Brauche dringen Forschungsfrage/these für Hausarbeit!!

Dieses Thema im Forum "Hexenverfolgung (1450-1750)" wurde erstellt von Porter, 28. September 2013.

  1. Porter

    Porter Neues Mitglied


    Moin Leute,

    ich brauche dringen eine gute und leicht zu bearbeitende Forschungsfrage/these die ich in einer Proseminararbeit überprüfen könnte! Muss in 10 Tagen abgeben, hab auch jede Menge Literatur rumfliegen, aber kann mich nicht zu einer konkreten Forschungsfrage oder These durchringen. Die Arbeit soll 10-15 seiten lang sein. ca 10 literaurtitel und mind 2 quellen sollen untersucht werden. habt ihr ideen?

    Schöne Grüße und Vielen Dank
     
  2. Ashigaru

    Ashigaru Premiummitglied

    Hey, lazy bone, schreib doch wenigstens mal, um was in deinem Proseminar geht - alte, mittlere, neuere Geschichte...
     
  3. Porter

    Porter Neues Mitglied


    Geht um Hexenforschung, also Frühe Neuzeit, deshalb hab ich das auch hier gepostet.
     
  4. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    Also Du hast Dir jetzt irgendwelche Literatur beschafft, bzw. solche daheim liegen und willst jetzt irgendein Thema, damit Du eine Arbeit für ein Proseminar abgeben kannst???

    Du siehst mich einigermaßen erschüttert. Außer in der BWL und im modernen Missmanagement macht man das für gewöhnlich andersrum:

    Das Proseminar hat ein Thema (in Deinem Fall die Hexenverfolgung), daraus leitest Du eine dazu passende Forschungsfrage oder eine These ab (professionellerweise mit parallel einhergehender Sichtung der Literatur) und suchst Dir dann die Quellen zusammen, anhand derer Du die Arbeit aufsetzt.

    Wie willst Du denn sicherstellen, dass unsere Vorschläge zu Deiner vorhandenen Literatur passen? Oder sollen wir Dir solange Themen zuwerfen, bis zufällig was passt? Entschuldige bitte meine altersdeprimierte Offenheit, aber da der Sinn eines Proseminares ist, wissenschaftliches Arbeiten zu lernen, sollten Du und/oder der/die Dozent/in da nochmal von vorn anfangen. (Dürfte aber die eine oder andere Unternehmensberatung geben, die Dir womöglich ein Jobangebot machen würde :devil:)
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. September 2013
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  5. Porter

    Porter Neues Mitglied

    Das Thema das ich untersuchen wollte war Männer als Opfer im Hexenprozess. Ich habe als Literaur exakt zum Thema Beispielsweise Eva Labouvies "Männer in Hexenprozessen" oder "Hexenmeister" von Rolf Schulte, aber auch diverse andere zum Hexenwahn und Hexenverfolgung. Wollte aber auch für andere Themen offen bleiben.
     
  6. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Manner als Opfer in Hexenprozessen

    Hallo

    Warum nimmst du dann nicht 1 oder 2 Prozesse als Grundlage für die "Opferthese" ?

    Mit Sekundärliteeratur kannst du das dan weiter unterfüttern (z.B Hexenprozesse in einer Stadt über den Zeitraum x und machst eine Statistik wieviele Frauen und Männer verurteilt wurden, zum Bleistift.

    mfg
    schwedenmnn
     
  7. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Kennst du Gunnar Heinsohns populäre Hypothese über die Hexenprozesse? Von wegen "weisen Frauen", die von der Kirche nicht mehr geduldet wurden? Diese These könntest du anhand von Prozessen gegen Männer, Statistiken etc. überprüfen.

    - Wer wurde verfolgt? (Opfergruppen)
    - Was waren die Gründe der Verfolgung?
    - Prozessausgänge
     
  8. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Wenn es um Männer in Hexenprozessen geht, würde ich meine Aufmerksamkeit den "Zauberjockl Prozessen" im Salzburger Land widmen. Bei dieser Verfolgung um 1680 waren ca 80 % der Opfer männlich. Es handelte sich im Grunde genommen um eine gezielte Verfolgung der nicht sesshaften Unterschichten, und es ist diese Prozesswelle recht gut erforscht und dokumentiert.

    El Quichotes Empfehlungen kann ich nur unterstreichen:
    -Wer wurde verfolgt
    - Warum?
    - Prozessausgänge.

    Mit etwas nachdenken, wirst du sicher von selbst auf sinnvolle Fragestellungen kommen.

    Im Gegensatz zu der Prozesslawine gegen Vaganten, Bettler und Behinderte im "Zauberjockl" Prozess im Salzburger Land, fielen den Verfolgungswellen in den 1620er und 1640er Jahren in den Bistümern Würzburg und Bamberg auch Angehörige der oberen Stände zum Opfer, darunter auch ein Bürgermeister, dem es mit Hilfe des Scharfrichters gelang, einen Kassiber an seine Tochter Veronika nach draußen zu schmuggeln (zitiert nach Richard van Dülmen (Hrsg), Hexenwelten).

    Mit einem Oberthema: Außenseiter und Spitzenreiter- Männer als Opfer von Hexenverfolgungen könntest du verschiedene Prozesswellen und Prozessverläufe untersuchen. Dabei wirst du feststellen, dass die Opfer, ebenso wie die Verläufe der Prozesse und Prozessmotivationen äußerst heterogen waren.
     
  9. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Du tust dir selbst keinen Gefallen, wenn du dir etwas denken lässt oder dir ein Thema aussuchen lässt. Das Thema Männer als Opfer von Hexenprozessen sollte einiges hergeben. Zu einer gelungenen Proseminararbeit gehört, dass du den aktuellen Stand der Forschung, Thesen und Kontroversen einleitend zusammenfasst. Dann konzentrierst du dich auf eine oder zwei Prozesswellen, in denen Männer als Opfer eine Rolle spielen und stellst die Fragen, die El Quichote vorschlägt. Dann sollte dir ein Licht aufgehen.

    Über die Zauberjockl- Prozesse hat Heinz Nagl bereits 1966 eine Dissertation geschrieben und vor einigen Jahren widmete die Regisseurin Sabine Bauer eine Dokumentation den Prozessen gegen die Bande des Jakob Koller, der 138 Menschen zum Opfer fielen, darunter auch viele Jugendliche.
     
  10. Porter

    Porter Neues Mitglied

    Vielen Dank erstmal für die Antworten! Ich wollte es mir mit diesem Foreneintrag nicht einfach leicht machen oder mir die Arbeit abnehmen lassen. Ich bin nur etwas in Panik geraten weil ich die Arbeit bald abgeben muss und mir nichts konkretes einfällt. Ich habe da noch eine Idee zu der ihr euch gerne außern könnt:

    Und zwar spricht Heinrich Intitoris von "jener weibischen Zeit" in seinem Hexenhammer und von "weibischen Männern". Rolf Schulte interpretiert das in seinem Buch "Hexenmeiste" so, dass feminine Eigenschaften auf das männliche Geschlecht übergehen bei jenen Männern. Deshab würde ich bein männliche Schuldgeständnissen überprüfen, wie darin mit weiblichen Eigenschaften argumentiert wurde. Oüberprüfen könnte ich zB das Schuldgeständnis von dem ehemaligen Bürgermeister Niclas Fieder. Dieser hatte vor der Verurteilung seine Frau verloren, war also in einem melanchilischen Gemütszustand, weshalb er anfällig für die Tricks des Teufels war.
    Was sagt ihr?
     
  11. Porter

    Porter Neues Mitglied

    schulte ist nich selbst der meinung dass feminine eigenschaften auf männer übergehen, sonder dass laut institoris männer, denen feminine eigenschaften zugesprochen wurden anfälliger für die hexerei waren
     
  12. Porter

    Porter Neues Mitglied

    Die Hausarbeit würde so aussehen:

    1.Einleitung
    2.Forschungsstand Männer als Opfer der Hexenprozesse
    3.Warum die Frauen laut Männern anfälliger sind für Hexerei(Da gibt es mehrere 4.Quellen von Personen die das ausführen)
    5.Analyse ob diese Eigenschaften der Anfälligkeit den Verurteilten zugesprochen werden(Anhand Niclas von Trier und evtl anderem.)
    Fazit
     
  13. Porter

    Porter Neues Mitglied

    kennt einer von euch evtl ein weiteres schulgeständnis einer männlichen person aus der wohlabenderen schicht?
     
  14. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Punkt 2 würde eigentlich mit in die Einleitung gehören.
     

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