Übersetzung aus dem Mittelhochdeutschen

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von Kochant, 26. Juli 2019.

  1. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

    Hallo,

    ist hier jemand, der Lust hat, das mittelhochdeutsche Gedicht "Von Berhten mit der langen Nase" in modernes Deutsch zu übertragen? Einzelheiten per PN.

    Gruß
    Kochant
     
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  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    ich seitiu gerne ein mære:
    sô wil man, deichz bewære
    unt daz ich ez erziuge
    oder man spricht ich liuge.
    wie sol ich ez erziugen hier?
    die liute ich al da heime lie
    an der stat da ez geschach:
    die varn mir niht nâch.
    wer mirs niht welle gelouben,
    der gebe mir nû ein houben,
    sô enruochich waz er giht
    er geloubez oder nicht.

    Ich erzählte euch gerne eine Geschichte
    so will man, dass ich sie bewahre[?]
    und dass ich es erzeige
    oder man sagt, dass ich lüge.
    Wie soll ich es hier beweisen?
    Die Leute die ich zuhause ließ (?)
    an der Stätte, wo es geschah,
    die folgenn mir nicht.
    Wer's mir nicht glauben will.
    der gebe mir Unterkunft[???]
    so kümmert micht nicht, was er [mir] nachsagt,
    [ob] er es glaubt oder nicht.
     
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  3. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

    Dieser Text ist es nicht . . .
     
  4. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

    Sorry, das ist es doch - der Anfang. Aber wir brauchen den Rest auch, bis dahin wo es unanständig wird: dô sprach daz kint ‚veterlin, . . .

    Oder gibt es das irgendwo gedruckt? Am besten auch noch auf Englisch.


    Gruß
    Kochant
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das Gedicht hat 74 Verszeilen.
     
  6. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Offensichtlich kann man googeln bis ...
    Man findet keine Übersetzung der 74 Zeilen dieses Tiroler Gedicht im Netz.

    Eine Übersetzung ins Hochdeutsch kann ich leider nicht. Ich müsste mich da Wort für Wort durchkämpfen. Wäre ein großer Zeitaufwand.
    Vielleich ist hier jemand der sich mit dieser Altdeutschen Schrift auskennt.
    El Quijote hat ja schon bis Zeile 12 ins Hochdeutsche übertragen.

    Das Gedicht im Original findet man in der Webadresse – Altdeutsche Blätter Band 1 von Moritz Haupt, FA Brockhaus 1836.

    In einer weiteren Webadresse „Geister, Dämonen – Phantasmen: eine Kulturgeschichte“ von Christa Agnes Tuczay findet man etwas zu Entstehung dieses Gedichtes.
    Entstanden ist es danach 1393.
    Die Berthen trat als Kinderschreck auf.

    Interessant fand ich in diesen Zusammenhang die Webseite „Die Perchten – Historischer Mythos und Moderne Realisierung“ von Herrn Fritz Gruber. Steht bei googel unter „die perchten – Ladislaus“ (PDF – Datei).
     
  7. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

    Hallo Ralf,

    Das ist genau der Grund, warum ich hier nachgefragt habe.

    Da haben wir es auch her.

    Danke für den Tipp. Bei uns ist der Zusammenhang Perchta als Parallelgestalt zu Holle.

    Hoffentlich findet sich doch noch ein Übersetzer bzw. eine Übersetzerin. Über die Bedingungen bitte per PN.

    Gruß
    Kochant
     
  8. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Danke!

    Dieses Thema finde ich recht interessant und werde weiter recherchieren.

    Betreffs Perchta und Frau Holle empfehle ich ihnen die von mir angeführte Webadresse „Die Perchten – Historischer Mythos und Moderne Realisierung“ anzuklicken.

    Der Artikel, ich zitiere, beginnt mit dem Satz: "„Perchta“ ist ein Teil des alten deutschen Volksglaubens, eng verwandt mit Frau Holle, der „Holda“ oder „Hulda“ in nördlicheren Bereichen des deutschen Sprachraums…“
     
  9. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

    Wir haben bereits 380 Seiten Buch darüber verfasst. Das Tiroler Gedicht wird zusätzlich in der englischen Ausgabe enthalten sein.

    Christa Agnes Tuczay hat keine für uns neue Quelle angeführt.

    Gruß
    Kochant
     

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