Verhütung im MA

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von BCLegolas, 15. Oktober 2007.

  1. Turandokht

    Turandokht Aktives Mitglied

    Das stimmt allerdings. ;)
     
  2. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Alles was vom Mann nicht im Schritt der Frau landet... Da ist die Kreativität des Weibchens gefragt. Das Männchen ist außer Rand und Band.
    Pflanzen halfen da nicht, wohl mehr die hole Hand, aber das wussten eher die Huren. Die Ehefrauen wurden ständig schwanger.
     
  3. Saint-Simone

    Saint-Simone Aktives Mitglied

    Ich weiß es nicht über das MA, aber zur frühen Neuzeit wurde das mal in einem anderen Thread angesprochen, auch wie man (oder eher frau) versucht hat die außer Rand und Band geratenen Männchen in Zaum zu halten. :pfeif:

    Nicht die feine Art, aber ich zitiere mich hier mal selbst mit diesem Beitrag. Immerhin ist es denkbar, daß die erwähnten Rezepte auch schon im Mittelalter auf die ein oder andere Art vorkamen, und mit mehr oder weniger Erfolg genutzt wurden.



    Nachtrag: Ich weiß nicht ob es in diesem Thread schon erwähnt wurde, aber zum Thema Abtreibung fielen mir noch das sehr giftige "Mutterkorn" und Petersilie ein. Leider finde ich den Zeitungsartikel nicht mehr, aber ich glaube mich zu erinnern, daß sich vor einigen Jahren in Italien eine junge Frau aus Versehen mit Petersilienwurzeln vergiftet hat, bei dem Versuch heimlich abzutreiben. Diese Methode wird aber auch in einem Artikel in "Frontiers: A Journal of Women's Studies" in einem Artikel von Costa & Noon-Luminari (1977) "Forced Motherhood in Italy" erwähnt.

    Ob diese Methoden im Mittelalter bekannt waren, kann ich freilich nicht sagen, sondern nur sagen, daß es relativ zugängliche und lebensgefährliche Methoden gibt einen Schwangerschaftsabbruch herbeizuführen.

    Des Weiteren fiel mir zum Thema des weiblichen Zyklus noch ein Zusatz ein: Wenn frau unterernährt ist, hört auch die Menstruation auf. Je nach Zeit, Örtlichkeit, wirtschaftlichem Wohlergehen der Familie wird das warhscheinlich auch einen Einfluß auf die Fruchtbarkeit der Frauen im Mittelalter gehabt haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2010
  4. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Der Schierling treibt sicher den Kindsvater aus dem Leben. Das Zeug ist so giftig, da kommt nur Atemlähmung bei raus. Mit Schierling hat man noch nicht einmal so genannte bewusstseinerweiternde Halluzinationen.
     
  5. Saint-Simone

    Saint-Simone Aktives Mitglied

    Deswegen möchte ich es auch um Gottes Willen niemandem anraten! Ich fand es auch eher befremdlich, als ich gelesen habe, daß man Schierling in solche Rezepte getan hat. Durch Anwendung wäre dann auf's morbideste und fürchterlichste die Frage nach der Verhütung erstmal geklärt... :rotwerd:
     
  6. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Das auch nicht.
    Zumindest nicht ungewollt.
    Die vielen Kinder dienten der Rentenversicherung.
     
  7. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Bereits die Antike kannte viele Verhütungsmittel, die wie Spermizide wirkten.
    aus Wiki

    Vom erwähnten Mutterkorn abgesehen, sollen die Samen von Petersilie, Fenchel, Sellerie, Majoran, Thymian, Rosmarin und Lavendel den Abgang gefördert haben. Die Germanen, sagt man, nutzten Bohnenkraut, Aronstab, Bibernellwurzeln, Wachholderbeeren und Adlerfarnwurzeln zur Abtreibung. Doch auch die harmlos klingenden Kräuter sind nicht ungefährlich: Ein Sud aus zerstoßenen Petersiliensamen enthält das starke Gift Apiol, welches, wenn es zu hoch dosiert wird, schwere Blutungen auslösen, Lähmungen und Nierenschädigungen hervorrufen kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2010
  8. Klaus

    Klaus Neues Mitglied

  9. Saint-Simone

    Saint-Simone Aktives Mitglied


    Oder das Aussetzen von Kindern, wie es in "Hänsel und Gretel' vorkommt. Das Motiv von Eltern, die ihre hungrige Brut nicht ernähren können, kommt in verschiedenen Märchen, nicht nur deutschen, vor. Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, daß gemutmaßt wurde, daß es sich dabei in Zeiten großen Hungers um keine seltene Praxis gehandelt hat, wofür mir jedoch die Belege fehlen. Des weiteren besteht für mich die Problematik darin, daß es sich um ein Märchenmotiv handelt und gängige Märchenmotive nicht unbedingt eine Ursprung in der Wirklichkeit haben, oder wieviele Leute sind jemals einem verzauberten Prinzen begegnet? ;) :still:

    Weiß jemand mehr? :winke:
     
  10. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

  11. Turandokht

    Turandokht Aktives Mitglied

    Aber.... ich warte doch die ganze Zeit ... also, gibt's die etwa nicht??!! :cry::weinen:
     
  12. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Frösche küsse ich schon lange nicht mehr, einen bezaubernden King of my Heart hab ich aber trotzdem :p :D

    Gerade in Italien ist der Nachname "Esposito" doch ziemlich verbreitet, von ungefähr wird der nicht kommen, daher mutmaße ich mal, dass es sich bei den Namensträgern um die Nachfahren von Findelkindern handelt.
    Schau mal hier: Illegitimität im Spätmittelalter - Google Bücher

    Dabei insbesondere die Seiten 21ff und 55ff.
     
  13. Saint-Simone

    Saint-Simone Aktives Mitglied

    Ich fürchte, da mußt du dich hilfesuchend an @ Lili wenden- sie scheint da was mit den Fröschen richtig gemacht zu haben. :yes: :D


    Danke für den Tipp! Das schaue ich mir gleich mal genau an. :yes:
     
  14. Rurik

    Rurik Aktives Mitglied

    Unwidersprochen, aber so alt wurde man damals auch nicht. Wenn man nicht mehr arbeiten konnte, dann war man auch schon dem Ende nahe. Jeder Alte hätte sich damals noch aufgerafft, um irgendwie die Familie zu unterstützen.
    Vorruhestand kannte man wohl eher wenig. Wäre wohl auch nicht akzeptiert worden. Zumindest nicht hinterm Deich.

    War denn Verhütung überhaupt gefragt? Sorry den Weibchen gegenüber, aber war es nicht ein Segen, wenn die Frau gebar? Sorry. sorry... ist das nicht ihre Aufgabe?
    Heute ist das natürlich anders. Der Mensch ist zu präsent auf dieser Welt. Ein Zehntel würde genügen. Also, reißt euch zusammen. Männchen mehr als Weibchen. Ein Zehntel weniger Mensche, ein Zehntel weniger CO2. Klimakatastrophe ade. Milchmädchenrechnung, ich weiß.

    Unwidersprochen, aber so alt wurde man damals auch nicht. Wenn man nicht mehr arbeiten konnte, dann war man auch schon dem Ende nahe. Jeder Alte hätte sich damals noch aufgerafft, um irgendwie die Familie zu unterstützen.
    Vorruhestand kannte man wohl eher wenig. Wäre wohl auch nicht akzeptiert worden.

    War denn Verhütung überhaupt gefragt? Sorry den Weibchen gegenüber, aber war es nicht ein Segen, wenn die Frau gebar? Sorry. sorry... ist das nicht ihre Aufgabe?
    Heute ist das natürlich anders. Der Mensch ist zu präsent auf dieser Welt. Ein Zehntel würde genügen. Also, reißt euch zusammen. Männchen mehr als Weibchen. Ein Zehntel weniger Mensche, ein Zehntel weniger Co2. Klimakatastrophe ade.

    "Vielleicht hätte ein Atomkrieg diese Welt vor der menschlichen Zivilisation gerettet? Der Kalte Krieg war eine Chance, die nicht genutzt wurde(?).
    Tschernobyl wird ja auch gerade von der Natur zurückerobert. Radioaktivität ist Natur! Nagasaki ist eine prosperierende Stadt!"
    Nagut, das war nicht wirklich ernst gemeint.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. August 2010
  15. Madame de Stael

    Madame de Stael Neues Mitglied

    Interessantes Thema!

    Da schon einige Pflanzen genannt wurden, füge ich noch hinzu: die Pfingstrose.
    Außerdem wurde immer wieder die Fruchtblase angestochen, damit das Kind vorzeitig auf die Welt kam (Abtreibung).
     
  16. jasons argo

    jasons argo Neues Mitglied

    Aha, vielen vielen dank ich brauche nämlich Informationen für ein bio Referat, aber man muss ja nur einmal hier vorbeischauen und schon ist man top informiert. Weißt du auch was zur verhütung in der frühen Neuzeit?
     
  17. FriWiIV

    FriWiIV Neues Mitglied

    Ein Rolle könnte hier auch der Mönchspfeffer spielen, eine Pflanze, die bei Männlein und Weiblein die Libido senkt. Ich kann mir vorstellen, dass im Sinne des Wortes "verhüten" ("auf der Hut sein") durchaus auch eine Methode war.
     

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