Südamerika - Menschenopfer zu bestimmten Festen

Dieses Thema im Forum "Lateinamerika | Altamerikanische Kulturen" wurde erstellt von Gast, 27. April 2005.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo an alle da draussen!

    Astronomie-Kalender-Menschenopfer-Mumien im alten Südamerika. Gab es da bestimmte Riten, Bräuche, wann welchem Gott Menschen geopfert wurden?

    Vielen Dank,
    Bernadette
     
  2. parago

    parago Neues Mitglied

    Finde wiki mal wieder sehr aufschlussreich, zumindest als Anregung zum Weitergoogeln

    http://de.wikipedia.org/wiki/Opferkult_der_Azteken

    Ausserdem folgendes:

    Weltbild

    Nach Überlieferungen der Azteken wurde unsere Welt bereits viermal erschaffen und zerstört. Das fünfte Zeitalter, in dem wir heute leben, wird von Tonatiuh, dem Sonnengott, beherrscht. Dieses Zeitalter wird nach Glauben der Azteken mit einem Erdbeben enden.

    Die Azteken hatten zwei Kalender: Das rituelle Jahr und das Sonnenjahr. Ein rituelles Jahr dauert 260 Tage, ein Sonnenjahr 365 Tage. Alle 52 Jahre synchronisieren sich diese beiden Kalender. Am Ende jedes Zyklus können die Götter entscheiden, die Welt zu zerstören - deshalb fand alle 52 Jahre das wichtigste religiöse Ereignis statt: Die Neues-Feuer-Zeremonie. Fünf Tage vor Ende des Zyklus wurden sämtliche Altarfeuer entzündet, die Azteken zerstörten ihre Habe und beklagten das Ende der Welt.

    Am Ende der fünf Tage gingen die Priester zu einem Krater im Tal von Mexiko, wo sie auf das Erscheinen der Plejaden am Himmel warteten. Erschien diese Konstellation, so bedeutete das, daß die Welt noch weitere 52 Jahre bestehen würde. Die Priester entzündeten dann ein Feuer in einem Tierkadaver, und alle Feuer im Tal von Mexiko wurden mit dieser Flamme entzündet.
    Am folgenden Tag begann der Wiederaufbau, es wurden Opfer gebracht und gefastet.


    Quelle: http://www.hussel.de/index.php?section=4,1
     
  3. KFdG

    KFdG Neues Mitglied

  4. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Das wohl prominenteste Menschenopfer der Inka ist das vor etwa 500 Jahren getötete "Ampato-Mädchen", benannt nach dem Berg in den Anden, auf dem es 1995 gefunden wurde (siehe Bild). Grabbeigaben wie eine Tasche mit Kokablättern, silberne Broschen und hochwertige Kleidung wiesen das Mädchen als Opfergabe, wahrscheinlich an den Vulkangott Apu Ampato aus.

    Die 14jährige ist jedoch bei weitem nicht der einzige Fund dieser Art. Neben zahlreichen anderen ist die Entdeckung der gefrorenen Überreste eines Inkajungen nahe dem Cerro el Plomi in Chile ein weiteres bekanntes Beispiel. Sein Gesicht war bunt bemalt und er trug eine wollene Tunika. Als Beigaben fand man die Silberfigurine eines Menschen sowie die goldene Nachbildung eines Lamas.

    Doch nicht nur Kinder wurden den Göttern geopfert. In Nordwestargentinien fand man die Überreste eines etwa 20 Jahre alten Mannes, der in einer steinernen Grube gefunden wurde. Eine etwa im selben Alter geopferte weibliche Person wurde vor 80 Jahren auf dem Cerro Chuscha in Argentinien entdeckt. Auffallend ist dennoch, dass es sich fast ausschließlich um junge Menschen handelt. Ausnahme bildet hier die Opferung von Kriegsgefangenen.

    Die bisher gefundenen Menschenopfer wurden erdrosselt, erstickt, durch einen Schlag auf den Hinterkopf getötet, eingemauert oder sind erfroren.

    Die Inka verehrten neben Himmelserscheinungen (Sonne, Mond, Planeten, Sternkonstellationen) auch Naturerscheinungen wie Felsen, Quellen und Berge. Auf vielen Berggipfeln errichteten die Inka rituelle Zentren und Schreine. Der Antrophologe Johan Reinhard hat in den letzten Jahren eine große Zahl geopferter Kinder eben an diesen religiösen Stätten in den Anden gefunden hat. Aufgrund der guten Konservierungsverhältnisse (Dauerfrost) sind die Mumien fast immer in einem beindruckend gutem Zustand.

    In den Sonnwendmonaten Juni und Dezember wurden in Cuzco, der Hauptstadt des Inkareiches zahlreiche Mädchen und Jungen zu Opfern bestimmt. Man nannte sie capacochas ("königliche Sünden"), da sie für die Fehltritte der Regierenden sühnen sollten. Das Fest zu Ehren der ausgewählten Menschenopfer in Cuzco dauerte 10 Tage. Während dieser Zeit wurden die Kinder von der Bevölkerung verehrt und als Halbgötter gefeiert. Sie waren in dem Glauben, dass sie gleich nach ihrem Tod zu Göttern würden. Am letzten Tag traten sie vor den Goldenen Thron des Herrschenden. Dieser bat den Sonnengott Inti, die Auserwählten anzunehmen. Die Priester an der Spitze der sich anschließenden Prozession opferten an den wichtigsten huacas (heilige Schreine), bis die entlegendsten Provinzen des Reichs erreicht waren.

    Vermehrt wurden Menschenopfer in Krisenzeiten (Krieg, Naturkatastrophen, Epidemien) dargebracht. Man geht davon aus, dass sich die Zahl der Menschenopfer auf über tausend pro Jahr beläuft.
     

    Anhänge:

  5. parago

    parago Neues Mitglied

    Sowohl Azteken als auch Maya koennen Mexiko zugeordnet werden, das, wenn ueberhaupt, zu Zentralamerika gehoert. :p :winke:
     
  6. KFdG

    KFdG Neues Mitglied

    Es wurde nach Informationen bezüglich Südamerika gefragt,
    Mexiko gehört zu Nordamerika. Um aber keinen Streit aufkommen zu lassen, ordnen wir es am besten zu Mesoamerika.;)

    Wer hat die Maya erwähnt???:confused: ( Zu Mexiko zuordnen kann man sie natürlich )
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2005
  7. parago

    parago Neues Mitglied

    Jetzt hab ich Depp deinen Beitrag auch noch unabsichtlicherweise positiv bewertet. So viel Schwein muss man mal haben. Es scheiden sich tatsaechlich die Geister, wozu man Mexiko zaehlen kann, nur frage ich mich, wenn Mexiko nicht Mittelamerika ist, was ist es denn denn dann? Alles suedlich von Mexiko zaehlt doch schon zu Sued- oder Lateinamerika, oder irre ich mich?

    :eek:fftopic: :sorry:
     
  8. KFdG

    KFdG Neues Mitglied

    Der grösste Teil Mexikos gehört zu Nordamerika, unterhalb Mexikos gibt es noch eine ganze Menge: Guatemala, Belize, Pananama, Costa Rica...
    Südamerika fängt mit Kolumbien und Venezuela an. Als Lateinamerika gilt Ganz Süd- und Mittelamerika, Mexiko und Inseln wie Cuba. Das kommt daher, dass man vergleiche anstellt, z.B. Azteken = Römer Amerikas, Tenochtitlàn = Vendedig Amerikas, ausserdem spricht man in allen lateinamerikanischen Staaten ( mit wenigen Aussnahmen, z.B. Brasilien, Fran. Guyana ) Spanisch.
     
  9. Gast

    Gast Gast

    Mexico gehört geographisch gesehen definitiv zu NORDamerika.

    die Bezeichnung Lateinamerika bezieht sich auf die gesprochenen (lateinischen) Sprachen und umfaßt auch Staaten in der Karibik, Mittel- und Nordamerika (Mexico).
     
  10. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Also ich bitte dich...!

    Wo hast du den Unsinn mit den Vergleichen her? Es wird Lateinamerika genannt aufgrund der lateinischen Sprachen (auch portugiesisch und französisch!) die dort gesprochen werden.

    Die Spanier bevorzugen die Bezeichnung IBEROamerika (so wie auch das Iberoamerikanische Institut in Berlin), was die Franzosen ausschließen würde.

    Und Mexiko gehört geographisch gesehen definitiv zu Nordamerika.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2005
  11. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Ähnlich sieht es auch die Wikipedia:

    Mittelamerika oder Zentralamerika umfasst die Landbrücke (Isthmus) zwischen Nord- und Südamerika sowie die Karibik und gehört geologisch und geographisch zum Kontinent Nordamerika. Historisch gesehen kann Mittelamerika aber auch als eigenständiger Kontinent betrachtet werden.

    weiter unten:

    Staaten auf dem Isthmus
    Die Staaten auf dem Isthmus sind (von Norden nach Süden):

    der südlichste Teil Mexikos
    ...

    (http://de.wikipedia.org/wiki/Mittelamerika)

    Lediglich der südlichste Teil Mexikos gehört somit zu Mittelamerika.

    Ich bitte euch an dieser Stelle, weitere Diskussionen in diese Richtung zu unterlassen. Wir sich ein Geschichts- und kein Geographieforum. Zur Erinnerung: In diesem Pfad geht es um alte südamerikanische Kulturen. :)
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Mai 2005

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