Vorbemerkung:
Ich hab mich mit Hegel im Original nie und mit der Marxschen Hegel-Rezeption nur am Rande beschäftigt. Meine folgenden Bemerkungen daher mit - wie Englischsprachige gerne sagen - "a grain of salt"; besser vielleicht sogar mit einem Bergwerk desselbigen.
a.
Können wir eigentlich davon ausgehen, "dass die jeweilige theorie der beiden heutzutage noch einen Einfluss hat" ? Ich glaub eher nicht, da ihr heutzutags wichtige Multiplikatoren fehlen, um sie breiter im gesellschaftlichen Gedächtnis zu halten. Weder unter einschlägigen Wissenschaftern und noch weniger unter Meinungsbildern und politischen Akteuren ist derartiges Gedankengut "en vogue" und es wird daher wenig bis gar nicht rezipiziert. Und daher gilt: Keine Anhänger, keine Öffentlichkeit, keine Wirkung.
b.
Ich zweifle, ob die beiden Obgenannten mit der Idee, ihre Gedankengebäude hätten Einfluß, - abgesehen von Fragen des persönlichen Stolzes -sehr glücklich gewesen wären. Waren sie nicht eher der Meinung, ein Stückchen Logik hinter gesellschaftlichen Prozessen entdeckt und formuliert zu haben, das sich im Einzelfall dann ohnehin real durchsetzen würde - egal, ob man die Theorie kennt oder nicht ?
c.
Auch wenn Marx vielleicht zu seinen Studentenzeiten gerne ein "Neuhegelianer" war, so hat er sich doch später deutlich kritisch-distanziert zu Hegel geäußert und war der Meinung, er habe dessen Theorie "vom Kopf auf die Füße gestellt". Insofern ist es fraglich, ob man die Vorstellung beider - abseits des Begriffs "Dialektik" - unter einen Hut stellen und ihnen gemeinsame Auswirkungen nachsagen kann.