Ungarnkrise 1956

Dieses Thema im Forum "Blockbildung und Kalter Krieg" wurde erstellt von Gast, 28. Februar 2011.

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  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo, wir machen gerade in Geschichte in der 10. Klasse die Krisen während des kalten Krieges. Ich muss einen Kurzvortrag über die Krise in Ungarn halten. Meinen Text habe ich soweit fertig, aber ich bin mir nicht sicher, ob alles inhaltlich korrekt ist. Ich würde mich deshalb freuen, wenn mal jemand meine Stichpunkte durchgeht und mir bei eventuellen Fehlern Verbesserungsvorschläge gibt. Falls ich etwas wichtiges vergessen habe freue mich auch über Ergänzungen.

    Die Krise in Ungarn

    - 23. Oktober 1956 Volksaufstand in Ungarn
    - Forderungen: Mehrparteiensystem, freie Wahlen, Abzug der sowjetischen Truppen, Meinungs- und Pressefreiheit, Überprüfung der Arbeits- und Ablieferungsnormen, nationale Unabhängigkeit der Wirtschaft, Wiedereinführung der ungarischen Nationalsymbole und -feiertage, Ernennung des Reformers Imre Nagy zum Ministerpräsidenten
    - Imre Nagy wird vom Zentralkomitee zum Ministerpräsidenten ernannt; Sowjetunion wird um militärische Hilfe gebeten
    - Nagy verkündet Austritt aus dem Warschauer Pakt
    - Aufstände; sowjetische Truppen trafen auf Widerstand
    - französische und britische Truppen griffen Nilstaat (Ägypten) an (Suez-Konflikt)
    --> Gefahr für Ungarn die Position im Nahem Osten zu verlieren, deshalb Widerstand
    - wegen Befürchtung, dass auch andere Länder Widerstand leisten könnten wurden in der DDR während des ungarischen Aufstands unter sowjetischer Aufsicht Einheiten entwaffnet (1956)
    - 4.11.1956 Rote Armee schlug ungarischen Aufstand erbarmungslos nieder
    --> Kämpfe bis 11.11.1956
    - Ungarn: ca. 300 Tote, ca. 1000 Verwundete
    - Sowjets: ca. 669 Tote, ca. 1540 Verwundete
    - im Anschluss an die Revolution kam es monatelang zu Streiks
    - Nagy fand in jugoslawischer Botschaft Zuflucht, wurde aber von Sowjets verschleppt (nach Rumänien) und 1958 hingerichtet
    - Ungarischer Volksaufstand brach zusammen
    - Generalsekretär Janos Kadar leitete in den folgenden Jahren die politischen Geschicke Ungarns, das trotz der Austrittserklärung im Warschauer Pakt blieb
    - 60er/ 70er Jahre: innenpolitische Liberalisierung --> wirtschaftlicher Aufschwung und relativer Wohlstand ("Gulaschkommunismus")

    Danke schonmal
     
  2. Odysseus

    Odysseus Neues Mitglied

    Hat der Lehrer das Referat auf 1956 begrenzt?
    Du hast Dich jetzt auf die Ereignisse des Jahres konzentriert. Meiner Meinung nach müsste 1989 auch genannt werden, vor allem die Grenzöffnung nach Österreich, die ja auch auch die DDR Auswirkungen hatte.
     
  3. iamNex

    iamNex Aktives Mitglied

    Aber 1989 hat doch mit der Ungarnkrise, die nunmal 1956 war nichts zu tun.
     
  4. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Für einen Kurzvortrag ist schon der Volksaufstand von 1956 genug.

    @Gast
    Du solltest ganz kurz die Vorgeschichte erläutern. Ansonsten bist du auf einem guten Weg.

    Hier noch ein paar weiterführende Infos:

    http://www.bpb.de/publikationen/QA81OX,0,0,Krisenjahr_1956.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Februar 2011
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  5. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Ein paar Anmerkungen:
    - den Konflikt in Agypten würde ich persönlich nicht erwähnen

    - wichtig ist die Vorgeschichte für das Verständnis der Entwicklung, wie Ursi auch angemerkt hat!!

    - Der Austritt aus dem WP schien kurzfristig für die UdSSR akzeptabel zu sein, auf Drängen von Mao Zedong !!! (J.L. Gaddis: The Cold War, S. 109) wurde die Rebellion jedoch niedergeschlagen und somit der Austritt auch nicht akzeptiert.

    - Konsequenz: Operzahlen: 20.000 getötete Ungarn und 1.500 getötete Soldaten der Roten Armee. (ebd. S. 109).

    - abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die "Tauwetterperiode" beendet war und bis Prag 1968 ein harter ideologischer Kurs verfolgt wurde.
     
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  6. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @Gast

    In Ergänzung meiner Mitdiskutanten:

    XX. Parteitag der KPdSU => "Entstalinisierung"

    Rakosi, ein besonders "übler" Stalinist

    Vergl.:

    Mátyás Rákosi ? Wikipedia

    M.
     

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