Kritik einer Theorie zum Ursprung der Sachsen

Resi

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Hier ist fachliche Kritik an folgender These zu den Ursprüngen der Sachsen gewünscht. Ich bitte um Diskussion!

Bitte die angehängte Datei öffnen und lesen.

Ungefähr im 3. Jahrhundert finden sich Warnen und Angeln an der Friesischen Nordseeküste, im Elbedelta, in Westmecklenburg und im vormaligen Siedlungsgebiet der Hermunduren, dem heutigen Thüringen.

Zur gleichen Zeit taucht erstmals ein Völkerverband der Sachsen auf.

Ist es möglich, dass die Warnen und Angeln das „Herz“ der „sächsischen Bewegung“ waren?

Haben die Merowinger diesen Verband erst möglich gemacht?
 

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  • Theorie zur Entstehung des Bundes der Altsachsen.pdf
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Chlodwig schreibt man übrlicherweise mit "Ch". Er und seine Söhn herrschten nicht über das Römische Reich. Sie waren fränkische Könige.

Ein Teil der Angeln zusammen mit Teilen der Sachsen und Jüten (evtl auch Friesen und andere Gruppen) überquerten die Nordsee und gründeten im 5. Jahrhundert Königreiche in Britannien: Die Sachsen Essex, Wessex und Sussex; die Angeln East Anglia, Mercia und Northumbria. Dort werden also Sachsen und Angeln als separate Volksgruppen angesehen.
Gerade das "Lex Angliorum et Werinorum hoc est Thuringorum" deutet doch daraufhin, dass Angeln und Warnen, sofern sie nicht nach Britannien gingen, Bestandteil des Stammes der Thüringer geworden sind.
 
Das fängt ja gut an: Direkt beim ersten Versuch ein Tippfehler! Es heißt natürlich "Chlodwig"!

Theuderich und seine Nachkommen waren natürlich fränkische Könige.
Wenn ich hier von "Römischen Reich" schreibe, meine ich das "Heilige Römische Reich", das im 10. Jahrhundert von den Liudolfingern/Ottonen (den sächsischen Königen/Kaisern des Reichs) gegründet wurde und erst viel später den Zusatz "deutscher Nation" bekam.

Die Entwicklung des Reiches hat sich über einen langen Zeitraum hingezogen.
Mir geht es um die Frage, ob durch die Heiratspolitik Theuderichs im 6. Jahrhundert Weichen gestellt wurden für diese Entwicklung.

Das Buch von Matthias Springer scheint Antworten auf meine Frage zu geben. Danke für die Empfehlung.
Gibt es eurerseits Methodenkritik an meinem Aufsatz?
 
Gibt es eurerseits Methodenkritik an meinem Aufsatz?
Ehrlich?
Ich finde ihn sehr erratisch. Du springst zwischen politischer Geschichte, Schlachten, Heiratspolitik und vagen Identifikationen zur Archäologie des 19. Jhdts., eine stringente Argumentation ist das alles nicht.
 
Theuderich und seine Nachkommen waren natürlich fränkische Könige.
Wenn ich hier von "Römischen Reich" schreibe, meine ich das "Heilige Römische Reich", das im 10. Jahrhundert von den Liudolfingern/Ottonen (den sächsischen Königen/Kaisern des Reichs) gegründet wurde und erst viel später den Zusatz "deutscher Nation" bekam.
Das war allerdings erst lange nach Theuderich I. und Theudebert I. Zu ihrer Zeit gab es nur ein "Römisches Reich", das mit der Hauptstadt Konstantinopel. (Rein formal wurde der Kaiser durchaus noch als Oberherr auch der Franken gesehen. Mit viel Fantasie könnte man also sagen, Theuderich und Theudebert waren Könige IM Römischen Reich, aber keinesfalls des Römischen Reichs.)

Im allerletzten Satz sollte es statt "Karolingern" wohl "Merowingern" heißen.
 
Super, mir fehlt offensichtlich der Austausch.

Ich bin nicht auf die Idee gekommen, dass man hier das Oströmische Reich assoziieren kann.
Meine Bäume waren "Merowinger-Karolinger-Konradiner und die Sachsenherrscher" und da habe ich den Wald nicht gesehen.

Wie gesagt, mir geht es um eine Entwicklung:
Merowinger und Warnen gehen zuerst einmal ein Bündnis ein, das sie mit Heiratspolitik festigen.
Die Warnen spielen eine gewisse Rolle im Verband mit anderen "Gruppen". Diesen Bund habe ich die "Sachsen" genannt.
Bündnis bedeutet auch: Der Verband stellt den Merowingern Krieger.
Diese werden reichlich von den Merowingern belohnt. Die Krieger erhalten Lehen und steigen zu einer gewissen Kriegsaritokratie auf.
Schon unter Karl Martell ist das Bündnis mit den Sachsen brüchig. (Merowinger)
Karl bekommt dann gerade mit den sächsischen Adeligen Ärger. (Karolinger)

Daher meine Aussage, dass schon unter Theuderich I. Weichen gestellt wurden für die Entwicklung des späteren Reiches.
 
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