Wüstung Nußbach

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Vidar.hs, 8. März 2013.

  1. Vidar.hs

    Vidar.hs Neues Mitglied

    Nun eine neue Aufgabe! Wer kann in diesem Bereich, südlich der Landstraße Spuren einer Wüstung ausmachen!?

    Google Earth Koord´s: 49*48´47.77" N
    7*45´56.79" O

    Flurnamen lauten hier "Ober Nußbach" und "Unter Nußbach"

    Letzte urkundliche Erwähnung 1575
     

    Anhänge:

  2. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Moin

    Wenn ich davon ausgehen kann, dass die Heumieten keine Relikte des 16. Jhd. sind, ist in dem Luftbild nichts "Verdächtiges" erkennbar!
     
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  3. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Was ist denn dieses gruene Runde zwischen den 2 unteren Æckern?
    Vielleicht ein zugewachsenes Gemæuer?

    Gruss, muheijo
     
  4. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Moin

    Da der schmale Grünstreifen ein Bach ist, hätte das Gebäude aber Anschluss an fließendem Wasser?! :grübel:
     
    1 Person gefällt das.
  5. muheijo

    muheijo Aktives Mitglied

    Was fuer 'ne Muehle ja gar nicht mal so schlecht ist...:D
    Ich weiss aber nicht, ob das als "Wuestung" durchgeht bzw. gemeint ist.

    Gruss, muheijo
     
  6. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    An eine Mühle hatte ich wohl auch schon gedacht, aber ist der Bach dafür nicht zu mickrig? :confused:
     
  7. Xander

    Xander Aktives Mitglied

    Doch, doch, auch kleine ehem. Witschaftseinheiten wie Mühlen können zu Wüstungen gezählt werden, nicht nur Siedlungen!

    Bei den Bezeichnungen "Ober Nußbach" und "Unter Nußbach" hatte ich jedoch eher an Siedlungen gedacht.
     
  8. Vidar.hs

    Vidar.hs Neues Mitglied

    Die Siedlung soll aus einem großen Hofgut, mehreren Gebäuden und sogar einer Kapelle bestanden haben. Aber ohne vernünftige Bilder aus der Vogelperspektive wird man da nichts ausmachen.
     
  9. Ashigaru

    Ashigaru Premiummitglied

    Gängige Spuren bei Wüstungen sind Reste der Kirchen, Wasserstellen/Brunnen (besonders, wenn diese gemauert waren, darunter fallen aber auch Mühlgräben etc.), und Ackerterassen/Lesesteinmauern.

    In den meisten Fällen endete in Wüstungen zwar die Besiedlung, doch häufig blieben sie als gewisse agrarische Einheit bestehen (z.B. behielten ehemals dort ansässige Familien häufig Besitzrechte, teilweise teilten sie sich sogar noch die Allmenden) und wurden dementsprechend weiterhin intensiv bewirtschaftet. Was noch an verwertbarem Material in den Siedlungsstätten steckte, wurde ausgebeutet und die Häuser verschwanden oft unter den Äckern.
    Häufig gibt es daher wenig bis gar keine Gebäudespuren, zumal es in dieser Zeit auf dem Land fast überall in Deutschland nicht üblich war, in Stein zu bauen
     

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