Umweltsünden der alten Germanen?

Dieses Thema im Forum "Völkerwanderung und Germanen" wurde erstellt von dekumatland, 12. Mai 2013.

  1. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    Im Schloßpark von Rotenburg an der Fulda liegt ein subfossiler Baumstamm aus einem antiken Fuldaauwald als Sehenswürdigkeit, welcher ungefähr im 1. Jh. nach Christus durch Unterspülung entwurzelt und dann mit Kies überlagert und so unter Wasser konserviert wurde.

    Baumstämme solcher Art hat man in Kiesgruben an verschiedenen Flüßen gefunden und dendrochronologisch untersucht - das ulkige am erwähnten Rotenburger Exemplar ist, dass auf einer Hinweistafel "(Umweltsünden der alten Germanen!!)" zu lesen ist. :)

    Interessant an solchen Baumstämmen aber ist, welche Überlegungen man aus ihrer Häufigkeit, Verteilung und zeitlichen Einordnung gewinnen kann: wenn das Unterspülen von Auwaldbäumen eine Folge von Rodungsarbeiten ist, dann wären für den betreffenden Zeitraum gehäufte germanische Siedlungsaktivitäten nicht nur wahrscheinlich. Die Auswertungen solcher Baumstämme zeigen eine Häufung im 1. Jh. und im Frühmittelalter.
    http://quaternary-science.publiss.n...fas/516/original_vol33_no1_a05.pdf?1284107883

    Da stellt sich die Frage, ob es vergleichbare Baumfunde nebst Auswertungen bzgl. der Zeit und des vermuteten Orts der Varusschlacht gibt.
     

Diese Seite empfehlen