Was passierte nach 750.v.Chr mit Kreta

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von tal!m, 6. Dezember 2006.

  1. tal!m

    tal!m Neues Mitglied

    Wie der Titel schon sagt, frage ich mich, wie es nach dem Zeitpunkt mit Kreta aussah. Wurde es total uninteressant oder weiß jemand spezielle Informationen. Was passierte zur Hellenistischen Zeit?

    Ein Danke für jede Antwort
     
  2. aquilifer

    aquilifer Aktives Mitglied

    Kurz gerafft. ;)

    Die Archaik war Blütezeit Kretas (Keramik; Metallarbeiten; Plastik: dädalischer Stil), im Laufe des 6. Jh. stetiger künstlerischer Niedergang.
    Während des 5. Jh. wenige Verbindungen zum restlichen Griechenland, so z.B. keine Beteiligung an den Perserkriegen oder Bündniseintritt einer der kretischen Städte.
    In hellenistischer Zeit versuchen die verschiedenen Mächte ihren Einfluss auf Kreta geltend zu machen (Schnittpunkt der Seehandelsstraßen). Innere Auseinandersetzungen zwischen den Städten, insbesondere Knossos und Gortyn. Nach der Mitte des 3. Jh. lockerer Städtebund, bestehend aus etwa 30 Mitgliedern (Koinon ton Kretaieon).
    Starker Anstieg des Seeraubs führt 69-67 v. Chr. zur Unterwerfung der Insel durch Q. Caecilius Metellus, Vereinigung mit Kyrene zu einer Provinz (Hauptstadt Gortyn). Wirtschaftlicher Neuaufschwung, unter Diokletian eigenständige Provinz, Teil des oströmischen dann byzantinischen Reiches. 827/28 n. Chr. Eroberung durch spanische Sarazenen.
     
  3. Vercingetorix01

    Vercingetorix01 Gesperrt

    Ich dachte immer, die wäre zu Zeiten der minoischen Kultur gewesen. :grübel:
     
  4. aquilifer

    aquilifer Aktives Mitglied

    "eine weitere Blütezeit" oder "die künstlerische Blütezeit" ;)
     
  5. Antef

    Antef Neues Mitglied



    Weshalb es aufeinmal so unspektakulär auf Kreta wurde, liegt in erster Linie daran, daß nach dem Untergang der minoischen Kultur erst nach und nach [durch Völkerwanderungen] neue selbsständige πολεις (Poleis) gegründet worden sind. Darüber hinaus mischten sich die Kreter in den politischen Wirren auf dem griechischen Festland nicht ein, umgekehrt schienen die Griechen kein Interesse daran gehabt zu haben Kreta zu erobern. Aus diesem Grund war für die damaligen Historiker Kreta bedutungslos. Die schriftlichen Zeugnisse in Bezug auf Kreta zur Klassischen Zeit halten sich somit sehr in Grenzen.
    Wie der User Aquilifer zu recht bemerkt, fiel Kreta während der hellenistischen Ära eher durch innere Kämpfe auf. Die inneren Auseinandersetzungen führten sogar dazu, daß zwischen 267 und 261 v. Chr. die ägyptischen Ptolemäer einschreiten mußten, um das Land zu befrieden.
     
  6. aquilifer

    aquilifer Aktives Mitglied

    Vielleicht vielmehr die "günstige Gelegenheit" als der tatsächliche Zwang. ;)
     

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