Verstädterung im Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von Melonendame123, 5. Februar 2012.

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  1. Melonendame123

    Melonendame123 Neues Mitglied

    Hallo ich würde gerne wissen ob jemand eine Ahnung hat von der Verstädterung Basels im Mittelalter und warum die Verstädterung in Basel typisch war anhand der Kriterien Geographische Lage, Entstehung. Politische Ordnung, usw.... Bräuchte dringend Hilfe :)
    Danke schon mal für alle die mir vielleicht helfen können :)
     
  2. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    Du wirfst hier ziemlich mit allgemeinen Begriffen um dich, aber ich will es mal versuchen, dir einen kurzen Abriss der Geschichte Basels im Mittelalter zu geben:

    Basel ist ja schon von seiner Lage her ein prädestinierter Ort für menschliche Siedlungen. Es liegt an einem großen Strom, dazu am Rand eines Hochgebirges und im Umland verlaufen zahlreiche Handelswege. Es gab hier seit dem Altertum eine keltische Ansiedlung, und als die Römer kamen, bauten sie Basel zu einer ansehnlichen Stadt aus und es wurde Bischofssitz. Nach dem Untergang des römischen Reichs fiel Basel zunächst an die Alamannen und dann an das fränkische Imperium. Nach dessen Zerfall gehörte es zu Burgund, und ab dem 11. Jahrhundert zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Leider litt die Stadt im 10. Jahrhundert unter Einfällen der kriegerischen Ungarn, die den Ort in Schutt und Asche legten.

    Von da an kam die Stadt deutlich voran: Im Jahre 1019 wurde unter den Augen Kaiser Heinrichs II. der Grundstein für die Kathedrale gelegt; um 1100 erhielt Basel eine Stadtmauer. 1225 wurde eine Brücke über den Rhein gebaut und am anderen Ufer entstand ein neuer Stadtteil.

    Das 14. Jahrhundert war für Basel eine Zeit der Katastrophen, die die vorher sehr bedeutende Stadt deutlich zurückwarfen. 1348 erreichte die Pest die Stadt und tötete die Hälfte der Bürger; 1356 erschütterte ein Erdbeben die Region, welches fast ganz Basel zerstörte. 1376 erhoben sich die Basler gegen den inzwischen dort herrschenden Herzog Leopold von Österreich, der Aufstand war jedoch erfolglos und Basel wurde mit harten Sanktionen bestraft. Insgesamt konnte sich die Stadt nur langsam von dieser Durststrecke erholen.

    1439 tagte ein Konzil in Basel, und in der Kathedrale wurde sogar der neue Papst gewählt. 1460 wurde hier die erste Universität der heutigen Schweiz gegründet, und berühmte Gelehrte der Zeit zogen dorthin, um Basel in ein Wissenschaftszentrum zu verwandeln.

    1501 trat Basel der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei.
     
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