Waffen zur Zeit der Fronde

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von kskreativ, 31. August 2013.

  1. kskreativ

    kskreativ Neues Mitglied

    Hallo ihr Wissenden!

    Ich recherchiere momentan zu Kampfmethoden und Waffengattungen zur Zeit der Fronde. Sowohl die Fronde parlementaire, als auch die der Prinzen von Geblüt. Die wenigen Bilder, die ich bisher gefunden habe, zeigen Reiter mit Musketen. Wie sah es denn mit anderen Waffen aus? Noch Schwert, oder schon Degen?
     
  2. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Die selben Waffen und Methoden ungefähr wie zum Ende des Dreißigjährigen Krieges oder dem englischen Bürgerkrieg: Musketiere, Pikeniere, wenn auch abnehmend in Wichtigkeit und Anzahl.

    Bei der Kavallerie Dragoner mit Muskete und Degen (vermutlich das was Du gesehen hast), Kürassiere (in England die "Lobsters") bewaffnet mit Radschlosspistolen und Pallasch, leichte Kavallerie teilweise mit Lanzen und Säbel.

    Es kam zu dieser Zeit das Bajonett auf, zuerst als Einsteckbajonett dass in den Lauf gepropft wurde, später als Tüllenbajonett wodurch die Pike überflüssig wurde, und es setzte eine gewisse Uniformierung in bestimmten Regimentern ein.
     
  3. kskreativ

    kskreativ Neues Mitglied

    Vielen Dank! Dann suche ich mal mit diesen Waffengattungen weiter. Speziell für den Kampf zu Pferde.
     
  4. Janus11

    Janus11 Neues Mitglied

    Eine Frage zum Thema: waren die Pistolen im Dreissigjährigen Krieg auch mehrschüssig oder gab es nur einschüssige?
     
  5. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Hallo Janus11 & Willkommen bei uns. Bitte stelle Beiträge nur einmal ein und nicht in mehreren Threads, sonst gibt es ein ordentliches Durcheinander und die arme Moderation muß wieder alles putzen :) . Danke.
     
  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Die damaligen Schusswaffen, Muskete - auch Arkebuse genant - und die Pistolen waren "einrohrig". Das hing zusammen mit den Verschlüssen bzw. den "Schlössern". Sie entwickelten sich vom Luntenschloss über das Radschloss zum Schnappschloss.

    Die Mechanik und das Gewicht von doppelläufigen Pistolen war zu dem Zeitpunkt vermutlich nicht beherrscht worden, so eine Vermutung.

    Es hing auch mit dem Einsatz zusammen. Mit der Abnahme der Bedeutung von Rüstungen waren die Anforderungen an Schusswaffen gesunken. Nicht zuletzt, weil die Pistole im Reiterkampf aus nächster Nähe genutzt wurde. Mit dem zunehmenden Wegfall der Rüstungen bzw. Harnische veränderte sich die Situation des Einsatzes der Pistolen.
     
  7. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied

    Es gab immer Versuche, die Beschränkung auf einen Schuss mit mehrrohrigen Modellen zu überwinden. Hat sich (außer bei doppelläufigen Jagdflinten) aber nie richtig durchgesetzt, der Standard waren einrohrige und einschüssige Pistolen und Gewehre.
     

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