Fragen zu Frondienst und Fronhof

Dieses Thema im Forum "Alltag im Mittelalter" wurde erstellt von Gast, 29. November 2004.



  1. Gast

    Gast Gast

    Fronhof

    was ist ein ,,Fronhof'' ????
     
  2. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    ein herrschaftliche Gutshof...

    Gruss
    Pelzer


    .
     
  3. Hulda

    Hulda Gast

    Vielleicht noch zusätzlich: "fron" bedeutet "dem Herrn zugehörig";
    zum "Fronhof" gehörten Höfe, deren Bauern dem jeweiligen Gutsherrn zu sogen. "Frondiensten" verpflichtet waren.
    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die "Bauernbefreiung" in Preußen eingeleitet ( Stichwort "vom Stein" und "Hardenberg" ).
     
  4. Jacobum

    Jacobum Neues Mitglied


    Nicht verzagen - Wiki fragen!

    Fronhof - Wikipedia
     
  5. Anthea

    Anthea Mitglied

    eine verspätete Frage zum Thema Fronhöfe

    Das mit der Definition ist mir im Groben klar:
    1. Frondienst/Scharwerk ist zum Fronhof eines Herrn zu leisten.
    2. Zu diesem Fronhof gehört der/die sog. Fronhofsverband/Villikation bzw. mehrere Fronhofsverbände/Villikationen.
    3. Ein(e) solche(r) Fronhofsverband/Villikation besteht aus mehreren Bauernwirtschaften, deren Inhaber (Bauern) Frondienst/Scharwerk zu leisten haben

    ABER:
    Ich habe kürzlich in einem Vortrag (zu einem anderen Thema) in Pegnitz gehört, dass es in dem kleinen Städtchen 16 Fronhöfe gab. Jetzt hab ich Fragezeichen im Kopf: "Wie kommt es zu einer so großen Anzahl von Fronhöfen nebeneinander und wie paßt das mit der Markgrafenzeit zusammen?
    Ich weiß, dass es In Pegnitz einen Amtssitz des Markgrafen (vom nahen Bayteuth) gab und ich bin immer davon ausgegangen, dass die Bauern und Handwerker ihre Abgaben (ihren Zehnt) dem Marktgrafen pflichteten. Da hätte ich mir einen Meierhof (=Fronhof?) vorstellen können, aber 16?
    Das mit den Fronhöfen scheint nun doch etwas komplizierter zu sein, als ich immer dachte. Kann mir da jemand helfen, wie so ein kleines Städtchen zu 16 Fronhöfen kommen konnte?
     

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