Verwaltung einer Stadt um 1300

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Lothenon, 15. März 2008.

  1. Lothenon

    Lothenon Neues Mitglied

    Hallo,
    Ich frage mich, wie es denn mit der Verwaltung einer kleinen Stadt um 1300 ausgesehen haben mag.

    Konkret geht es mir um Camberg in Hessen: Der Ort bekam 1281 seine Stadtrechte durch König Rudolf I. verliehen und war den Grafen von Diez unterstellt.
    Auf 1404 datiert das früheste bekannte Gerichtssiegel des Amtes Camberg, sodass man spätestens ab da von einem Amtmann ausgehen darf, und der 1605 erbaute Amthof steht auf alten Fundamenten, von denen man ggf. annehmen darf, dass sie von einem früheren Amtsgebäude stammen.

    Aber jetzt wieder allgemein: Wie kann ich mir das also vorstellen?
    Wurde sofort mit Vergabe der Stadtrechte ein Amt eingerichtet und ein Amtmann eingesetzt, oder schickte der Graf einen Verwalter in Form eines Kellers oder etwas vergleichbarem? Oder wurde für so etwas ein Truchsess eingesetzt, ein Ministerialer gar, oder gab es am Ende schon Beamte, wie wir uns das heute vorstellen?


    Für allgemeine Hinweise wäre ich sehr dankbar, und wenn jemand zufällig etwas konkret über Camberg weiß wäre das natürlich noch viel besser :)
     
  2. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Zwar kann ich nichts direkt zu Camberg beisteuern, aber vielleicht etwas Grundsätzliches dazu, wie sich die diesbezüglichen Entwicklungen in mittelalterlichen Städten gestalteten.
    Dazu möchte ich (die "alten Hasen" im Forum wissen wahrscheinlich, was jetzt kommt) aus Wilhelm Volkert "Adel bis Zunft: Ein Lexikon des Mittelalters" - C.H. Beck - München, 1991 auszugsweise zitieren:
     

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