Umgang mit fragwürdiger Literatur. Ein Beispiel

Dieses Thema im Forum "Geschichtsmedien und Literatur" wurde erstellt von Moagim, 28. Juli 2011.

  1. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Mein Kenntnisstand.

    Aber: Was glaubst Du, was mit jedem Regional-Forscher der in die ewigen Jagdgründe eingeht, an Wissen einfach futsch ist.
    Nur weil es keiner drucken konnte.
    Die Erben haben oft wenig Verständnis für den "Unsinn mit dem der Alte seine Zeit verbrachte" Kohle ist sowieso keine damit zu machen, und alles fliegt in die Tonne.
    Hoffen wir, dass die weitere Digitalisierung da künftig für Abhilfe sorgt.
     
  2. Arne

    Arne Premiummitglied

    Das wäre eine fatale Fehleinschätzung. Verleger drucken nur, was Geld einbringt. Wer mit einem Fachbuch ankommt, das allein vom Thema her nur 1000 Leute in Deutschland überhaupt interessiert (!!!) und dann noch einen stolzen Preis hat, hat bei einem normalen Verlag keine Chance.

    Deine Ansicht mag zutreffen, wenn man ein 08/15-Thema* behandelt, aber bei exotischen Themen ist das anders. Bücher zu exotischen Themen landen auch nicht bei xxx auf dem Büchertisch oder tauchen bei Amazon in den Topsellern auf, sondern werden durch Internetsuchmaschinen oder Mund-zu-Mund-Propaganda überhaupt erst bekannt im Interessentenkreis.




    *) ich erspare mir eine Aufzählung dieser Themen, weil sich sonst gleich 500 Begeisterte hier echauffieren. Guckt einfach in den nächsten Buchversandkatalog, dann wisst ihr, was ich meine
     
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  3. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Alles klar.
    Aber die Kosten für die Druckbereitstellung?
    Stimmt da meine Info noch?
     
  4. Arne

    Arne Premiummitglied

    Wenn du bei Bod das PDF selbst machst kostet das nichts - wenn du dir helfen lässt, ca. 300 Euro.
     
  5. excideuil

    excideuil unvergessen

    Nicht nur das. Bestimmte Fachtitel könnten ohne finanzielle Unterstützung gar nicht erscheinen:

    So ist das Buch von Eberhard Ernst: Talleyrand und der Herzog von Dalberg - Unveröffentlchte Briefe 1816-1832 (1987) mit Hilfe des Altertumvereins Worms e.V. erschienen oder die Chamfort-Biografie von Claude Arnaud (2007) mit "Unterstützung des Programms Kultur 2000 der Europäischen Union".

    Bei erstgenanntem Titel halte ich die Zahl von 1000 Interessierten schon für arg hochgegriffen.

    Grüße
    excideuil
     
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  6. Repo

    Repo Neues Mitglied



    Also regional geht, wie geschrieben, ohne Sponsor gar nichts.
    Und den finden ist bei Gott eine Ochsentour. Natürlich klar, immer, nur halt gerade nicht, die schlechten Zeiten....

    Wenn das geschafft ist, dann aber die Regional-Zeitung nicht exzessiv berichtet, geht das "Ding" dann erst nicht. Bleibt es im Buchhandel kleben.
    Und die Buchhändler nehmen dir den Gruß nicht mehr ab:rofl:
     

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