Skandinavische Hausmäuse auf Madeira? Spur wikingischer Anwesenheit?

Dieses Thema im Forum "Die Wikinger" wurde erstellt von Peppermint Pig, 8. April 2015.

  1. Peppermint Pig

    Peppermint Pig Neues Mitglied

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  2. Hans forscht

    Hans forscht Aktives Mitglied

    Den Ansatz finde ich interessant. Was mir in dem Artikel fehlt ist ein klarer Hinweis darauf, ob moderne Daten (Mäuse im XX. und XXI. Jahrhundert) erhoben wurden oder (auch) wesentlich früher gelbt habende Mäuse. Ich denke zur Fasifizierung nämlich z.B. an moderne Handelsrouten. Womöglich haben sich Mausarten schlicht mit dem modernen Fracht- und Personenverkehr verbreitet. Dafür spräche z.B. dass die rot dargestellten europäischen Hausmäuse punktuell in Australien und Ostafrika dargestellt sind. Das hat ja wohl weniger mit Indogermanen zu tun als mit bedeutenden Seehäfen. Womöglich korrelieren die Mausfunde in Ostasien einerseits mit euro-asiatischen, andererseits mit innerasiatischen Handelsrouten.
    Gibt es entsprechende Daten zu Mäusen vor der Zeit der europäischen Entdecker?
     
  3. Reinecke

    Reinecke Aktives Mitglied


    Zu Madeira aus einem der erwähnten älteren Artikel:

    Studium generale: Hausmaus

    Die Rückschlüsse scheinen hier aus heute lebenden Varianten geschlossen worden zu sein. In einem anderen Artikel zum Thema wird allerdings auch von Skelettfunden gesprochen, aber das bezieht sich auf eine andere Region, Zeit und Hausmausart:

    Studium generale: Von Königen und Mäusen
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir [sonst] keine wikingischen Spuren auf Madeira haben, dafür aber seit 600 Jahren regelmäßig Schiffe italienischer (Genuesen) und portugiesischer Provenienz, die Madeira anlaufen. Madeira war auch ein beliebtes Ziel französischer und englischer Piraten, die regelmäßig Funchal niederbrannten.
    Nehmen wir mal an, Skandinavier wären tatsächlich auf Madeira gelandet und durch sie wären Mäuse nach Madeira eingeschleppt worden und wären tatsächlich das einzige Zeugnis skandinavischer Anwesenheit auf der Insel: Wie haben die das geschafft, sich gegenüber all den Mäusen, die mit genuesischen Galeeren und portugiesischen Karavellen nach Madeira gekommen sind, so durchzusetzen, dass von diesen im Grunde genommen keine Spuren mehr zu finden sind sondern nur die der wikingischen Mäuse? Sicher... die hätten so ca. fünf bis sieben Jahrhunderte Zeit gehabt, sich auf Madeira auszubreiten, vermutlich sogar vor der portugiesischen Besiedlung ohne Fressfeinde (ich nehme nicht an, dass es außer Walen drumherum Säuger auf Madeira gab und die hiesigen Vögel dürften evolutionär auch eher auf Fisch, denn auf Mäuse spezialisiert gewesen sein). Die genuesischen und portugiesischen Schiffe müssen doch immer frisches genetisches Material mitgebracht haben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. April 2015
  5. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Nun ja,was eine echte Wikinger-Maus ist,die ist halt robuster -nicht umsonst führt sie den Beinamen mus musculus musculus:D

    Nee aber im Ernst, wenn ich mir die Artikel richtig durchgelesen habe hat Mus musculus domesticus die Mus musculus musculus eigentlich in Europa nach Nordosten abgedrängt, nur in Madeira scheint es nach dem ersten Anschein den umgekehrten Effekt gegeben zu haben.-Entweder die etablierte musculus-Population war also so groß und die ankommenden domesticus-Populationen so klein,dass letztere schlicht spurlos assimiliert wurden oder die Mäusepolizei,sprich die Fressfeinde fanden in den Neuankömmlingen geeignetere leichter zu erjagende Mahlzeiten und haben sie gleich nach der Landung verputzt-
     
  6. Hulda

    Hulda Aktives Mitglied

    :ironie:
    Es müssen nordfriesische Seefahrer gewesen sein, die für ständigen Nachwuchs an diesen Hybrid-Mäusen gesorgt haben.
    Denn in Wirklichkeit haben nicht die Briten die Tee- (und Mauskultur) nach Madeira gebracht. Es waren die Friesen... :fs:
     

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