Kupfer vs. Steinbeil

Ja, genau das meinte ich, eine effektive technische Umsetzung mit Steinzähnen kann ich mir da nicht vorstellen, aber vielleicht kennt hier jemand eine solche, würde mich echt interessieren wie man sowas umsetzten kann.
 
Ja, aber einige praktische Dinge sind mir da noch nicht klar, ich werde im Laufe der Zeit mal einiges ausprobieren:)

Zumindest handelt sich es hier zuerst einmal um Teilungsverfahren von Holz und Stein, schauen wir mal.:)

Die Erklärungen scheinen mir aber noch nicht ausreichend für die glatten Brunnenschnitte.

Ich bin halt ein Praktiker.:)
 
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Ich denk das kann so gerade Beilen. Man arbeitet entlang der Faser.
Ja, die Seitenwände sind eher das Thema Aufwand, sinnvoll oder nicht, aber die Querflächen sind eine andere Nr.. Aber mir schwebt da schon so eine Idee vor Augen, wie man das eventuell effektiv hinbekommt. Muß nochmal einige Nächte drüber schlafen.
 
Interessant, habe gerade was über die Bautheorie des Brunnens gelesen. " Die Stämme wurden gefällt und vermutlich mit Holzkeilen geteilt", das und die Einschnittbearbeitung, sowie die Seitenbearbeitung wird erklärt, aber über die gerade Stirn der Bohlen steht da nichts.?
 
Aber für was? Was macht man damit?
Man kann das als Messgröße für Handelszwecke verwenden.
Es scheint in der prähistorischen Kupfvergewinnung durchaus zum Teil schon genormte Größen für kupferne Axt/Beilblätter gegeben zu haben.

Möglicherweise war das gar nicht in erster Linie immer primär als Werkzeug für Holzbearbeitung gedacht, sondern stellte einfach eine gebräuchliche Barrenform für den Handel mit Kupfer dar.
 
Sägen quer zum Holz bringt ja keine glatte Oberfläche (zumindest nicht bei mir),
Deshalb überschleife ist diese stets.
Naja, mit der normalen Bügelsäge bekommst das Bild, so wie beim Brunnen, schon hin, das ist kein Problem.

Die Nutzung des THCs ist doch eher ein "Nebenprodukt". Die Faser selbst ist äußerts!!!! robust und wurde deshalb auch in der Seefahrt genutzt, auch dass Öl ist recht wertvoll.
 
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Ich bin immer noch bei der Kupferklinge des Beils.
"apparently the axe blades were mostly used in the soft state to favor ductility over hardness."

Gehen wir mal davon aus, dass das ein sehr kostbarer Artikel war.
Auch genutzt wie es scheint. Und zwar in weichem Zustand.
Aber für was? Was macht man damit?

Außer Schädel einschlagen fällt mir nichts ein.
Aber das heißt ja nichts. Meine Fantasie ist begrenzt.
Was könnte er damit gemacht haben?

Es gibt auch ähnliche Funde solcher Kupferklingen.
Mir fallen noch weitere mögliche Werkzeugfunktionen ein. Im Thread Ötzis Tod schrieb ich vor zehn Jahren (Beitrag 28), dass der Eismann eventuell ein Großwildjäger war. Er war hervorragend für die Bewegung im Hochgebirge ausgerüstet, Bärenfellmütze, Fellmantel, die Kraxe, sehr gutes gepolstertes Schuhwerk, hatte einen (unfertigen) Eibenbogen und war dabei neue Pfeile zu schnitzen und anzufertigen, kannte sich also mit einer für Jäger extrem wichtigen Handwerkstechnik aus.. Ötzi hatte sehr starke Beinmuskulatur, abgenutzte Bandscheiben, er könnte also auch Wild auf den Schultern oder mit der Kraxe (eine Gams wiegt 25 bis 50 kg), ins Tal getragen haben. Könnte sein Kupferbeil ein Jagdbeil gewesen sein, um die Haut/Decke vom Körper abzulösen/abzuschlagen, eventuell auch um den Kopf abzutrennen, bzw. die fleischlosen Läufe? Natürlich wird er zum Abziehen der Decke auch das Messer benutzt haben.
Ein echter Eispickel war es sicher nicht, möglicherweise konnte er jedoch damit auch Halt auf Schneefeldern finden oder Stufen/Tritte hauen (der Eibenschaft war 60 cm lang). Oder essbare Wurzeln ausgraben. Er hatte offensichtlich gute Pflanzenkenntnisse.
Meiner Ansicht nach sollten wir das Beil nicht monofunktional (Waffe, Holzbearbeitung) betrachten.

Übrigens, ein Streitthema vor zehn Jahren ist inzwischen geklärt: Augusto ging damals davon aus, dass das Kupfer von der Mondseekultur (Salzkammergut) stammen würde, und dass Ötzi von dort stammen würde - Forschungen von 2017 haben ergeben, dass das Kupfer aus der Südtoskana stammt. Weitreichende Beziehungen in der Kupferzeit

P.S. ich habe eben gesehen, dass Silesia einen entsprechenden Artikel schon vor 8 Jahren eingestellt hat.
 
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