Wie viel hat Europa dem Byzantischen Reich zu verdanken

Dieses Thema im Forum "Das Byzantinische Reich" wurde erstellt von Zoki55, 2. März 2009.

  1. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die lateinischen Christen des Mittelalters konnten kein Griechisch, das wurde erst mit der Renaissance wieder gelernt.
     
  2. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Die große Bibliothek von Konstantinopel mit einem Bestand von 120000 Büchern brannte 473 ab. Davon haben sie sich nie mehr gänzlich erholt, war aber auch nicht sooo "wichtig", weil bald im Christentum die Beschäftigung mit der Antike nicht mehr in dem Maße wie vorher ausgeübt wurde.
     
    1 Person gefällt das.
  3. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Was meint moralisch fortschrittlicher?
     
  4. zB Kein Zöllibat, kirchlich erlaubte Scheidung, Achtung des weltlichen Herrschers, etc.

    Ich hätte auch die Hexenverbrennungen genannt, wobei man hier unterscheiden muss, wie uns Zocki55 gezeigt hat. In Bulgarien gab es keine, in Russland auch nicht.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. April 2009
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das Zölibat kam erst spät auf, hat ursprünglich wirtschaftliche, nicht theologische oder moralische Gründe.
    ist einfach eine andere Interpretation der biblischen Texte, als in den Westkirchen.
    Gibt es in den Westkirchen prinzipiell auch. Siehe etwa Augustinus.
     
  6. Mag sein, es wurde aber zu einem moralischen Grundsatz

    Was viel Ausmacht.


    Es gab aber bei den Orthodoxen kein "Canossa"
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Dafür wurden theologische Inhalte sehr viel stärker von den Machthabern gelenkt.
     
  8. Ich kann hier wieder nur von Bulgarien sprechen, und da war es jedenfalls nicht so. Die Kirche hielt sich aus den staatlichen Angelegenheiten raus, die Zaren dafür aus den kirchlichen Angelegenheiten. Ausnahme waren die Bogomilen, die vom Staat verfolgt wurden.
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wieso, die Zaren erhoben doch die Patriarchen und ernannten die Bischöfe, hatten also einen ganz entscheidenden Einfluss auf die theologische Ausrichtung ihrer Kirche.

    Das ist doch genau das, worum es im Investiturstreit ging; ob die Könige und Kaiser des HRR die Bischöfe einsetzen dürften, oder der Papst. Der Gang nach Canossa ist nru einer der Höhepunkte.
     
  10. Was aber nichts mit der theologischen Ausrichtung zu tun hat.
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wie kann man als Herrscher mehr Einfluss auf die theologische Ausrichtung nehmen, als wenn man die maßgeblichen Personen, welche diese bestimmen aussucht?
     
  12. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Wie ich weiß wurde der Patriarch von Petar dem Großen abgesetzt

    Dann regierte so ein Sabor von günstlingen Petar des Großen.
     
  13. Indem er Aktiv die Auslegung ändert, was zB Heinrich VIII gemacht hat, aber von keinem Zaren getan wurde.
     
  14. Cato

    Cato Neues Mitglied

    Wenn wir gerade dabei sind: Sah sich die orthodoxe Kirche auch über der weltlichen Macht stehend, wie dies beim Vatikan der Fall war?

    Wenn der Klerus von den Fürsten ein- und abgesetzt wurde, dürfte doch eher eine Art Abhängigkeit bestanden haben.
     
  15. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied


    Die Kirche wurde nur in Russland jemals staatlich organisiert.

    Das Bild das der Patriarch von Byzanz ein Schosshund vom Kaiser war ist falsch.

    nein die orthodoxen Kirchen mischten sich grundsätzlich weniger ein als die katholische Kirche in weltliche Angelegenheiten.

    Bei der serbischen Kirche werden von den Bischöfen 3 Representanten gewählt und dann wird der neue Patriarch ausgelost.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19. April 2009

  16. Genau so ist es. Der Staat mischte sich zwar ein, wenn zB man versuchte, die Unabhängigkeit durch die Religion zu untergraben, diese Fälle waren aber selten.
     

Diese Seite empfehlen