Begrenzende Faktoren für die Bauzeit der Cheops-Pyramide?

aDuke

Neues Mitglied
Stellt Euch bitte mal für einen Moment vor, der Transport der Steine könnte mit einer neuen Methode in 1-2 Jahren erledigt sein. Was wäre dann der begrenzende Faktor?? Ich bin bisher auf folgende Kandidaten gekommen:
  • Geld
  • Holz (die neue Methode braucht ziemlich viel Zedernholz aus dem heutigen Libanon)
  • Workforce
  • Kapazität der lokalen Steinbrüche
  • Steinbruch in Tura
  • Steinbruch in Assuan
Fallen Euch weitere Kandidaten ein? Oder könnt Ihr für einen der obigen Kandidaten limits angeben?
 
Bei so großen Projekten mit einer Realisierungszeit von jedenfalls Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, war natürlich immer mit kriegerischen Auseinandersetzungen zu rechnen, die Materielgewinnung oder Bau behindern oder dafür sogren konnten, das finanzielle Engpässe entstehen konnten.

Dann können bei eolchen Zeitsptannen natürlich auch Naturereignisse eine Rolle spielen. Ggf. z.B. Nilhochwasser, mit ihren Folgen (Abkömmlichkeit saisonaler Arbeiter) oder nach Niedrigwasser (Transportschwierigkeiten/Probleme mit den Verladeinrichtungen, wenn man Schiffe nicht wie gewohnt an die Uferanlagen heranbekommt).
 
war natürlich immer mit kriegerischen Auseinandersetzungen zu rechnen
Allgemein ja, aber aus der Regierungszeit des Cheops sind mir keine größeren Kriege bekannt.

Ich gehe davon aus, dass die allermeisten Arbeiter auf der Baustelle Bauern waren, aus dem Nildelta kamen und zur Erntezeit und nach dem Hochwasser Urlaub hatten (Bewässerungsgräben neu buddeln und so).
 
Stellt Euch bitte mal für einen Moment vor, der Transport der Steine könnte mit einer neuen Methode in 1-2 Jahren erledigt sein. Was wäre dann der begrenzende Faktor?? Ich bin bisher auf folgende Kandidaten gekommen:
  • Geld
  • Holz (die neue Methode braucht ziemlich viel Zedernholz aus dem heutigen Libanon)
  • Workforce
  • Kapazität der lokalen Steinbrüche
  • Steinbruch in Tura
  • Steinbruch in Assuan
Fallen Euch weitere Kandidaten ein? Oder könnt Ihr für einen der obigen Kandidaten limits angeben?
Aus welchen Grund sollten wir uns dieses Szenario vorstellen?
Ich denke nicht, das das zielführend ist. Wie sollten diese Materialmengen so schnell verarbeitet werden?
Lagern braucht man die Blöcke in der Menge auch nicht, bautechnisch wird hier eher ein begrenztes "just in time" System zur Anwendung gekommen sein.

Von daher würde das Szenario von vornherein eher sinnlos sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Holz (die neue Methode braucht ziemlich viel Zedernholz aus dem heutigen Libanon)
Zur Zeit von Cheops stand der Libanon noch nicht unter ägyptischer Hoheit, sodass man Zedernholz als Tribut hätte fordern können. Handelskontakte gab es zwar sicherlich, aber das Zedernholz hätte teuer erworben werden müssen. Wohl kaum, um dann in großen Mengen als reines Arbeitsmaterial für Bauarbeiten verschwendet zu werden.
 
Lagern braucht man die Blöcke in der Menge auch nicht, bautechnisch wird hier eher ein begrenztes "just in time" System zur Anwendung gekommen sein.
Da wäre ich mir nicht so sicher.

Ein Großteil der Arbeiter, die mit der Konstruktion beschäftigt waren, werden Saisonkräfte gewesen sein, die vorwiegend außerhalb der landwirtschaftlich intensiven Perioden verfügbar waren, bei den Steinmetzen, die die Blöcke bearbeitet haben, wird es aber eher Spezialisten bedurft haben, deren ganzjährige Beschäftigung sicherlich sinnvoll gewesen wäre.

Die Möglichkeit die Blöcke den Nil hinunter zu transportieren und schnell zu verladen/abzuladen, wird wasserstandsabhängig gewesen sein, was es sinnvoll erscheinen ließe, so viele Rohblöcke als möglich auch in Perioden zu schlagen, in denen auf der Baustelle selbst wenig los war um in perioden mit optimalen Wasserständen möglichst große Transportmengen zu bewältigen, auch wenn für deren Verbauen im entsprechenden Zeitraum keine Kapazitäten da waren.
Aber besser Material zur Endanpassung/Endbearbeitung an der Baustelle auf Halde haben und erst nach und abzuarbeiten, als am Ende mit überschüssigen Arbeitskräften darzustehen, die nicht ausgelastet werden können, weil die Wasserstände nicht mitspielen, be- und entladen erschweren und damit die Transportkapazitäten herabsenken, was den Nachschub von Baumaterial behindert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da wäre ich mir nicht so sicher.

Ein Großteil der Arbeiter, die mit der Konstruktion beschäftigt waren, werden Saisonkräfte gewesen sein, die vorwiegend außerhalb der landwirtschaftlich intensiven Perioden verfügbar waren, bei den Steinmetzen, die die Blöcke bearbeitet haben, wird es aber eher Spezialisten bedurft haben, deren ganzjährige Beschäftigung sicherlich sinnvoll gewesen wäre.

Die Möglichkeit die Blöcke den Nil hinunter zu transportieren und schnell zu verladen/abzuladen, wird wasserstandsabhängig gewesen sein, was es sinnvoll erscheinen ließe, so viele Rohblöcke als möglich auch in Perioden zu schlagen, in denen auf der Baustelle selbst wenig los war um in perioden mit optimalen Wasserständen möglichst große Transportmengen zu bewältigen, auch wenn für deren Verbauen im entsprechenden Zeitraum keine Kapazitäten da waren.
Aber besser Material zur Endanpassung/Endbearbeitung an der Baustelle auf Halde haben und erst nach und abzuarbeiten, am Ende mit überschüssigen Arbeitskräften darzustehen, die nicht ausgelastet werden können, weil die Wasserstände nicht mitspielen, be- und entladen erschweren und damit die Transportkapazitäten herabsenken, was den Nachschub von Baumaterial behindert.
Moment, ich spreche hier von dem Gesamtbedarf für die Pyramide der, laut Fragesteller in 1-2 Jahren zur Baustelle transportiert sein sollte!
Bei der Menge haben wir dann ein Lagerproblem in dem Sinne, das die Entfernungen innerhalb des Lagers wiederum sehr groß sind, hoch stapeln macht da wohl keinen Sinn:)
Deine Einlassung ist in dem Sinne nur logisch und sinnvoll, um hier an der Baustelle immer genügend Blöcke zu haben. Das wurde sicherlich auch so gehandhabt. Aber natürlich konnte und wurde der Blockvorrat sicherlich nie so groß, das hier die Bauarbeiten verzögert/behindert wurden.

Aber das Material für die ganze Pyramide am Bauplatz zu haben, ne, das kann ich mir weder praktisch noch theoretisch vorstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben