nazari - Wikipedia

    Die Situation in dem Land ist schlecht. Durch den geplanten Abzug der USA werden die Taliban an die Macht zurück kommen. Jedoch sollte man hier nicht den Militärs verantwortlich machen. Was auch hier im Forum keiner tut. Sondern der Politik. Aus völkerrechtilchen Erwägungen verweigert man sich, einen gescheiterten Staat in regierbare Teile zu zerlegen. Warum werden die Usbeken nicht an Usbekistan angegliedert? Warum die Tadschiken nicht an Tadschikistan? Dort gibt es dann vernünftig ausgebildetes Militär, bürokratische Strukturen, welchen einen neuen Angriff der meistens paschtunischen Taliban vermutlich erfolgreich parieren könnten.Insbesondere mit russischer Lenkung im Hintergrund. Aber Diplomaten können halt nur die bestehenden Grenzen als sakrosant erklären und nichts zur Lösung beitragen.
     
  3. flavius-sterius

    flavius-sterius Aktives Mitglied

    Dein Ernst?
    Weißt Du eigentlich wie alt die Transporthubschrauber der Bundeswehr sind? Die Dinger stammen aus den 1970 / 1980er Jahren. Erinnerst Du Dich an einen VW Golf aus den 1980er Jahren?
    ABS, Airbag, etc. Unbekannt.

    In Abstand von wenigen Jahren kriegen unsere Politiker über den Bundestagsfuhrpark bzw. der Fahrbereitschaft immer wieder neue Luxuskarossen hingestellt. Für unsere Soldaten genügen 30 Jahre oder ältere Ausrüstung. Da fliegen 25 Jahre alte Piloten 40 Jahre alte Tornado-Jagdbomber (wie sagte mir mal ein Fähnrich: Das Flugzeug hat mein Onkel auch in jungen Jahrem schon geflogen, jetzt wird das mein Arbeitsplatz)
    Hast Du Deinem Bundestagsabgeordneten mal einen Brief geschrieben und Dich über diesen Zustand bei der Bundeswehr beschwert? Wenn das mal 40 Millionen Bürger machen würden, dann wäre vielleicht die Neigung der Politik etwas größer so etwas abzustellen.
    Die Bundesrepublik finanziert anderen Ländern Rüstung. Mir fallen da Israel und die Türkei ein. Dann kann es passieren, dass mit deutschem Steuergeld ausländische Soldaten Waffen erhalten, von denen die Bundeswehr nur träumen kann. Hast Du bei der Partei, welche Du bei der letzten Wahl ausgesucht hast, mal diesen Sachverhalt kritisiert? Ich habe keine Ahnung, welche Partei Du wählst. Aber in eine Demokratie wäre es richtig, wenn man der Politik klarmacht, dass sie von den Bürgern kritisch beobachtet werden.
     
  4. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Die Terrorgefahr ist in Europa heute größer als 2001. Für Afghanistan sieht es nicht viel anders aus. Die Taliban stellen nach 20 Jahren Bundeswehr am Hindukusch immer noch eine Gefahr für Afghanistan da. Der IS konkurrierte teilweise mit den Taliban. Da fragt man sich, wer ist schlimmer.


    Auch neustes Material hilft der Bundeswehr nicht dabei, ein friedliches Afghanistan zu schaffen. Das kann keine Armee leisten.

    Edit: Ich frage mich auch, wie man beispielsweise mit Jagdbombern ein Land aufbauen will. Man kann mit Jagdbombern etwas kaputt machen, aber aufbauen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Oktober 2020
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  5. Pardela_cenicienta

    Pardela_cenicienta Aktives Mitglied

    Wir haben hier aber beispielhaft das Verhalten eines Trolls.

    Unabhängig von der politischen Haltung sehen wir einen Argumentationsstil der in Fragen Tatsachenbehauptungen einbaut, der in Nebensätzen und Adjektiven Beleidigungen aufstellt.
    Es ähnelt dem Stil von Herrn Trump, ein Stil der ja hinlänglich als gleichzeitig narrzisstisch und den Gegner herabwürdigend analysiert wurde.
    Auch beim Thema "Framing" stolpert man über die gleichen Muster.
     
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  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Das steht m.E. außer Frage. Gleichzeitig hat flavius-sterius m.E. Recht, wenn man für die Exekutive fordern muss, dass sie mit Material versorgt wird, das zeitgemäß ist. Gesundheitsämter mit moderner EDV und die Bundeswehr mit einer Ausrüstung, die dem legitimen Verteidigungsanspruch einer europäischen Demokratie entspricht.

    In diesem Kontext der Hinweis auf ein neues Buch von Neitzel: Deutsche Krieger: Vom Kaiserreich zur Berliner Republik - eine Militärgeschichte

    Bundeswehr-Enthüllungen: Eine Welt für sich
     
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  7. mayco

    mayco Neues Mitglied

  8. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    Mit Deinen Äußerungen über die Bundeswehr schlägst Du in meinen Augen auf die Falschen ein. Für Einsätze der Bundeswehr gilt nach wie vor das Primat der Politik. Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee.
    Sie hat sich nicht selbst dazu ermächtigt, jetzt nach Afghanistan zu gehen und Ihre Angehörigen - Deine und meine Soldatinnen und Nachbarn - praktisch unbewaffnet in irgendein halbschwer befestigtes Feldlager zu setzen und sich beim täglichen Militärgammel beschießen zu lassen.

    Unser Bundestag - Deine und meine Abgeordneten - hat den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan legitimiert - was a) in der Form so auch richtig ist und b) in der Sache politisch diskutiert werden muss - sicherheits-, bündnis- und innenpolitisch.
    Das ist keine militärische Angelegenheit und der Afghanistaneinsatz ist kein Hobby schießwütiger Hauptgefreiter und ordensgeiler Generale, die so doof sind, dass sie ohne Plan und angemessene Ausrüstung in ein Welteroberungsabenteuer ziehen.


    Edith:
    @ Land aufbauen mit Jagdbombern: Das Nationbuilding als Interventionsbegründung ("Make the world safe for democracy") ist im Irak und Afghanistan krachend gescheitert. Das dürften die maßgeblichen politischen Akteure inzwischen auch alle eingesehen haben.
    @ Terrorgefahr: Die aktuelle Sicherheitslage in Europa und Deutschland ist mit einer ziemlich komplexen Gemengelage zu begründen. Mit dem Afghanistaneinsatz der Bundeswehr dürfte er aber sowas von gar nichts zu tun haben...
     
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  9. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    @Neddy Ich habe dir eine PN zu diesem Thema geschickt. Ich möchte das tagesaktuelle Thema "Bundeswehr in Afghanistan" im Forum nicht noch weiter vertiefen.
     
  10. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    @Ugh, Du hast Recht. In diesem Thread hat die Bw schon doppelt nichts zu suchen.
    Vielleicht ist ein Moderatrix so nett, die Bw-Beiträge bei Gelegenheit wegzusortieren? (Und sorry, dass ich nicht an mich halten konnte.)
     
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