Zeigt Steinkreuz Ort der Gerichtsbarkeit an?

Dieses Thema im Forum "Die Franken" wurde erstellt von Anthea, 26. Dezember 2013.

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  1. Anthea

    Anthea Mitglied

    Bei einer Wanderung im südlichen Fichtelgebirge. ( Winterwanderung im südlichen Fichtelgebirge | Wanderlust) am höchsten Punkt der Plösener Heide (bei 551) gibt es ein Steinkreuz aus Sandstein. Es hat im oberen Teil ein einfaches Schwertzeichen von 40-27 cm mit dem Griff nach unten. Dieses Schwert soll die Hochgerichtsbarkeit anzeigen.
    Ist es wahrscheinlich, dass an der Stelle die Urteile gesprochen und vollzogen wurden?
     
  2. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Die Hochgerichtsbarkeit wurde eher durch einen roten Schild (Blutschild) oder einen Galgen dargestellt. Möglich wäre einzig, die Interpretation des Schwertes als Reichsschwert (Symbol der kaiserlichen Gerichtsbarkeit). Es kommt v.a. darauf an, wann das Kreuz aufgestellt wurde. Ich würde die Chancen aber nicht zu hoch ansetzen, wenn in der Nähe kein bedeutender Ort liegt. Auch im MA war der Sitz der Gerichtsbarkeit üblicherweise in den Städten und an den Herrschersitzen.
     
  3. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Nein. Du hast vermutlich einen Mordstein bzw ein Sühnekreuz gesehen:

    Sühnekreuze & Mordsteine
     
  4. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

  5. Anthea

    Anthea Mitglied

    Vielen Dank für die so zeitnahen Antworten!

    Wann kommt denn die Gerichtsbarkeit des Königs / Kaisers zum Tragen?
    Selbst für die Hochgerichtsbarkeit dürfte doch der Markgraf bzw Herzog zuständig gewesen sein?
    Das Steinkreuz steht im Grenzbereich des Markgrafentums Bayreuth-Brandenburg zum Herzogtum Bayern.
    In welche Zeit es genau datiert, weiss ich leider nicht?
     

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