Zivilschutzbauten in D im kalten Krieg (Tiefgaragen...)

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von rrttdd, 22. August 2011.

  1. rrttdd

    rrttdd Mitglied

    Hallo,

    mich würde mal interessieren, nach welchen Kriterien in West- und Ostdeutschland während des kalten Krieges Zivilschutzbunker geplant wurden, und wie die Standorte festgelegt wurden, sowie die Kapazitäten und Einzugsbereiche.

    -Für den Südwesten habe ich zumindest das Gefühl, dass vielerorts Tiefgaragen eine Doppelfunktion aufweisen oder aufwiesen.

    -Oft scheinen diese Tiefgaragen im Westen im Zusammenhang mit Stadtsanierungen entstanden zu sein (v.a. 1970er und 80er).

    -Mancherorts hätte es sicher auch ein oberirdisches Parkhaus getan. War dann der Zivilschutz vielleicht doch das ausschlaggebende Argument für eine Tiefgarage?

    -Und hat sich dann die die Größe aus der Zahl der benötigten PKW-Stellplätze oder der Bunkerinsassenkapazität ergeben?

    -Gab oder gibt es Verteidigungskonzepte für die Bunker- bzw. Tiefgarageneingänge

    -Wie iwar es im Osten?
     
  2. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

  3. collo

    collo Aktives Mitglied

    seit einigen jahren wohne ich in bonn. hier gibt es relativ viele bunker, als tiefgaragen, im u-bahntunnel, unter den ehemaligen ministerien. das hat sicher was mit der hauptstadtrolle in der zeit zu tun gehabt, bonn war sicher eines der topziele.

    im rest der republik sah es dagegen sehr mau aus. es bestand meines wissens eine art verpflichtung, sounsoviel schutzplätze einzurichten, was aber wohl nie erfüllt wurde. ganze 3% der bevölkerung hätten in bunkern platz gefunden. s. link von liberius
    Öffentliche Zivilschutzanlagen - ein Überblick

    tiefgaragen hat man sicher nicht in erster linie als bunker gebaut, sondern weil der platz über der erde besser nutzbar war als durch parkhäuser. soweit mir bekannt, wurden die errichtung als bunker auch nur teilfinanziert, also dass, was zusätzlich nötig war, wurde bezuschusst (stahltore, verstärkungen in der statik und so).

    ein zivilschutzraum war keine militärische anlage, daher kann ich mir auch kein "verteidigungskonzept" vorstellen. etwas andres gilt natürlich für solche anlagen wie im ahrtal. das wachbataillon hat m.w. noch heute die aufgabe, im kriegsfall die bundesregierung zu schützen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2011
  4. ERZbengel

    ERZbengel Neues Mitglied

    Ich könnte mich nicht an Tiefgaragen in der DDR erinnern - war evtl. zu teuer? - wohl aber an den Besuch eines Mannes von der Zivilverteidigung, der feststellte, dass das Mehrfamilienhaus, in dem ich wohnte, mit den Kellern die halbe Straße im Kriegsfalle aufnehmen müsste! (Hat mich empört - da stand mein Roller!)
    In Dresden sah man in den 80ern noch "LSR" - Beschriftung aus dem 2. WK an Altbauten.
     

Diese Seite empfehlen